
Ursula MathernMerxheim, Alemania

27 ene 2017
Bis zu 1.000 Bundeswehrsoldaten werden in Mali stationiert. Bundestag beschließt auch Verlängerung des Irak-Einsatzes
Immer tiefer verstrickt sich die Bundeswehr in den Konflikt in Mali. Deutlich ausgeweitet wird der Einsatz, beschloss der Bundestag am Donnerstag mit 498 gegen 55 Stimmen bei drei Enthaltungen. Demnach werden ab Februar bis zu 1.000 deutsche Soldaten im Rahmen der UN-Truppe Minusma in Nordmali operieren – gut 50 Prozent mehr als bisher. …
….. Dass Mali zum Schwerpunktland der Bundeswehr wird, ist politisch gewollt. Der malische Staat hat den Norden des Landes nicht unter Kontrolle und ist inzwischen auch im Süden schwach aufgestellt. Das wäre der Bundesregierung wohl herzlich egal, würden nicht Flüchtlinge die Region als eine ihrer Hauptfluchtrouten aus Westafrika ans Mittelmeer und weiter nach Europa nutzen. Darüber hinaus destabilisieren Dschihadisten, die sich im Sahel festgesetzt haben, auch Nordafrika und damit, wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen es einmal formulierte, Europas »Gegenküste«. Also muss die Kontrolle aus Sicht Berlins wiederhergestellt werden. …
(Quelle: Jörg Kronauer JW vom 27.01.2017)
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