Alk G für Deutschland

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Silke Kirch-Wiedemeyer und 15 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wir fordern einen neuen Umgang mit Alkohol in Deutschland

Alkohol verursacht zu viele emotionale, psychische und medizinische Schäden über Generationen hinweg, um weiter als Kulturgut und Genussmittel ohne weiterführende Informationen frei vermarktet werden zu können. 

Millionen persönliche Negativerfahrungen mit Alkoholkonsum werden aus falscher Scham verschwiegen 

Durch meine Lebenserfahrungen als Kind einer alkoholkranken Mutter, habe ich über 40 Jahre lang in Deutschland unter der Verharmlosung von Alkohol als Genussmittel und seiner emotionalen Identität als Kulturgut ebenso wie unter der Stigmatisierung von Alkoholerkrankten als verhaltensschwache, als belächelte, abgewertete und ausgegrenzte Menschen gelitten.

Aufgrund der kulturellen Normalisierung von Alkohol als unbedenkliches Alltagsgetränk, war es mir lange nicht möglich, die gesundheitlichen Risiken von Alkohol für mich persönlich zu verstehen und die Erkrankung meiner Mutter angemessen als Angehörige zu begreifen.

Ich war über 40 Jahre lang nicht in der Lage, einen respektvollen Umgang mit Alkoholabhängigkeit und entsprechende Hilfsangebote als Mitbetroffene und Betroffene zu finden.

Alkoholwerbung verstärkt das negative Stigma bei Kontrollverlust als persönliches Versagen 

Alkoholwerbung, die auf Genuss und Zugehörigkeit abzielt, verletzt die Selbstwertgefühle einer jeden Person, die es alkoholfrei nicht schafft, sich selbst emotional zu regulieren, Stress abzubauen oder sich mit anderen Menschen nüchtern richtig gut zu fühlen. Menschen, die durch Alkoholkonsum leiden, beziehen die Ursache mehr auf sich selbst oder andere Personen, als sie der schädlichen Wirkung von Alkohol zuschreiben zu können.

Zu dieser kommerziellen Manipulation unserer psychologischen Grundbedürfnisse und Selbstwertgefühle wird uns eine wissenschaftlich weltweit fundierte Aufklärung über die medizinischen, gesundheitlichen, sozialen und damit volkswirtschaftlichen Schäden, die Alkohol mit 57 Milliarden Euro jährlich in Deutschland verursacht, vorenthalten.

Es braucht eine neue Gesetzgebung zum Umgang mit Alkohol

Alkohol ist ein bekannter Krankheitserreger für über 200 Erkrankungen und korreliert besonders stark bereits in geringen Mengen mit Brustkrebs und bei regelmäßigem Konsum mit Depression. Auch auf das Demenzrisiko und Verlauf hat Alkoholkonsum Auswirkungen.

Alkohol ist die Droge, die weltweit am meisten gesundheitliche Schäden am Menschen verrichtet und am meisten Gewalttaten, Unfälle und Todesfälle verursacht.

Alkoholbedingte Erkrankungen haben ein unermessliches soziales Ausmaß und sind durch gesetzliche und kommunikative Neuregelungen effektiv vermeidbar. Wie andere Ländermodelle mit aktiver Alkoholgesetzgebung bereits zeigen.

Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass der Hauptumsatz der Alkoholindustrie mit riskantem und suchtbedingtem Konsum generiert wird (5). 

Das kulturell und kommerziell (auch durch Steuermittel) angeregte Überangebot alkoholhaltiger Produkten an öffentlichen Orten, bei öffentlichen Angeboten und Veranstaltungen in Deutschland steht im Widerspruch zum volkswirtschaftlichen Schaden, den Alkohol weltweit verursacht. Weltweit sterben jährlich 2,6 Millionen Menschen weltweit an den Folgen von Alkoholkonsum. 

In Deutschland jährlich ca. 75.000 Menschen. 

Jedes 5. Kind leidet in Deutschland unter einer suchtbelasteten Bezugsperson. Kinder, die in suchtbelasteten Familien heranwachsen, sind mit starken Selbststigmatisierung und oft weiteren emotionalen, psychischen und körperlichen Belastungen konfrontiert, bei FASD bereits durch vermeidbare Risiken vor Geburt. 

Es besteht dringend Handlungsbedarf! 

Wir fordern den Bundestag auf, Alkohol nicht mehr als unbedenkliches Wirtschaftsprodukt oder Kulturgut zu definieren.

Es braucht ein Alkoholgesetz, um ein neues Bewusstsein in der Bevölkerung wie bei der Regelung für Tabakwaren, auch für Alkoholkonsum zu schärfen.

Nur wenn Menschen alle Informationen über Alkohol und Alkoholkonsum haben, können sie präventiv individuell richtige Entscheidungen für sich treffen. Das Geschäft mit der Sucht verschärft sich transgenerational wegen des Stigmas und der Sprachlosigkeit bei Menschen, die trotz Alkoholproblemen weiter konsumieren. 

In der Form, wie Alkohol normativ in Politik- und Wirtschaftskreisen sowie in unserer privaten und öffentlichen Gemeinschaft kultiviert und gesellschaftlich ritualisiert konsumiert wird, stellt Alkohol ein noch zu großes soziales und gesundheitliches Risiko für die Allgemeinbevölkerung und insbesondere für Familien und Kinder dar.

Eine neue Gesetzesgrundlage ermächtigt zudem weitere wichtige Institutionen wie den Deutschen Werberat, auch die kommerziellen Regelungen zur Kommunikation für alkoholhaltige Produkte zu überarbeiten. Besonders Präventionsarbeit profitiert von einer öffentlichen Haltung und achtsamen Umgebung gegenüber Alkohol als Zellgift und Droge.

Bitte schließen Sie sich uns an und unterschreiben Sie diese Petition, um einen bedeutsamen gesellschaftlichen Wandel zu initiieren und zukünftige Generationen vor den verheerenden Folgen von Alkoholkonsum zu bewahren. Ihre Unterstützung könnte den Unterschied machen.

 

Referenzen: 

1 Gemeinsames Positionspapier: DHS, BÄK, BPtK, DGPPN und DG-Sucht fordern größere Anstrengungen der Bundesregierung zur strukturellen Prävention der Folgen des Alkoholkonsums

https://www.dhs.de/service/aktuelles/meldung/gemeinsames-positionspapier-dhs-baek-bptk-dgppn-und-dg-sucht-fordern-groessere-anstrengungen-der-bundesregierung-zur-strukturellen-praevention-der-folgen-des-alkoholkonsums/

2 Bundesdrogenbeauftragter Hendrik Streek: Wir haben ein Alkoholproblem in Deutschland 

https://www.deutschlandfunk.de/drogenbeauftragter-streeck-wir-haben-ein-alkohol-und-tabakproblem-in-deutschland-102.html

3 DGE Positionspapier

https://www.dge.de/presse/meldungen/2024/dge-positionspapier-zu-alkohol/

4 MOVENDI INTERNATIONAL - OBSTACLE TO DEVELOPMENT 

https://movendi.ngo/the-issues/the-problem/obstacle-to-development-2/

5 UMSATZ DURCH MENSCHLICHES LEID: DAS GESCHÄFT MIT DER SUCHT 

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0044-1790409

 

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GERTY NUSSPetitionsstarter*in

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Silke Kirch-Wiedemeyer und 15 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wir fordern einen neuen Umgang mit Alkohol in Deutschland

Alkohol verursacht zu viele emotionale, psychische und medizinische Schäden über Generationen hinweg, um weiter als Kulturgut und Genussmittel ohne weiterführende Informationen frei vermarktet werden zu können. 

Millionen persönliche Negativerfahrungen mit Alkoholkonsum werden aus falscher Scham verschwiegen 

Durch meine Lebenserfahrungen als Kind einer alkoholkranken Mutter, habe ich über 40 Jahre lang in Deutschland unter der Verharmlosung von Alkohol als Genussmittel und seiner emotionalen Identität als Kulturgut ebenso wie unter der Stigmatisierung von Alkoholerkrankten als verhaltensschwache, als belächelte, abgewertete und ausgegrenzte Menschen gelitten.

Aufgrund der kulturellen Normalisierung von Alkohol als unbedenkliches Alltagsgetränk, war es mir lange nicht möglich, die gesundheitlichen Risiken von Alkohol für mich persönlich zu verstehen und die Erkrankung meiner Mutter angemessen als Angehörige zu begreifen.

Ich war über 40 Jahre lang nicht in der Lage, einen respektvollen Umgang mit Alkoholabhängigkeit und entsprechende Hilfsangebote als Mitbetroffene und Betroffene zu finden.

Alkoholwerbung verstärkt das negative Stigma bei Kontrollverlust als persönliches Versagen 

Alkoholwerbung, die auf Genuss und Zugehörigkeit abzielt, verletzt die Selbstwertgefühle einer jeden Person, die es alkoholfrei nicht schafft, sich selbst emotional zu regulieren, Stress abzubauen oder sich mit anderen Menschen nüchtern richtig gut zu fühlen. Menschen, die durch Alkoholkonsum leiden, beziehen die Ursache mehr auf sich selbst oder andere Personen, als sie der schädlichen Wirkung von Alkohol zuschreiben zu können.

Zu dieser kommerziellen Manipulation unserer psychologischen Grundbedürfnisse und Selbstwertgefühle wird uns eine wissenschaftlich weltweit fundierte Aufklärung über die medizinischen, gesundheitlichen, sozialen und damit volkswirtschaftlichen Schäden, die Alkohol mit 57 Milliarden Euro jährlich in Deutschland verursacht, vorenthalten.

Es braucht eine neue Gesetzgebung zum Umgang mit Alkohol

Alkohol ist ein bekannter Krankheitserreger für über 200 Erkrankungen und korreliert besonders stark bereits in geringen Mengen mit Brustkrebs und bei regelmäßigem Konsum mit Depression. Auch auf das Demenzrisiko und Verlauf hat Alkoholkonsum Auswirkungen.

Alkohol ist die Droge, die weltweit am meisten gesundheitliche Schäden am Menschen verrichtet und am meisten Gewalttaten, Unfälle und Todesfälle verursacht.

Alkoholbedingte Erkrankungen haben ein unermessliches soziales Ausmaß und sind durch gesetzliche und kommunikative Neuregelungen effektiv vermeidbar. Wie andere Ländermodelle mit aktiver Alkoholgesetzgebung bereits zeigen.

Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass der Hauptumsatz der Alkoholindustrie mit riskantem und suchtbedingtem Konsum generiert wird (5). 

Das kulturell und kommerziell (auch durch Steuermittel) angeregte Überangebot alkoholhaltiger Produkten an öffentlichen Orten, bei öffentlichen Angeboten und Veranstaltungen in Deutschland steht im Widerspruch zum volkswirtschaftlichen Schaden, den Alkohol weltweit verursacht. Weltweit sterben jährlich 2,6 Millionen Menschen weltweit an den Folgen von Alkoholkonsum. 

In Deutschland jährlich ca. 75.000 Menschen. 

Jedes 5. Kind leidet in Deutschland unter einer suchtbelasteten Bezugsperson. Kinder, die in suchtbelasteten Familien heranwachsen, sind mit starken Selbststigmatisierung und oft weiteren emotionalen, psychischen und körperlichen Belastungen konfrontiert, bei FASD bereits durch vermeidbare Risiken vor Geburt. 

Es besteht dringend Handlungsbedarf! 

Wir fordern den Bundestag auf, Alkohol nicht mehr als unbedenkliches Wirtschaftsprodukt oder Kulturgut zu definieren.

Es braucht ein Alkoholgesetz, um ein neues Bewusstsein in der Bevölkerung wie bei der Regelung für Tabakwaren, auch für Alkoholkonsum zu schärfen.

Nur wenn Menschen alle Informationen über Alkohol und Alkoholkonsum haben, können sie präventiv individuell richtige Entscheidungen für sich treffen. Das Geschäft mit der Sucht verschärft sich transgenerational wegen des Stigmas und der Sprachlosigkeit bei Menschen, die trotz Alkoholproblemen weiter konsumieren. 

In der Form, wie Alkohol normativ in Politik- und Wirtschaftskreisen sowie in unserer privaten und öffentlichen Gemeinschaft kultiviert und gesellschaftlich ritualisiert konsumiert wird, stellt Alkohol ein noch zu großes soziales und gesundheitliches Risiko für die Allgemeinbevölkerung und insbesondere für Familien und Kinder dar.

Eine neue Gesetzesgrundlage ermächtigt zudem weitere wichtige Institutionen wie den Deutschen Werberat, auch die kommerziellen Regelungen zur Kommunikation für alkoholhaltige Produkte zu überarbeiten. Besonders Präventionsarbeit profitiert von einer öffentlichen Haltung und achtsamen Umgebung gegenüber Alkohol als Zellgift und Droge.

Bitte schließen Sie sich uns an und unterschreiben Sie diese Petition, um einen bedeutsamen gesellschaftlichen Wandel zu initiieren und zukünftige Generationen vor den verheerenden Folgen von Alkoholkonsum zu bewahren. Ihre Unterstützung könnte den Unterschied machen.

 

Referenzen: 

1 Gemeinsames Positionspapier: DHS, BÄK, BPtK, DGPPN und DG-Sucht fordern größere Anstrengungen der Bundesregierung zur strukturellen Prävention der Folgen des Alkoholkonsums

https://www.dhs.de/service/aktuelles/meldung/gemeinsames-positionspapier-dhs-baek-bptk-dgppn-und-dg-sucht-fordern-groessere-anstrengungen-der-bundesregierung-zur-strukturellen-praevention-der-folgen-des-alkoholkonsums/

2 Bundesdrogenbeauftragter Hendrik Streek: Wir haben ein Alkoholproblem in Deutschland 

https://www.deutschlandfunk.de/drogenbeauftragter-streeck-wir-haben-ein-alkohol-und-tabakproblem-in-deutschland-102.html

3 DGE Positionspapier

https://www.dge.de/presse/meldungen/2024/dge-positionspapier-zu-alkohol/

4 MOVENDI INTERNATIONAL - OBSTACLE TO DEVELOPMENT 

https://movendi.ngo/the-issues/the-problem/obstacle-to-development-2/

5 UMSATZ DURCH MENSCHLICHES LEID: DAS GESCHÄFT MIT DER SUCHT 

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0044-1790409

 

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Petition am 30. Oktober 2025 erstellt