#22WochenWarten: Wartezeiten auf Psychotherapieplätze verkürzen!

Das Problem

#22WochenWarten: Wartezeiten auf Psychotherapieplätze verkürzen

Niemand wartet gerne. Ob an der Supermarktkasse oder an einer Ampel. Da können einem schon 22 Sekunden ewig vorkommen. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine akute Blinddarmentzündung und der Arzt sagt Ihnen, Sie könnten erst in fünf Monaten kommen. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine akute psychische Erkrankung wie Depression und warten 22 Wochen auf einen Psychotherapieplatz. Das ist aktuell die durchschnittliche Wartezeit. 22 lange Wochen, in denen sich die Krankheit oft verschlimmert.

Ich fordere eine schnelle Reform der psychotherapeutischen Bedarfsplanung, um Wartezeiten deutlich zu reduzieren. Ich fordere, dass die Bundesregierung ihre auf Seite 86 im Koalitionsvertrag zusammengefassten Themen zur ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung schnell und konsequent umsetzt. Und nicht Wochen, Monate oder sogar Jahre verstreichen lässt. 

Im Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP steht auf Seite 86: „Wir reformieren die psychotherapeutische Bedarfsplanung, um Wartezeiten auf einen Behandlungsplatz, insbesondere für Kinder- und Jugendliche, aber auch in ländlichen und strukturschwachen Gebieten deutlich zu reduzieren. Wir verbessern die ambulante psychotherapeutische Versorgung insbesondere für Patienten mit schweren und komplexen Erkrankungen und stellen den Zugang zu ambulanten Komplexleistungen sicher. Die Kapazitäten bauen wir bedarfsgerecht, passgenau und stärker koordiniert aus. Im stationären Bereich sorgen wir für eine leitliniengerechte psychotherapeutische Versorgung und eine bedarfsgerechte Personalausstattung. Die psychiatrische Notfall- und Krisenversorgung bauen wir flächendeckend aus.“

Das muss baldmöglichst umgesetzt werden, denn: Jeder einzelne Tag Warten ist ein Tag zu viel! Kürzere Therapie-Wartezeiten retten Leben! 

In einer ersten analogen Unterschriftenaktion beim 6. Deutschen Patientenkongress Depression am 4. Juni 2022 in Frankfurt/Main haben bereits hunderte Menschen die Petition unterschrieben. Unter #22WochenWarten begleitet und unterstützt die Deutsche DepressionsLiga e.V. die Petition. 

avatar of the starter
Armin RöslPetitionsstarter*inBeruf: Journalist Ehrenamt: Stellvertretender Vorsitzender und Sprecher der Deutschen DepressionsLiga e.V.
Erfolg
Diese Petition war mit 110.409 Unterstützer*innen erfolgreich!

Das Problem

#22WochenWarten: Wartezeiten auf Psychotherapieplätze verkürzen

Niemand wartet gerne. Ob an der Supermarktkasse oder an einer Ampel. Da können einem schon 22 Sekunden ewig vorkommen. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine akute Blinddarmentzündung und der Arzt sagt Ihnen, Sie könnten erst in fünf Monaten kommen. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine akute psychische Erkrankung wie Depression und warten 22 Wochen auf einen Psychotherapieplatz. Das ist aktuell die durchschnittliche Wartezeit. 22 lange Wochen, in denen sich die Krankheit oft verschlimmert.

Ich fordere eine schnelle Reform der psychotherapeutischen Bedarfsplanung, um Wartezeiten deutlich zu reduzieren. Ich fordere, dass die Bundesregierung ihre auf Seite 86 im Koalitionsvertrag zusammengefassten Themen zur ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung schnell und konsequent umsetzt. Und nicht Wochen, Monate oder sogar Jahre verstreichen lässt. 

Im Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP steht auf Seite 86: „Wir reformieren die psychotherapeutische Bedarfsplanung, um Wartezeiten auf einen Behandlungsplatz, insbesondere für Kinder- und Jugendliche, aber auch in ländlichen und strukturschwachen Gebieten deutlich zu reduzieren. Wir verbessern die ambulante psychotherapeutische Versorgung insbesondere für Patienten mit schweren und komplexen Erkrankungen und stellen den Zugang zu ambulanten Komplexleistungen sicher. Die Kapazitäten bauen wir bedarfsgerecht, passgenau und stärker koordiniert aus. Im stationären Bereich sorgen wir für eine leitliniengerechte psychotherapeutische Versorgung und eine bedarfsgerechte Personalausstattung. Die psychiatrische Notfall- und Krisenversorgung bauen wir flächendeckend aus.“

Das muss baldmöglichst umgesetzt werden, denn: Jeder einzelne Tag Warten ist ein Tag zu viel! Kürzere Therapie-Wartezeiten retten Leben! 

In einer ersten analogen Unterschriftenaktion beim 6. Deutschen Patientenkongress Depression am 4. Juni 2022 in Frankfurt/Main haben bereits hunderte Menschen die Petition unterschrieben. Unter #22WochenWarten begleitet und unterstützt die Deutsche DepressionsLiga e.V. die Petition. 

avatar of the starter
Armin RöslPetitionsstarter*inBeruf: Journalist Ehrenamt: Stellvertretender Vorsitzender und Sprecher der Deutschen DepressionsLiga e.V.

Die Entscheidungsträger*innen

Kirsten Kappert-Gonther
MdB, B90/GRÜNE, stellv. Vorsitzende des Gesundheitsausschusses
Beantwortet
Sehr geehrter Herr Rösl, vielen herzlichen Dank für ihr Engagement zu Gunsten von Menschen mit depressiven Krisen und Erkrankungen! Durch die drei aktuellen Krisen - die Pandemie, der Angriffskrieg auf die Ukraine und der Klimawandel ist der Bedarf an psychosozialer Versorgung weiter gestiegen. Die aktuellen und auch zukünftigen gesteigerten Bedarfe müssen durch vielfältige Weise von unserem System aufgefangen werden. Trotz der Zuwächse von Niederlassungsmöglichkeiten in den letzten Jahren gibt es zum Teil unzumutbare Wartezeiten, vor allem in den ländlichen Gebieten. Wir werden den G-BA mit einer Reform der Bedarfsplanung für Psychotherapie beauftragen und uns dafür einsetzen, dass bestehende Angebote sektorenübergreifend besser vernetzt werden, so dass die Versorgung insbesondere für Kinder und Jugendliche und schwer psychisch kranke Menschen verbessert wird. Ich freue mich auf die persönliche Übergabe der Petition. Mit freundlichen Grüßen! Dr. Kirsten Kappert-Gonther, MdB
Karl Lauterbach
Bundesminister für Gesundheit
Olaf Scholz
Bundeskanzler

Neuigkeiten zur Petition