Petition updateRÜSTUNSKONZERNE MÜSSEN FÜR FLÜCHTLINGE ZAHLENRheinmetall sieht kein Problem beim Panzerprojekt in der Türkei/Rheinmetall: Zweistelliges Wachstum

Ursula MathernMerxheim, Germany

Mar 15, 2017
Rheinmetall sieht kein Problem beim Panzerprojekt in der Türkei
Wie schon im Sommer letzten Jahres bekannt wurde, beteiligt sich der Rüstungsriese Rheinmetall aus Düsseldorf zusammen mit dem türkischen Unternehmen BMC und der Waffenfirma Etika aus Malaysia an einem Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Panzern in der Türkei. Dem "Stern" zufolge sind die Vorbereitungen für das Geschäft, an dem Rheinmetall einen Anteil von 40 Prozent halte, inzwischen weit vorangeschritten. Rheinmetall suche bereits Manager und Ingenieure für die Standorte Istanbul und Izmir, so der Stern.
Von der derzeitigen Lage in der Türkei lässt sich Rheinmetall nicht beeindrucken. Laut dem Stern verteidigte ein Rheinmetallsprecher das geplante Waffengeschäft. Schließlich sei die Türkei nach wie vor ein wichtiger Handelspartner Deutschlands, ein voll integrierter Nato-Partner und ein Beitrittskandidat für die Europäische Union.
Rheinmetall beteiligt sich an Panzerproduktion in der Türkei, stern.de, 08.03.2017
Rheinmetall buhlt um Aufträge in der Türkei, spiegel.de, 08.03.2017
Rheinmetall will Panzer in der Türkei bauen, neues-deutschland.de, 08.03.2017
Rheinmetall: Zweistelliges Wachstum im Rüstungsbereich
Rheinmetall verdient derzeit bestens an der Produktion von Panzern und Co. Der Rüstungsbereich (Defence) von Rheinmetall erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2.946 Millionen Euro, also ein Plus von 14 Prozent beziehungsweise 355 Millionen Euro gemessen am Vorjahreswert von 2.591 Millionen Euro. Das meldet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Damit habe wie schon im Jahr zuvor eine zweistellige Wachstumsrate im Rüstungsbereich erzielt werden können.
Deutschland exportiert weiterhin Kleinwaffen in die Türkei
Trotz der angespannten Lage in der Türkei genehmigte die deutsche Bundesregierung auch im vergangenen Jahr wieder Kleinwaffenlieferungen an den Bosporus. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken.
Demnach lieferten deutsche Unternehmen 2016 532 Revolver und halbautomatische Pistolen, eine Maschinenpistole, ein leichtes Maschinengewehr und einen Granatwerfer in die Türkei. Gleichzeitig wurden allein im Dezember 2016 und im Januar 2017 1162 Asylsuchende aus der Türkei in Deutschland neu registriert.
Die waffentechnische Zusammenarbeit Deutschlands mit der Türkei und die Folgen, 23.01.2017, Drucksache 18/10986, Die Linke, (u. a. Sevim Dağdelen, Wolfgang Gehrcke, Annette Groth, Heike Hänsel, Inge Höger), Antwort BMWI
Waffenexporte an Türkei sofort beenden, linksfraktion.de, 20.02.2017
(s. Newsletter der Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!
Nr. 82 vom 14.03.2017)
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