Aggiornamento sulla petizionePatientenrechte - Beweislast bei Behandlungsfehlern muss bei dem verursachenden Arzt liegen!Erste Politikerin von ärztlichem Behandlungsfehler betroffen!
Johanna DarkaGermania
7 nov 2016
Die Lage der Betroffenen von ärztlichen Behandlungsfehlern ist schlimm, um nicht zu sagen skandalös, vor allem, weil sie gegen das, was mit ihnen und ihrem Leben angerichtet wird, vollkommen machtlos sind. Solange die Beweislast im sogenannten Patientenrechte-Gesetz weiter auf den Schultern der Betroffenen, den Erkrankten, liegt, können sie sich gegen die hierdurch begünstigten, kerngesunden Mediziner überhaupt nicht wirkungsvoll zur Wehr setzen und bekommen demgemäß auch kaum eine Entschädigung. Stattdessen verlieren sie durch die Länge von Verhandlungen, die Übermacht von Medizinern und deren Haftpflichtversicherungen jede Existenzgrundlage. Einkommen, Wohnung ... nahe Angehörige, alles kann dabei auf der Strecke bleiben, alles ist möglich. Wie machtlos die Betroffenen sind, kann man seit gestern auf der Facebook-Seite einer Grünen-Politikerin lesen. Martina Lammers, sie ist schwer krank, schreibt dort: "Ich erlebe nun sehr schmerzlich und erniedrigend, wie es ist, wenn ich als Patientin den behandelnden Chefarzt einer Klinik wegen eines Behandlungsfehlers, der weitreichende und lebensbedrohende Konsequenzen für mich hatte, auf Zahlung von Schmerzensgeld und Ausgleich für den entstandenen Schaden verklagen will. Patient*innen sind in einer ziemlich einsamen Position und Ärzte ihrerseits tun sich sehr schwer, Fehler einzugestehen und sich dafür zu verantworten. Man muss schon sehr stark sein, um das durchzuziehen und die Beweislast liegt bei den Patient*innen, die eigentlich ja kein Medizinstudium haben und sich für so eine Auseinandersetzung erst noch Rat holen und Wissen aneignen müssen. Verzögerung ist auch beliebt. Vielleicht stirbt die Patientin ja vor Abschluss des Verfahrens. Wenn ich in Amerika so behandelt worden wäre, hätte ich als Patientin eine Lobby. Ich würde Schadenersatz in Millionenhöhe erwarten können bei dem körperlichen und seelischen Schaden, den ich davon trage. Hier in Deutschland haben Patient*innen mit Behandlungsfehlern kaum eine Lobby. Das geht nicht. Sollte ich denn Anspruch durchsetzen können, wovon ich erstmal bei der Sachlage ausgehe, ist die zu erwartende Summe oft viel zu gering im Vergleich zu dem Schaden und den Langzeitfolgen. Wir Patient*innen brauchen eine Lobby, brauchen ernsthafte Entschädigungen und Beistand und Beratung." Ich setze mich seit Langem dafür ein, dass diese schlimme Situation endlich geändert wird! Bitte unterzeichnet und verbreitet diese Petition! Seit Langem plädiere ich auch für die Einrichtung eines Hilfsfonds für die Betroffenen. Bislang ohne von den Politikern erhört zu werden. Vielleicht ändert sich das jetzt. Ich habe mich mit Martina Lammers in Kontakt gesetzt. Wie Sie mir allerdings mitteilte, sei sie zu erschöpft und brauche Ruhe. Auch dies gehört mit zum Problem. Die Gesunden kümmern sich zu wenig um diese Fragen, die Kranken können es nicht. Ich kämpfe selbst und weiß auch nicht, woher ich die Kraft dazu nehmen soll. Übrigens hat Martina Lammers obigen Facebook-Post umgehend gelöscht, nachdem ich sie kontaktierte, um vielleicht mit ihr gemeinsam etwas für die PatientInnen zu bewegen. Soweit mir bekannt, konnte sie erreichen, dass ein Patientenbeauftragter in ihrem Bundesland Niedersachsen eingesetzt wurde. Um ihren persönlichen Behandlungsfehler-Fall kümmert sich wohl die Beamten-Beihilfe und die private Krankenkasse.
Copia il link
WhatsApp
Facebook
X
E-mail