

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wir möchten Sie auf die nächste Veranstaltung der "Bautzener Reden" aufmerksam machen.
„Was wäre, wenn eine autoritäre Partei an die Landesregierung kommt?" – Diese Frage steht im Mittelpunkt der nächsten Bautzener Rede am Freitag, dem 31. Mai. Gast ist Jannik Jaschinski. Der Jurist erläutert beim Gesprächsformat im Dom St. Petri mögliche Szenarien, wie extremistische Parteien die Verfassung in Deutschlands ganz legal unterwandern könnten. Die Bautzener Rede beginnt um 19 Uhr.
Jannik Jaschinski ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des „Thüringen-Projekts“. Das Forschungsprojekt zur Resilienz von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland wurde durch die Macher der juristischen Online-Plattform Verfassungsblog.de initiiert. Wissenschaftler um Verfassungsrechtler Maximilian Steinbeis haben dabei untersucht, ob sich eine Demokratie mit demokratischen Mitteln abschaffen lässt.
In vielen Gesprächen in Thüringen ist das Projektteam im vergangenen Jahr der Frage nachgegangen, was tatsächlich passieren könnte, wenn staatliche Machtmittel in die Hände von autoritären Populisten fallen. Dabei ist die AfD, nach Aussagen der Wissenschaftler nur Anlass, aber nicht Gegenstand der Untersuchung. Das Thüringen-Projekt ist vor dem Hintergrund demokratiefeindlicher Bewegungen in europäischen Ländern entstanden, wie in Ungarn oder Polen.
Jene Entwicklungen verfolgt der Verfassungsblog seit Jahren intensiv. In seinem Bautzener Vortrag stellt Jannik Jaschinski Bezüge und Vergleiche zu Sachsen her. Der Mitarbeiter am Thüringen-Projekt hat Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Heidelberg, Paris und Santiago de Chile studiert. Daneben ist er Rechtsreferendar am Kammergericht Berlin mit Stationen unter anderem beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, der Gesellschaft für Freiheitsrechte und der Europäischen Kommission.
Die „Bautzener Rede“ organisiert seit November 2022 die Initiative „Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem Ökumenischen Domladen. Die Gruppe vereint Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, Kultur, Bildung und Kirche in und um Bautzen. Ihre Vision ist ein positives und vielfältiges Miteinander in der Stadt.
Für die „Bautzener Reden“ erhielt „Bautzen gemeinsam“ den Engagement-Preis „machen!2023" in der Kategorie „Lebensqualität & Miteinander”. Der Bundeswettbewerb würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen Ostdeutschlands.
Seit Beginn des Jahres sind darüber hinaus die „Bautzener Reden“ als Podcast bei allen gängigen Streamingdiensten nachzuhören. Dort finden sich bereits die Gäste Ruprecht Polenz, Ulrike Herrmann und Petra Köpping. Als nächstes dürfen sich die Hörerinnen und Hörer auf die „Bautzener Rede“ von Bundespräsident a.D. Joachim Gauck freuen.
Mit der Bautzener Rede am 31. Mai verabschiedet sich das Format in die Sommerpause. Zurück ist es am 6. September mit Jörg Waniek von der LEAG.
Wir freuen uns über Ihr Kommen und bedanken uns für Ihr Interesse.
Beste Grüße, im Namen der Initiative
Peter-Paul Straube, Heinrich Schleppers, Christian Tiede, Tilmann Popp, Lothar Lange, Katja Gerhardi, Friedrich Pollack, Tim Döke