Mise à jour sur la pétitionPatientenrechte -
Beweislast bei Behandlungsfehlern muss bei dem verursachenden Arzt liegen!Film über einen spektakulären Fall eines Behandlungsfehlers

Johanna DarkaAllemagne

29 oct. 2016
Heute möchte ich Euch auf einen Film hinweisen, der jetzt die wahre Geschichte eines in Deutschland juristisch abgehandelten ärztlichen "Behandlungsfehlers" auf die Kinoleinwand bringt: "Im Namen meiner Tochter" mit der Starbesetzung durch die Schauspieler Daniel Auteuil (Vater) und Sebastian Koch (Arzt).
Dieser Film nimmt einen französisch-deutschen Fall über eine ärztliche Misshandlung - und in der Folge sogar Mord - an einem minderjährigen französischen Mädchen durch einen deutschen Arzt am Bodensee auf.
Der Vater des Mädchens, der Buchhalter André Bamberski, kämpfte dreißig Jahre lang, um vor deutschen Gerichten eine Anerkennung der Straftat und eine Verurteilung des Mediziners zu erreichen. Der Arzt war der neue Partner seiner von ihm getrennten Frau. Bei ihm hatte seine Tochter die Sommerferien verbracht.
Ein spektakulärer Fall einer Straftat eines Arztes, vor den sich die deutsche Justiz ganze drei Jahrzehnte lang mit Erfolg schützend stellte! Sogar, als sich andere junge Patientinnen gemeldet hatten und von sexuellem Missbrauch in seiner Praxis berichteten. Auch die von dem Gericht in Paris verlangte Auslieferung nach der dortigen Verurteilung des Arztes wurde von Deutschland verweigert.
Ich meine, diese Geschichte zeigt in aller Härte, was ich immer wieder kritisiere: die unzureichende Verfolgung von Medzinern durch die deutsche Justiz. Strafrechtliche Anzeigen werden leider in der Regel frühzeitig, ohne Aufklärung, seitens der Staatsanwaltschaften eingestellt. In den zivilrechtlichen Prozessen sind die Ärte durch das sogenannte "Patientenrechtegesetz" klar im Vorteil. Denn die gesamte Beweislast liegt auf den Schultern des Patienten, der Manipulation von Beweismaterial durch die Ärzte sind hierdurch alle Möglichkeiten eröffnet. Dies zeigt in aller Deutlichkeit der Fall Kalinka Bamberski.
Bislang sind die Zuschauerzahlen für diesen Film überschaubar. Anscheinend begreift noch immer die Mehrzahl der deutschen Zuschauer - und potenziellen Patienten! - nicht, was dies alles mit ihnen zu tun haben soll.
In Frankreich war die Resonanz und der Aufschrei über diesen spektakulären Misshandlungsfall durch einen Mediziner über Jahre sehr groß. Dort wurde der reale Arzt, Dr. Dieter Krombach, gleich zweimal - ein erstes Mal in Abwesenheit - zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt! Für einen zweiten Gerichtsprozess musste der Vater André Bamberski zum Kidnapping greifen. Denn: vor der deutschen Justiz gilt Dr. Krombach weiterhin als unschuldig!
André Bamberski ließ den Arzt kidnappen und vor einem französischen Gericht in Mulhouse ablegen. Eine Verzweiflungstat. Denn der Arzt Dr. Krombach konnte in Deutschland vor Gericht drei Jahrzehnte mit Erfolg behaupten, die vierzehnjährige, stets sportliche und gesunde, Kalinka sei "an einem Sonnenstich verstorben und die tödliche Spritze, die er ihr in der Nacht nach seinem Missbrauch verabreicht hatte, sollte nur gegen eine Allergie sein". Obwohl die Risiken der Spritze, ein schneller Tod, bekannt sind.
Bitte verbreitet meine Petition - unterzeichnet und teilt!
Mehr zu diesem Fall Kalinka könnt Ihr im Übrigen auch in meinem Blog nachlesen: "Ein Fall von ärztlicher Fehlbehandlung, der mir den Atem raubt"
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