#3satBLEIBT!

#3satBLEIBT!

Startdatum
2. Oktober 2024
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Warum ist diese Petition wichtig?

3sat – kann das weg?
Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Rundfunkkommission der Landesregierungen ihren Diskussionsentwurf für einen „Staatsvertrag zur Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“. In diesem Entwurf steht überraschend ein Sender zur Disposition, der den gesetzlich fixierten Kulturauftrag der Öffentlich-Rechtlichen geradezu verkörpert - der Kultursender 3sat soll teilweise oder zur Gänze im deutsch-französischen Sender ARTE aufgehen. 

Diese Ankündigung erreicht die Branche ohne Vorwarnung. Es existiert keinerlei Konzept, wie diese teilweise oder gesamte Verschmelzung der Sender stattfinden soll. Wie auch – denn ARTE und 3sat basieren auf komplett unterschiedlichen Voraussetzungen: ARTE ist ein per Staatsvertrag abgesichertes deutsch-französisches Gemeinschaftsprogramm, während 3sat als Kooperation zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz ein rein deutschsprachiges Programm herstellt.

 

3satBLEIBT!
Wir fordern, dass 3sat als eigenständiger Sender erhalten bleibt!

 

Was Sie noch dafür tun können?
Alle Bürger*innen, Organisationen etc. sind bis zum 11.10.24 aufgefordert, Stellungnahmen zum Vorhaben der Rundfunkkommission der Länder einzureichen, um so einfach und ohne großen Zeitaufwand Einspruch gegen die geplante Überführung von 3sat in ARTE erheben. 

Also schnell zu:
https://rundfunkkommission.rlp.de/rundfunkkommission-der-laender/kontaktformular

Denn auch diese Einsprüche zählen!

 

3sat ist Kultur: Eine Reform des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ist überfällig. Gleichzeitig hat die Politik im letzten Rundfunkänderungsstaatsvertrag den Kulturauftrag der ÖR gestärkt. Warum also einen Sender seiner Autonomie berauben, dessen Alleinstellungsmerkmal Kultur ist, in all ihren Facetten: Kulturberichterstattung zwischen Pop- und Hochkultur, Theater-, Musik- und Kabarettprogramme, Wissenschaft, Spielfilme und vor allem auch Dokumentarfilme prägen das Programm. Wenn ein Sender den kulturellen Auftrag erfüllt, dann 3sat. 

3sat verbindet: Der Sender trägt mit seiner überregionalen Ausrichtung aktiv bei zur Verständigung mit unseren Nachbarländern Österreich und Schweiz, mit Deutschland sind das die drei größten deutschsprachigen Regionen Mitteleuropas. Angesichts der zunehmenden Regionalisierung der Landesrundfunkanstalten der ARD ist dieser Blick über die Landes- und Ländergrenzen hinaus wichtig: Insgesamt sind fast 100 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Ländern Europas deutschsprachig – für sie macht 3sat Programm.

3sat macht Kino: Die Bedeutung von 3sat lässt sich nicht in TV-Einschaltquoten messen, sondern vor allem auch am Stellenwert in der Produktionslandschaft – hier hat 3sat als Auftraggeber und Koproduktionspartner für Kinofilme eine überragende Bedeutung. Während alle anderen Sender sich aus Kinokoproduktionen zurückziehen, ist die Präsenz von beispielsweise mit 3sat koproduzierten deutschen Dokumentarfilmen auf nationalen wie internationalen Festivals nach wie vor hoch, ebenso die Anzahl der Preise. 3sat produziert jährlich 8 lange künstlerische Dokumentarfilme, davon sind 7 Kinokoproduktionen – das ist weit mehr als ARTE/ZDF.  Viele dieser Filme würden ohne die Beteiligung von 3sat nicht entstehen.

3sat macht Dokumentarfilm: 3sat steht inhaltlich für den Autor*innenfilm in Abgrenzung von journalistischen Dokumentationen, die zB. auch das Programm von ARTE prägen. Die Redaktion hat in diesem Segment eine über Jahrzehnte gewachsene Expertise, die einzigartig ist. Die „Dokumentarfilmzeit" ist der letzte verbliebene Regel-Sendeplatz für den unformatierten Autor*innen-Dokumentarfilm im deutschen Fernsehen. 3sat steht für den künstlerischen Dokumentarfilm, der für eine demokratische Gesellschaft unverzichtbar ist: als Medium der Horizonterweiterung, als Spiegel, als soziales und kulturelles Gedächtnis.

3sat fördert Talente: Kein Sender sonst bietet jungen Talenten so viele Möglichkeiten. Durch Kooperationen mit Filmhochschulen und der Ausschreibung „DocuMe“ werden Nachwuchsfilmemacher*innen nachhaltig unterstützt. 

Wir appellieren mit Nachdruck an die Länder, die kulturelle Bedeutung von 3sat für das deutsche Filmschaffen nicht nur anzuerkennen, sondern 3sat als eigenständigen Sender zu schützen: 3sat bleibt! 

 

Bitte unterschreiben SIE unsere Petition zum Erhalt von 3sat und teilen sie fleißig auf social media mit dem Hashtag: #3satBLEIBT!

Hier geht’s zur Petition:
https://www.change.org/3satBLEIBT

Verbände und Institutionen, die sich diesem Aufruf anschließen wollen schreiben bitte an: buero@agdok.de.

 

Der Bundesverband Dokumentarfilm AG DOK ist die film- und medienpolitische Interessenvertretung für das dokumentarische Genre in Deutschland und vertritt aktuell 1.000 Dokumentarfilmschaffende, die sich im AG DOK-Netzwerk und den beiden Sektionen Produktion und Buch&Regie organisieren, um die dokumentarische Filmkultur nachhaltig zu stärken. Unsere Mitglieder eint die Überzeugung, dass dem dokumentarischen Genre in all seinen Formen von der journalistischen Kurzreportage bis zum künstlerischen Kino-Dokumentarfilm eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Meinungsvielfalt und der Verteidigung demokratischer Prozesse zufällt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die AG Filmfestival ist die im Juli 2024 gegründete Interessenvertretung von bundesweit 71 Filmfestival aller Ar, genreübergreifend, international, national und regional. Filmfestival sind ein zunehmend wichtiger Faktor für die Präsentation von vielfältiger Filmkultur und relevant für die Filmwirtschaft.

 

 

 

 

 

 

 

Der Bundesverband Regie BVR wurde 1975 gegründet und vertritt die künstlerischen, materiellen, politischen und ideellen Interessen von über 600 Regisseurinnen und Regisseuren in Deutschland - vorwiegend im fiktionalen Bereich - gegenüber Produzenten, Sendern und Verwertern, sowie der nationalen und europäischen Politik in allen Fragen des Urheberrechts, des Verwertungsgesellschaftenrechts (VGG) und der Film- und Medienpolitik. Der BVR verhandelt Gemeinsame Vergütungsregeln mit allen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendeanstalten, den Streamern und Verwertern und Produzenten.

 

 

 

 

 

 

Die Deutsche Filmakademie – das zentrale Forum für Filmschaffende in Deutschland – vereint inzwischen über 2300 Mitglieder aus allen künstlerischen Sparten des deutschen Films. Sie ist u.a. mit der Durchführung des Deutschen Filmpreises betraut, veranstaltet den Nachwuchspreises First Steps und fördert im Rahmen ihrer Bildungsprogramme die Auseinandersetzung mit Film als Kunstform.

 

 

 

 

 

 

 

DOK Leipzig ist das älteste Dokumentar- und Animationsfilmfestival und zugleich ein renommierter Treffpunkt der internationalen Filmbranche. Das Programm aus künstlerischen, gesellschaftlich relevanten Filmen und XR-Arbeiten ist geprägt von den Werten Frieden, Menschenwürde, Teilhabe und Vielfalt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Duisburger Filmwoche ist das Festival für Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Filmwoche vertraut auf den Raum des Kinos und die Kraft des künstlerischen Dokumentarfilms. Gängige Praktiken der Repräsentation, ausgelatschte Narrative und Bildpolitiken infrage stellend, begreift sich das Festival als Ort für engagierten Dokumentarfilm, seine Diskurse und sein Archiv. Seit 1994 ist ARTE, seit 1996 3sat Medienpartner des Festivals.

 

 

 

 

 

 

 

Der Produzent*innenverband (PV) ist ein kreatives, wirtschaftliches und innovatives Netzwerk. Mit aktuell 155 Mitgliedern und einer Nachwuchssektion ist er die maßgebliche Vertretung der unabhängigen Kino-, Streaming- und Fernseh-Produzent*innen in Deutschland. Die Filme der PV-Mitglieder decken als Kino-, Streaming- und TV-Produktionen das Spektrum aus besucheraffinem Arthouse, radikaler Filmkunst und anspruchsvollem Mainstream ab. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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