Petition update

Beweislastumkehr zum Schutz jedes Patienten!

Johanna Darka
Germany

Aug 3, 2019 — 

Darum kämpfe ich seit nunmehr zwanzig Jahren. Im Juni dieses Jahres  vor zwei Jahrzehnten passierte mir mein eigener, schwerwiegender Behandlungsfehler. 

Weil sich niemand vorstellen kann, wie verzweifelt die Lage eines Menschen und Patienten ist und dabei immer schlimmer und schlimmer wird, wenn man selbst oder ein Angehöriger einen ärztlichen Behandlungsfehler erlebt, habe ich in jahrelanger Arbeit mein Buch als Chronik eines Behandlungsfehlers geschrieben.

Mittlerweile wird es viel gelesen, hat mehr als 5.000 Facebook-Daumen erhalten und ich bekomme viel Anerkennung von Menschen, die es selbst getroffen hat, und von den übrigen LeserInnen.

Als das Buch gerade herausgekommen war, saß ich mit unserem jetzigen Gesundheitsminister Jens Spahn in einer Talkshow beim WDR. Er zeigte sich ziemlich fassungslos über meine Geschichte, meinte, mein Fall sei doch eigentlich juristisch ganz klar, das sei ein Verstoß gegen mein Recht auf ärztliche Aufklärung und meine Selbstbestimmung. Weil ich ja noch nicht einmal mit meiner Unterschrift in die ärztlichen Eingriffe eingewilligt hatte. 

Nur, Herr Gesundheitsminister, dass es da Haken und Ösen gibt, in denen die Unversehrtheit der Patienten - ein verbürgtes Menschenrecht in unserem Land - regelrecht juristisch verspielt und unter den Tisch fallen gelassen wird, um den betreffenden Medizinern einen übermächtigen Vorteil gegenüber dem medizinischen Laien und durch den Behandlungsfehler zugleich schwer Erkrankten zu verschaffen - damit wollten Sie sich schon damals und bis heute nicht auseinandersetzen. Eine Redakteurin übergab Ihnen im Anschluss an die Sendung mein Buch. Ich meldete mich eine Zeit danach bei Ihnen und erfuhr von Ihnen lapidar, nein, Sie hätten es nicht gelesen ...

Aber inzwischen werde ich mit meiner Forderung nach einer generellen Beweislastumkehr immer mehr wahrgenommen. Auch wenn sich leider kaum ein Journalist traut, zu mir Kontakt aufzunehmen, man könne sich juristisch vielleicht in irgendwelche Nesseln setzen ... Viele folgen meiner Forderung, auch Horst Glanzer mit seiner Petition, was sehr gut ist. Ich konnte keine Bundestagspetition starten, weil ich nur unter meinem Pseudonym auftrete. Horst Glanzer aber lebt versteckt, unauffindbar. 

Auch der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, fordert inzwischen häufiger mal eine Veränderung der Beweislast im sogenannten Patientenrechtegesetz. Auch dort war meine Forderung nur auf Ablehnung gestoßen, als ich anfangs versuchte, Kontakt aufzunehmen. Es bestand keinerlei Interesse an diesen wichtigen Fragen. Inzwischen heftet sich manch PolitikerIn meine Forderung ans Revers, weil man weiß, dass es hier ein brennendes Problem gibt.

Umso bedeutsamer ist meine Petition! 

Bitte unterzeichnet und verbreitet sie. Lasst uns gemeinsam für uns alle als Patienten einstehen. Denn jeder kann morgen von einem Behandlungsfehler betroffen sein. Deshalb muss aus dem Patientenrechtegesetz endlich ein brauchbarer Schutz des Patienten werden!

 

 

 


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