

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wir möchten Sie auf die nächste Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe "Bautzener Reden" aufmerksam machen.
Ein Kenner des Ostens erklärt die USA: Zur „Bautzener Rede“ am 7. März kommt Karl Schlögel in den Dom St. Petri. Der Wissenschaftler ist einer der prominentesten und tiefgründigsten Historiker Deutschlands. Unter der Überschrift „Was ist los in Amerika?“ wirft er einen besonderen Blick auf die amerikanische Geschichte. Angesichts der jüngsten Entwicklungen in den USA verspricht der Abend wieder neue Perspektiven. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.
Karl Schlögel (Jahrgang 1948) kennt man zuerst als herausragenden Osteuropa-Historiker und Russland- sowie Ukraine-Experten. Seine Bücher „Entscheidung in Kiew.“, „Ukrainische Lektionen“ (2015) und „Das sowjetische Jahrhundert“ (2017) gelten als Standardwerke. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 hat Schlögels Forschungen eine neue Aktualität verliehen. Häufig ist seiner Expertise und seine Einordnung in Talkshows und in Interviews gefragt.
Doch so gut wie sich der Historiker in Osteuropa auskennt, so gut weiß Karl Schlögel auch über Amerika Bescheid. Immer wieder hat er das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bereist. Sein jüngstes Werk heißt „American Matrix“. Darin erkundet er, was Amerika zusammenhält – und was marode Infrastruktur über den Zustand einer Gesellschaft verrät. Mit „American Matrix“ verleiht der Publizist nicht nur seiner Faszination für die USA Ausdruck; als Osteuropa-Kenner hat er einen besonderen Blick auf die amerikanische Geschichte.
Der Historiker studierte Philosophie, Soziologie, Osteuropäische Geschichte und Slawistik an der Freien Universität Berlin. Karl Schlögel wirkte von 1990 bis 1994 an der Universität Konstanz und seit 1995 an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Seine Forschungsschwerpunkte sind russische Moderne und Stalinismus, russische Diaspora und Dissidentenbewegung, Kulturgeschichte osteuropäischer Städte und theoretische Probleme historischer Narration. Schlögel ist Autor zahlreicher und vielfach ausgezeichneter Bücher.
Auch bei seiner Bautzener Rede will Karl Schlögel eine einmalige, überraschende Perspektive auf die USA geben. Einmal mehr greift damit das Gesprächsformat im Dom St. Petri ein brennendes Thema dieser Tage auf. Seit November 2022 werden die Bautzener Reden von der Initiative „Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem Verein „Ökumenischer Domladen“ organisiert. Die Gruppe vereint Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, Kultur, Bildung und Kirche. Ihre Vision ist ein positives und vielfältiges Miteinander in der Stadt.
Auf den Osteuropahistoriker und Publizisten Karl Schlögel folgt Soziologe Steffen Mau am 4. April 2025 mit dem Thema „Ungleich vereint. Zu den Nachwehen der DDR und der Wiedervereinigung“. Der gebürtige Rostocker ist ein Analyst der anhaltenden Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, die das Land auch über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch teilen. Ilko Sascha Kowalczuk ist für den 9. Mai 2025 eingeladen. Der Historiker hat zum 35. Jahrestag des Mauerfalls sein Buch „Freiheitsschock. Eine andere Geschichte Ostdeutschlands von 1989 bis heute“ vorgelegt.
Beste Grüße, im Namen der Initiative
Peter-Paul Straube, Heinrich Schleppers, Christian Tiede, Tilmann Popp, Lothar Lange, Katja Gerhardi, Friedrich Pollack, Tim Döke