Decision Maker

Jens Spahn

  • Bundesminister für Gesundheit

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Petitioning Jens Spahn

Corona-Krise: Gemeinsamer Aufruf von Pflegefachkräften an Jens Spahn!

Sehr geehrter Herr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn!Sehr geehrte Verantwortliche in den Ländern und Kommunen!Wir Pflegefachkräfte müssen mit Ihnen über die Corona-Krise reden!Es ist dieser Tage schon ein Trauerspiel. Noch letzte Woche wurden diejenigen, die eine Verschiebung von planbaren Operationen und eine Freiräumung von Klinikkapazitäten forderten, als Panikmacher gebrandmarkt. „Deutschland sei nicht Italien!“ oder „macht keine Panik!“ waren Nachrichten, die wir aus dem politischen Berlin erhielten.Inzwischen scheinen Sie, Herr Spahn, verstanden zu haben, dass Deutschland ganz schnell Italien sein kann und es absehbar auch sein wird.In Italien fehlten Intensivkapazitäten und Pflegekräfte, bei uns fehlt nur Letzteres. Einen Unterschied macht das jedoch nicht, denn selbst bei vorhandenen Kapazitäten an Betten und Technik, wer pflegt denn die Patienten auf den Intensivstationen, wer bedient die Maschinen?Es freut uns, dass Sie unsere Texte offensichtlich zur Kenntnis nehmen und sich zumindest partiell daran orientieren, denn die großen Player in der Pflege reagieren wie immer sehr zeitverzögert. Das ist bei einer Pandemie natürlich sehr gefährlich, denn Zeit ist hier Leben!Sie haben nun endlich verstanden, dass Pflegekräfte so rar sind, dass Sie begonnen haben, die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Kliniken anzuweisen, jetzt Rentner und Studenten ins Geschehen einzubeziehen und „anzulernen“.Wir freuen uns jetzt schon auf die Hochrisikogruppe an der Beatmungsmaschine hoch infektiöser Patienten. Eine unglaublich aussichtsreiche, durchdachte Maßnahme!Es sind zunächst einmal nicht Sie, der diese katastrophale Situation alleine zu verantworten hat, sondern ebenso Ihre Vorgänger. Aber wir Pflegekräfte (wertvolles Gut) hätten schon ein bisschen mehr Substanz in den letzten Jahren erwarten dürfen, als warme Worte, Merci-Schokolade, und Partys für die Funktionäre.Nein, Sie können sich nicht auf Tarifpartner, Kostenträger und uns Pflegekräfte herausreden, denn eines wird klarer denn je: Sie haben den Auftrag, die pflegerische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.Wir werden die Situation natürlich jetzt nicht retten, indem wir mit Ihren bekannten Werkzeugen (warme Worte, Merci-Schokolade…) weiterarbeiten, sondern nur dann wenn Sie jetzt ganz klare Versprechungen an die Pflege geben und diese auch umsetzen. Denn: Pflege(-fach)kräfte sind ein wertvolles Gut, dass es nun zu schützen und zu schätzen gilt! Schade, dass diese Wahrheit noch nicht bei allen durchgedrungen ist, ist (man hatte sich wohl an die devote Haltung der Pflege gewöhnt).Nur in diesem Kontext ist eine offensichtlich mit dem Sozialministerium Baden-Württemberg abgestimmte Mitteilung der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft e.V. zu verstehen, die gestern Abend an die Pflegeeinrichtungen in diesem Land ging: „Man bemühe sich Schutzmaterial zu besorgen, aber die Verteilung müsste organisiert werden und man wisse auch nicht, wann es überhaupt vorhanden ist, und falls keines mehr organisierbar ist, sollen wir einfach ohne Schutz weiterarbeiten“. Sie werden jetzt vielleicht verwundert sein, aber genau so geht es nicht!Diese Pandemie rollt seit Wochen absehbar auf uns zu! Zudem ist es nicht die erste, sich global ausbreitende Viruserkrankung. Da hätten wir schon ein bisschen mehr Vorbereitung in den Ministerien und Behörden erwartet.Kurz vor oben zitierter Mitteilung, kam noch ein Rundbrief des gleichen Ministeriums aus Baden-Württemberg über die Heimaufsichten, man hätte keine rechtliche Grundlagen für generelle Besuchsverbote in Pflegeeinrichtungen und verweise auf die unteren Behörden. Es drohen rechtliche Konsequenzen. In anderen Bundesländern wird es ganz einfach gemacht. Gelten dort etwa andere rechtlichen Grundlagen?Warum glauben Sie in den verantwortlichen Positionen eigentlich, dass wir Pflegekräfte auch die Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Bund, Land und Kommunen auf unserem Rücken zu tragen haben?Wir alle werden nun gemeinsam Prioritäten setzen müssen, aber nicht die Pflegekräfte alleine! Wir erwarten von Ihnen ganz konkret: Eine sofortige Organisation der Beschaffung von wirksamer Schutzmaterialien unter Einbezug aller Möglichkeiten. Im Notfall auch durch die Verstaatlichung von Herstellern und deren Zulieferern, um uns Pflegekräfte zu schützen! (Bitte Schutzkleidung, die wir brauchen und die zugelassen ist!) Nein, es ist nicht wertschätzend, Kanonenfutter zu sein! Ein sofortiges Aussetzung aller Prüfungen in den Pflegeeinrichtungen dieses Landes. Erstens ist das eine mögliche Infektionsquelle und zweitens muss alles vermieden werden, was in dieser Krisensituation zusätzlich Arbeitszeit der Pflegekräfte in Anspruch nimmt, die bei der Pflege der Patienten dann fehlt. Mobilisierung aller Pflegefachkräfte aus diesen Prüfbehörden für einen Einsatz in der Praxis. Jetzt sofort eine verlässliche Zusage über eine kräftige staatlich finanzierte Lohnzulage für alle, die dieser Situation standhalten, die ihre Kinder in Notbetreuungsgruppen bringen, Überstunden machen, Pausenzeiten nicht nehmen können, Ruhezeiten nicht einhalten können. Eine sofortige Zusage über deutliche Lohnsteigerungen für Pflegefachkräfte, die bei einem Einstiegsgehalt von 4.000 Euro liegen muss. Die Refinanzierung können Sie sich für die Zeit nach dieser Krise aufheben. Wir warnen Sie eindringlich! Ohne diese Maßnahmen, werden die Beatmungsmaschinen bald nutzlos herumstehen, weil niemand mehr da sein wird, der sie bedient!Handeln Sie jetzt, Herr Spahn!

Paul-David Deike, Eva Ohlerth, Marcus Jogerst-Ratzka, Yvonne Falckner
470,751 supporters
Petitioning Jens Spahn

Herr Spahn, leben Sie für einen Monat vom HartzIV-Grundregelsatz!

„HartzIV bedeutet nicht Armut“, mit dieser respektlosen und verletzenden Aussage hat CDU-Politiker Jens Spahn am Wochenende Schlagzeilen gemacht. Dieser Satz tat mir weh. Mein Name ist Sandra, ich bin 40 Jahre alt, wohne in Baden-Württemberg und habe einen zehnjährigen Sohn. Leider bin auch ich Empfängerin von Sozialleistungen – sprich Hartz IV. Dies öffentlich zuzugeben, fällt mir nicht leicht. Doch der Wille, die Aussagen von Jens Spahn nicht einfach vorüberziehen zu lassen, ist stärker als die Scham. Denn mit seinen Aussagen verstärkt Herr Spahn das Bild, das viele Menschen von Menschen wie mir haben: „Das sind doch Schmarotzer!“, „Die leben von meinen Steuergeldern!“, „Die soll doch einfach arbeiten gehen!“Jens Spahns Aussagen zeugen nicht nur von Unkenntnis. Sie entlarven, wie weit Herr Spahn sich von meiner Realität und der von Millionen Deutschen entfernt hat. Deshalb lade ich Sie ein, Herr Spahn: Meistern Sie für einen Monat Ihren Alltag zum HartzIV-Grundregelsatz von 416,00 EUR im Monat. Ich erhalte vom Jobcenter im Monat 950 EUR plus Kindergeld i.H. von 194 EUR. Davon zahle ich selbst Miete, Strom und Gas – rund 620 EUR. Dazu kommen die Kosten für Telefon, Medikamentenzuzahlungen, Essensgeld und Ausflüge im Hort meines Sohnes. Für Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Fahrtkosten bleiben mir in guten Monaten 350 bis 400 EUR. An Freizeitgestaltung, Hobbies, Freunde treffen, Kino, Urlaub oder Restaurantbesuche mag ich gar nicht erst denken. Es ist unglaublich hart.Vielleicht verhungere ich nicht, aber wehe meine Waschmaschine geht kaputt oder eine Klassenfahrt steht an. Dann wird es richtig eng. Zudem teile ich mir das Sorgerecht mit dem Kindsvater, das heißt ich bin zur Hälfte alleinerziehend. Insgesamt bleiben mir rund 10 EUR am Tag zum Leben für mich und meinen Sohn. Das bedeutet finanzielle Armut. Deshalb fordern wir Sie auf: Zeigen Sie uns für nur einen Monat, wie Sie auf Basis des HartzIV-Grundregelsatzes Ihren Alltag meistern. Dann gehen wir beide einen Kaffee trinken und unterhalten uns noch einmal darüber, was Armut bedeutet.

Sandra Schlensog
218,159 supporters
Petitioning Jens Spahn, Bundesministerium für Gesundheit, Bärbel Bas

Lasst Pflegebedürftigen ihr Zuhause! Stoppt das Intensivpflegestärkungsgesetz

Die Bundesregierung plant, Menschen, die mit Beatmung in ihrer eigenen Wohnung leben, grundsätzlich in Heime zu verlegen. Wir sagen Nein! und fordern Wahlmöglichkeiten für Betroffene, wo sie leben und gepflegt werden wollen. Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, legt mit dem Gesetzesentwurf für ein Reha- und Intensivpflegestärkungsgesetz einen Vorschlag auf den Tisch, der die häusliche Krankenpflege beschneiden soll. Die häusliche Krankenpflege ermöglicht es pflegebedürftigen Patienten, vor allem aber auch behinderten Menschen die auf eine dauerhafte Beatmung angewiesen sind, ambulant und damit in den eigenen vier Wänden zu leben. Mit dem nun vorgestellten Gesetzesentwurf soll hingegen die stationäre Unterbringung in speziellen Einrichtungen für alle “Versicherte mit einem besonders hohen Bedarf an medizinischer Behandlungspflege” zur Regel werden. Das heißt konkret: Viele behinderte Menschen werden gegen ihren Willen in vollstationäre Heime oder spezielle Beatmungs-Einheiten verbracht. Einen Bestandsschutz gibt es nicht. Ausgenommen von dieser Regel sind nur Kinder und Jugendliche, die bei ihren Eltern und ihrem Zuhause bleiben dürfen. Alle anderen können nur dann in der eigenen Wohnung bleiben, wenn eine andere Unterbringung schlicht unmöglich oder für sie unzumutbar ist. Die vergangenen Gesetze der Bundesregierung hatten ähnliche Regelungen bezüglich der Unterbringung von behinderten Menschen enthalten und führten zu Willkürentscheidungen der Sachbearbeiter, die über die Zumutbarkeit zu entscheiden haben.  Zudem steht zu befürchten, dass viele Betroffene zukünftig so lange wie möglich eine Beatmung hinausschieben aus Angst, ihr ambulantes, selbstständiges Leben aufgeben zu müssen. Für einige Krankheitsbilder kann dies verheerend sein.Inge Herrmann, ALS Betroffene, schreibt: “Für mich bedeutet so eine Gesetzesänderung, falls sie wirksam wird, dass ich mich gegen eine Beatmung entscheide. Ich verspreche ihnen, ich werde lieber laut sterben als still und leise im Pflegeheim dahinzusiechen." Der vorliegende Gesetzentwurf ist ein Skandal. Er missachtet die Würde von Menschen, dringt in ihren Alltag ein und diskriminiert sie. Vordergründig möchte das Gesetz die Qualität der Versorgung verbessern. In Wirklichkeit geht es aber um Kostensenkungen, wie die Gesetzesbegründung selbst sagt. Das erkennt man schon dadurch, dass die beabsichtigte Regelung völlig ungeeignet zur Erreichung des angeblichen Gesetzesziels ist: Gegen Betrug durch Abrechnungen in so genannten Beatmung-WGs gibt es Strafgesetze, die konsequent angewendet werden müssen. Gegebenenfalls müssen hier Kontrollmechanismen etabliert werden. Es kommt auch keiner auf die Idee, Frauen in spezielle Einrichtungen zu bringen um sie vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Auch das zweite vorgeschobene Gesetzesziel erfordert keinen Heimzwang: soweit eine Beatmungsentwöhnung möglich ist, werden die Betroffenen glücklich sein, wenn hierfür Maßnahmen zur Verbesserung der Rehabilitation ergriffen werden. Warum Personen mit degenerativen Erkrankungen, die niemals entwöhnt werden können, deshalb ihr Leben in einem Heim verbringen sollen, erschließt sich nicht.Miriam, Angehörige eines ALS-Patienten, schreibt: "Nachdem mein Mann sich für die Zukunft mit invasiver Beatmung entschieden hat, haben wir noch einmal all unsere Kraft zusammengenommen und unser Leben auf den Kopf gestellt. Wir haben uns ein neues Heim geschaffen, zugeschnitten auf die Bedürfnisse meines Mannes. Wir haben einen tollen Pflegedienst gefunden und fühlten uns wahrlich organisiert. Bis Sie ins Spiel kamen!"  STOPPEN SIE JENS SPAHN! Retten Sie das selbstständige Leben tausender behinderter Menschen!------------------------------ Weitere Infos: intensivpflege.abilitywatch.de FAQ zum RISG Unterstützende Vereine: ALS-mobil e.V. AbilityWatch e.V. Akse e.V. Chance zum Leben ALS e.V. ForseA e.V. Alle Lieben Schmidt e.V. Sozialhelden e.V. Diagnose ALS was nun e.V. Netzwerk Artikel 3 e.V. niemALS aufgeben e.V. nitsa e.V. ALS - der Wunsch zu Leben e.V. Rhein-Main Inklusiv e.V. LIGA Selbstvertretung e.V. Mobil mit Behinderung e.V. Allgemeine Behindertenverband in Deutschland e.V. Mobile - Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V. Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. - ISL Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. - DGM SMA Deutschland e.V. Deutsche Muskelstiftung Verein zur Förderung Behinderter fab e.V. Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V.Selbstbestimmt leben in Nordhessen – SliN e.V. SHG Glykogenose Deutschland e.V. bbe e. V. – Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern Patientenstimme SMA INTENSIVkinder zuhause e.V. Bundesverband Poliomyelitis e.V. ALS-HILFE BAYERN e.V.

ALS-mobil e.V.
214,879 supporters
Petitioning Angela Merkel (CDU), Jens Spahn

Gemeinsam für die Wiedereröffnung der Fitnessstudios - denn Gesundheit braucht Fitness!

  Unser Anliegen Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrter Herr Spahn, bitte regen Sie an, dass der Bundestag und insbesondere die Bundesregierung das Training im Fitnessstudio umgehend nach dem Abflauen der derzeitigen Infektionswelle wieder ermöglichen, damit wir unsere mentale und körperliche Gesundheit stärken können. In Zeiten des Corona-Virus sind Fitnessstudios Teil der Lösung, nicht Teil des Problems! Begründung Wir nehmen die Corona-Pandemie und deren Folgen sehr ernst. Die Monate nach dem ersten Lockdown haben bewiesen, dass dank verantwortungsvoller Hygiene- und Belüftungskonzepte in Fitnessstudios ein sicheres Training auch während der Pandemie möglich ist. Fitnessstudios sind grundsätzlich keine Orte der Ansteckung! Wir haben aber die Sorge, dass wir an dem Corona-Virus aufgrund von Kontakten an anderen Orten, wie z. B. am Arbeitsplatz, eher erkranken könnten, weil unsere Abwehrkräfte sich ohne das regelmäßige Training immer weiter verschlechtern. Die positiven Effekte eines regelmäßigen Fitnesstrainings sind von unschätzbarem Wert – sowohl was die körperliche als auch die mentale Gesundheit angeht. Beides ist in der aktuellen Krisensituation wichtiger denn je. Wir haben zuhause weder die räumlichen oder technischen Möglichkeiten, noch die fachliche Unterstützung, um unser Training im notwendigen Umfang aufrechterhalten zu können. Das Training in öffentlichen Grünanlagen ist gerade in der kalten, dunklen Jahreszeit keine Alternative. Nur im Fitnessstudio finden wir alle optimalen und sicheren Trainingsbedingungen. Wir wehren uns auch dagegen, dass unser Training als „Freizeitbeschäftigung“ herabgewürdigt wird. Fitnesstraining zur gezielten Förderung der Gesundheit ist eine sehr verantwortungsbewusste Lebensweise, die mehr Respekt verdient. Wir möchten für unsere Gesundheit selber vorsorgen können – und das geht nur mit geöffneten Fitnessstudios. Da wir gesund bleiben möchten, werden wir auch darauf achten, dass alle Hygiene- und Abstandsregelungen strikt eingehalten werden. Dafür bitten wir Sie um Ihre Unterstützung! Hier finden Sie die UN-Resolution und Studien zum Thema Bedeutung von Sport und Fitness in der Covid-19-Pandemie: www.gesundheitbrauchtfitness.de https://www.olympic.org/news/ioc-welcomes-un-resolution-recognising-positive-impact-of-sport-for-covid-19-recovery  

"Gesundheit braucht Fitness"
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Victory
Petitioning Jens Spahn

Verbot von Conversion Therapy („Homo-Heilung“) in Deutschland - JETZT!

(Bildbeschreibung im Sinne der Barrierefreiheit: Mann sitzt auf einem Sofa und hält die Hand vors Gesicht. Im Hintergrund sind die Regenbogenfarben. In der Mitte der Text: VERBOT VON "HOMO-HEILUNG" IN DEUTSCHLAND) English | German #HomoBrauchtKeineHeilung   Die Conversion Therapy, auch „Homo-Heilung" genannt, ist eine menschenverachtende „Therapieform“ bei der Homosexuelle „heterosexuell gemacht werden sollen“.  Als ich mich mit 17 geoutet habe, wusste ich schon lange, dass ich mich eher zu Männern als zu Frauen hingezogen fühle. Der Prozess zu sagen, „Mama oder Papa, ich bin schwul.“ hat drei Jahre gedauert. Ich bin sehr dankbar, dass meine Familie und Freunde mich unterstützen und mein Outing zum größten Teil positiv aufgenommen haben. Doch eine Vielzahl der Outings verläuft nicht so harmonisch, viele werden von ihren Eltern verstoßen, Kontakte zu Freunden brechen ab, der Boden unter den Füßen wird weggezogen. Noch schlimmer wird es jedoch dann, wenn Eltern ihre Kinder sogenannten „Homo-Heilern“ anvertrauen, die vorgeben Kinder und Jugendliche von der Homosexualität heilen zu können, sie „normal“ zu machen. Die Methoden dazu sind vielfältig und hinterlassen bei den Betroffenen z.T. lebenslange schwere geistige und körperliche Schäden, die sich irreversibel und unabdingbar auf die Zukunft der Betroffenen auswirken. Laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung, Panorama, Tagesspiegel, Zeit und Bento reichen die Methoden von Nackttänzen zu Trommelschlägen und eiskalten Duschen bis hin zu Gesprächstherapien in denen den „Betroffenen“ verdeutlicht werden soll, dass ihre sexuelle Orientierung falsch sei. In extremsten Fällen werden den „Patienten“ Videos von homosexuellen Handlungen gezeigt, wobei ihnen körperliche Schmerzen zugefügt werden. Dadurch soll die eigene Homosexualität mit Schmerzen in Verbindung gebracht werden. Es ist Zeit, dem ein Ende zu bereiten. Die in Fachkreisen Reparativ- oder Reorientierungstherapie genannte „Therapieform“ ist in der Europäischen Union bisher nur in Malta und in einigen Regionen Spaniens verboten. Die Deutsche Bundesregierung hat noch im März 2017 das Verbot abgelehnt. Die Deutsche Bundesärztekammer sowie der 117. Deutsche Ärztetag, sowie eine Vielzahl von Mediziner*innen und Expert*innen verurteilen diese Therapieform jedoch bereits seit Jahren. Wir fordern den zuständigen Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn (CDU) und die zuständige Bundesministerin für Recht und Verbraucherschutz, Katharina Barley (SPD) und jede Abgeordnete und jeden Abgeordneten im Deutschen Bundestag dazu auf, sich gegen diese Form der seelischen und psychischen Körperverletzung in Form der sogenannten „Homo-Heilung“ einzusetzen! In einem toleranten, progressiven Land wie Deutschland, sollte diese Praxis weder ausgeübt werden noch erlaubt sein! Zusammen setzen wir dem ein Ende!Nicht nur in Deutschland ist die Conversion Therapy noch immer erlaubt. Auch in anderen Ländern formt sich Protest gegen die unmenschliche Praxis. Zusammen können wir eine globale Bewegung starten:  Kanada Frankreich USA   Quellen:  Beschluss 117. Deutscher Ärztetag (Düsseldorf/2014) zur "Konversions-" bzw. "reparative" Verfahren bei Homosexualität (Seite 275) Beschlüsse der 64. Generalversammlung des Weltärztebundes vom 16. – 19. Oktober 2013 im brasilianischen Fortaleza zur "Konversionstherapie" Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen zur "Konversionstherapie" und Antwort der Bundesregierung (2017)   Presseberichte zum Thema:  Bento Panorama FAZ Tagesspiegel Vice Zeit

Lucas Hawrylak
131,784 supporters
Petitioning Jens Spahn

Mensch vor Profit: Ökonomisierung an deutschen Krankenhäusern abschaffen!

Jeder wird irgendwann in seinem Leben Patient sein. Dann sind wir auf Ärzte angewiesen, die ihr medizinisches Können nicht hinter dem Gewinngedanken anstellen. Das passiert leider täglich an deutschen Kliniken. Leidtragende der Ökonomisierung an deutschen Krankenhäusern sind alle Patienten, an denen man nicht viel verdienen kann. Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, den im stern erschienenen Ärzte-Appell zu unterstützen, der für Furore sorgt. 36 ärztliche Organisationen und mehr als 1500 Ärzte haben ihn schon unterzeichnet. Er richtet sich „gegen das Diktat der Ökonomie an deutschen Krankenhäusern“ und geht uns alle an. Schließen Sie sich an, indem Sie hier auf Change.org meine Petition unterschreiben!  Ich weiß, wovon ich rede. Mein Name ist Ludwig Hammel, ich leide an einer rheumatischen Erkrankung, so wie 1,5 Millionen andere Patienten in Deutschland. Meine Krankheit heißt Morbus Bechterew, sie befällt vor allem die Wirbelsäule und führt unbehandelt dazu, dass diese komplett versteift. Morbus Bechterew ist schwer zu diagnostizieren, weil die ersten Symptome unspezifisch sind. Ich litt sieben Jahre unter starken Rückenschmerzen im tiefen Lendenbereich und irrte von Arzt zu Arzt, bis ich endlich bei einem Rheumatologen landete, der die Diagnose sofort stellte. Ein Röntgenbild, Labor ein paar Funktionsteste reichten dafür. Ich war Leistungssportler, Ski- und Surflehrer, konnte aber wegen der Schmerzen keinen Sport mehr ausüben. Meine Krankheit war weit fortgeschritten, als die Diagnose endlich stand. Je früher aber rheumatologische Krankheiten diagnostiziert werden, desto weniger Spätfolgen erleiden die Betroffenen. Durch den hohen ökonomischen Druck hat sich die Situation für alle Patienten verschlechtert. Ich weiß das, weil ich seit 31 Jahren in der Patientenselbsthilfe tätig bin und mir täglich am Telefon neue Schauergeschichten meiner Schicksalsgenossen anhöre. Morbus-Bechterew-Kranke irren durchschnittlich zehn Jahre von Arzt zu Arzt, bis die Diagnose steht. Viele werden wegen „Bandscheibenvorfall“ unnötig operiert. Warum? Weil damit viel Geld zu verdienen ist. Denn das Fallpauschalensystem, nach dem alle Krankenhausbehandlungen abgerechnet werden, belohnt jegliche Form von Aktionismus. Auch unnötige Operationen und Behandlungen. Das aber, was wir wirklich brauchen, bringt Kliniken kein Geld: Zeit für das ärztliche Gespräch und die nötigen Untersuchungen. Zeit, die Ärzte brauchen, um wie Detektive nach der richtigen Diagnose zu fahnden. Medikamentöse Therapie, Krankengymnastik und viel Bewegung.  Deshalb unterstütze ich als Patient den Ärzte-Appell im stern von ganzem Herzen und habe diese Petition gestartet, um allen Patienten die Möglichkeit zu geben sich den Forderungen anzuschließen.  Ich fordere den Gesundheitsminister Jens Spahn auf, die drei zentralen Forderungen des Ärzte-Appells im stern zu erfüllen: Beenden Sie die ökonomisch gesteuerte gefährliche Übertherapie (= die Verordnung unnötiger medizinischer Behandlungsmaßnahmen) sowie Unterversorgung von Patienten. Schaffen Sie das Abrechnungssystem nach „Fallpauschalen“ mit seinen vielen Fehlanreizen ab, die dazu führen, dass wir Patienten nicht die notwendige Diagnostik und Therapie bekommen, sondern oft nur das, was sich fürs Krankenhaus am besten rechnet. Oder reformieren Sie dieses System grundlegend. Sorgen Sie dafür, dass es überall in Deutschland leistungsfähige Krankenhäuser gibt, die einen hohen Versorgungsstandard für Patienten sicherstellen. Und zwar auch für Patienten mit chronischen Krankheiten wie mich, deren Behandlung keine hohen Gewinnmargen verspricht. Die von mir geschilderte Über- bzw. Unterversorgung ist mir auch bei anderen chronischen Krankheiten wie z.B. Diabetes, Multiple Sklerose, Psoriasis, Asthma oder Morbus Crohn bekannt. Und selbstverständlich gibt es auch Ärzte, leider zu wenige, die sich die nötige Zeit und Zuwendung für den Patienten nehmen. Dennoch: Es muss sich jetzt was ändern! Hinter mir weiß ich die 15.000 Mitglieder der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V. Das ist ein Anfang, wir gehen voran. Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Selbsthilfeverbände, liebe Bürgerinnen und Bürger, folgt unserem Beispiel und unterschreibt meine Petition!  Den Original-Ärzteappell finden Sie hier. Der Ärzteappell wird bislang unterstützt von: Adipositaschirurgie-Selbsthilfe Deutschland e.V. (AcSD) Adipositas Verband Deutschland e.V.  Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) Arbeitskreis der Chefärzte der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie an Allgemeinkrankenhäusern (ACKPA) Arbeitsgemeinschaft leitender gastroenterologischer Krankenhausärzte e.V. (Der Vorstand) Attac – AG Soziale Sicherungssysteme Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V.  Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (Präsidium) Berufsverband Deutscher Neuroradiologen e.V.  Bezirksärztekammer Nordbaden (Vorstand) Bezirksärztekammer Südwürttemberg (Vorstand) Bundesdirektorenkonferenz als Verband der Leitenden Ärztinnen und Ärzte der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie (BDK) e.V. Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. (BAO) Bundesvertretung der Medizinstudierenden Deutschland (BVMD) Deutsche Adipositas-Gesellschaft Deutscher Ärztinnenbund e.V. (DÄB) Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V. (DDG) Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi) Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin (DGIIN) Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DGKJ) Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie e.V.  Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Rehabilitation und Prävention e.V. (DGPRP) Deutsche Gesellschaft für Patientenwürde e.V. Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktivenund Ästhetischen Chirurgen (DGPRäC) Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN) Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V. (DGSP) Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall und Akutmedizin e.V. (DGINA) Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI, Präsidium)     Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB) Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (DNEbM) Deutsche Schlaganfallgesellschaft (DSG) diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe Förderverein Existenzielle Psychotherapie (FVEP) Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland e.V. (GAÄD) German Brain Council e.V. German Society of Residents in Urology (GeSRU) Konvent der Krankenhaus-, Kur- und Reha-Seelsorgenden der Evangelischen Landeskirche in Württemberg Landesärztekammern Berlin Landesärztekammer Westfalen-Lippe Landesärztekammer Niedersachsen Landesärztekammer Hamburg (Vorstand) Landesärztekammer Mecklenburg-Vorpommern Liste Junge Ärztinnen & Ärzte (Ärztekammer Nordrhein) Marburger Bund, Landesverband Hamburg Marburger Bund, Landesverband Niedersachsen Marburger Bund, Landesverband Schleswig-Holstein Mezis e. V. – Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte Stiftung Kindergesundheit Thure von Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM) Verband der niedergelassenen Diabetologen Niedersachsens e.V. Verein der Demokratischen Ärztinnen und Ärzte (VDÄÄ) Verein #twankenhaus Mindestens 2000 Ärztinnen und Ärzte, die den Appell namentlich untergezeichnet haben.

Ludwig Hammel
126,586 supporters
Petitioning Verhandlungskommission der Gewerkschaft Ver​.​Di, Frank Werneke, Jens Spahn, Christine Behle, Sylvia Bühler, Hubertus Heil, Katharina Geuking, Kathrin Vogler

Krank Kränker Krankenhaus – MENSCHENwürdige Arbeitsbedingungen für Pfleger*innen, jetzt!

Die Coronakrise zeigt uns tagtäglich, wie sehr wir im Gesundheitssystem an den Grenzen des Möglichen arbeiten – und darüber hinaus. Spätestens jetzt sollte jedem Menschen klargeworden sein, dass wir Pfleger*innen mehr verdienen als gut gemeintes Applaudieren. Kliniken werden zunehmend auf Profit getrimmt. Die jahrelange "Kaputt"-Sparpolitik der Bundesregierung hat neben zahlreichen Insolvenzen vor allem Krankenhäuser geschaffen, in denen kaum noch jemand arbeiten, geschweige denn als Patient*in behandelt werden möchte. So kann es nicht weitergehen! Wir fordern MENSCHENwürdige Arbeitsbedingungen sowie eine flächendeckende einheitliche und deutliche Gehaltserhöhung für Pfleger*innen!   Wir, das sind Joanne, Annika, Marcel, Peter und Michael. Seit Jahren sind wir in der Pflege tätig. Für uns ist es normal geworden, keine Pause und massenhaft Überstunden zu machen, den Ausfall unserer Kolleg*innen zu kompensieren sowie gering entlohnt und wertgeschätzt zu werden. Wir haben prekäre Verhältnisse in den Kliniken! In diesem Jahr gibt es endlich eine Chance für Veränderung: Im September diesen Jahres werden Tarifverhandlungen für die Pflegeberufe stattfinden! Daher appellieren wir eindringlich an die Verhandlungskommission der Ver.Di, im September 2021 im Interesse aller Beteiligten (auch der Patient*innen) MENSCHENwürdige Arbeitsbedingungen und eine unserer Leistung entsprechende Entlohnung auszuhandeln! Die letzten Tarifverhandlungen (zum TVöD und TV-L) haben gezeigt, dass die Verantwortlichen der Bundesregierung sowie der Länder noch immer nicht verstanden haben, dass ein Systemwechsel im Gesundheitswesen - angelehnt an das Konzept der öffentlichen Daseinsvorsorge (↗) - unumgänglich ist. Da sich die Bundesregierung, insbesondere Gesundheitsminister Jens Spahn, als Meister darin erweist, ressorteigene Probleme diplomatisch zu zerreden, wenden wir uns direkt an unsere gewerkschaftliche Arbeitnehmer-Vertretung, die Ver.Di, unsere Forderungen bei den kommenden Tarifverhandlungen konsequent zu vertreten. Unsere konkreten Forderungen für die kommenden Tarifverhandlungen (Sept. 2021) für den TV-L (Tarifvertrag Länder) sind… Flächendeckend signifikante Gehaltserhöhung für Krankenpflege und Altenpflege um 33%  (*↘) Entsprechende Nachverhandlung aller Tarifverträge wie des TVöD (öffentlicher Dienst) Entlastung der Krankenhäuser: Sämtliche (auch bestehende) Personalkosten müssen über das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz zu 100% von Bund/ Ländern refinanziert werden  (*↘) Aufstocken des Pflegepersonals gemessen am tatsächlichen Bedarf, mindestens im Verhältnis 1:5  (*↘) Erhöhen des Zuschlags für Nachtdienste auf 50% Tarifverträge über maximal 2 Jahre 100%iger Angleich Ostlöhne an Westlöhne Ratifizierung der Ergebnisse der Verhandlungen über Befragung der Basis (*↘ Details zu den Forderungen findet ihr weiter unten in der Petition) Laut Gesundheitssystemforscher Prof. Dr. Michael Simon fehlen in deutschen Allgemeinkrankenhäusern aktuell gut 100.000 Vollzeitstellen für Pfleger*innen (↗) – ein Trend, der sich ungebremst fortsetzt, wenn jetzt nicht gehandelt wird! (↗).   Rahmenbedingungen wie chronische Unterbesetzung und zunehmende Arbeitsdichte führen zu wachsender Unzufriedenheit und psychischer/ physischer Dauerbelastung bis hin zum Burnout. Immer mehr Pfleger*innen kehren ihrem Beruf den Rücken zu. Durch die anhaltende Corona-Pandemie habe sich die bestehenden Probleme noch massiv verschärft! Es muss deutlich spürbare Veränderungen geben. Und zwar jetzt! Wir bitten euch, unsere Petition mit allen Freund*innen und Bekannten zu teilen – insbesondere mit allen, die ihr aus der Pflege kennt. Helft uns bei der Verbreitung über sämtliche Social-Media-Kanäle wie WhatsApp↗, Facebook↗, E-Mail↗, Instagram, Twitter↗...  (#KrankKraenkerKrankenhaus #Pflege #Gesundheit #Pflegepetition)   Joanne, Annika, Marcel, Peter & Michael   ______________   Was hat zur chronischen Unterbesetzung und Pflegenotstand geführt? Seit 2003 erfolgt die Abrechnung der Krankenhauskosten über an Diagnosen geknüpfte Fallpauschalen. Ziel des Ganzen: Begrenzung und Kontrolle der Gesamtausgaben für Krankenhausbehandlungen (↗). Kliniken wurden zunehmend auf Rentabilität und Profit getrimmt. Um Kosten einzusparen, wurden bis 2018 massiv Pflegestellen abgebaut. Eine tiefgreifende Gesundheitsreform basierend auf dem Konzept der öffentlichen Daseinsvorsorge (↗) muss her.   Wieso reichen der Pflege bisherige Lohnerhöhungen nicht annähernd? Bei der letzten Tarifverhandlung zum TV-L (2019) hat die Ver.Di Gehaltserhöhungen um die 3% ausverhandelt (↗). Wenn jedoch die jeweilige Inflationsrate sowie die erhöhte Steuerabgabe (↗) berücksichtigt werden, bleibt einer Pflegekraft von der Gehaltserhöhung real so gut wie nichts übrig.   Warum fordern wir 33% mehr Gehalt? Über einen hohen Verhandlungs-Anker wollen wir direkt klarmachen, dass Ergebnisse wie die aus vergangenen Tarifverhandlungen längst nicht mehr zeitgemäß sind. Die professionelle Pflege heutzutage erfolgt evidenzbasiert, aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung fließen kontinuierlich in die pflegerische Praxis ein. Dies ermöglicht eine ganzheitliche auf das Individuum abgestimmte ressourcenfördernde Pflege. Die Pflege interagiert mittlerweile auf Augenhöhe mit den anderen Professionen des Gesundheitssystems wie der Medizin. "4000€ Einstiegsgehalt für Pflegekräfte" fordern Organisationen wie der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (↗) und der Pflegerat (↗). Das derzeitige Einstiegsgehalt für eine Pflegekraft im öffentlichen Dienst beträgt ca. 2600-2900€ (↗, ↗). Unsere Forderung von 33% mehr Gehalt liegt somit knapp unter der des DBfK. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung (↗, ↗) hat die Lohneinkommensentwicklung aller Branchen bis 2025 untersucht. Laut Studie profitieren kapitalintensive Branchen mit hoher Produktivitätsdynamik auch zukünftig von überdurchschnittlichem Lohnzuwachs, während Berufe im Gesundheitswesen wegen geringen Produktivitätssteigerungspotentials auch weiterhin deutlich unterdurchschnittlich bezahlt würden. Wir sind der Ansicht, dass für Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen nicht dieselben marktwirtschaftlichen Maßstäbe gesetzt werden dürfen wie für Brachen aus der freien Wirtschaft. Des Weiteren entspricht die aktuelle Entlohnung schon lange nicht mehr dem derzeitig erreichten Leistungsniveau in der Pflege. Die Pflege wird deutlich unterbezahlt – und das schon seit Jahren. Daher fordern wir jetzt eine deutliche der Leistung und Verantwortung entsprechende Entlohnung von 33% mehr Gehalt. Was sollte eine examinierte Pflegekraft eigentlich verdienen (↗). In der Schweiz beispielsweise liegt der Bruttojahresverdienst um 33% höher als in Deutschland. Die beiden Länder scheinen auf den ersten Blick nicht vergleichbar. Jedoch: Den in der Schweiz vorliegenden hohen Lebenshaltungskosten steht eine erheblich geringere Belastung über Steuern und Sozialabgaben (↗) entgegen. Zudem betreut eine Pfleger*in in der Schweiz mit 7.9 etwa halb so viele Patient*innen wie eine Pfleger*in in Deutschland (↗). Unsere Forderung nach 33% mehr Gehalt wäre somit angemessen. In der Vergangenheit ausverhandelte Lohnsteigerungen werden durch die Inflationsrate und den erhöhten Steuersatz so gut wie geschluckt (↗). Daher fordern wir für die kommenden Tarifverhandlungen eine signifikante und nachhaltig wirksame Lohnsteigerung von 33%.   Pflegeschlüssel entsprechend tatsächlichem Bedarf In einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung (↗, ↗) zeigen die Wissenschaftler*innen Prof. Dr. Michael Simon und Sandra Mehmecke, dass gesetzlich festgelegte Mindestschlüssel die Qualität der Arbeitsbedingungen sowie die Pflegequalität und Patientengesundheit positiv beeinflussen. Während Deutschland über eine Nurse-to-Patient-Ratio (NtPR, Pflegeschlüssel) von 1:13 (13 Patient*innen pro Pflegekraft) für dauerhaft belastende Arbeitsbedingungen sorgt, zeigen Vorbilder wie die USA mit einer NtPR von 1:5.3, wie es optimalerweise in der Pflege aussehen sollte. Wir fordern daher eine NtPR von 1:5, angelehnt an das Vorbild USA.   Stereotypes La­men­tie­ren: Bund und Länder haben kein Geld! Sämtliche (auch bestehende) Personalkosten würden über das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (↗) vom Bund refinanziert. Das dürfte trotz Coronakrise absolut kein Problem sein. Während der Bund die letzten Jahre massiv beim Gesundheitshaushalt gespart (↗) hat, schmeißt er das Geld an anderer Stelle mit vollen Händen aus dem Fenster: Über Steueroasen, Minderbesteuerung von lobbystarken Großkonzernen, Schwarzarbeit, die Bankenkrise sowie hausgemachte Misswirtschaft (Maut, Berliner Flughafen…) entgehen dem Bund jährlich Milliarden (↗, ↗). Würde die Bundesregierung ihre Hausarbeiten machen und das Hauptaugenmerk einmal auf ihre eigentliche Klientel, die Bundesbürger*in, richten, würde die feststellen, dass ausreichend Geld da ist!     ______________ Foto: drobotdean - de.freepik.com

Michael G., Annika H., Peter J., Joanne W., Marcel K.
116,539 supporters
Petitioning Jens Spahn, Dr. Franziska Giffey, Pharmaindustrie , Klara Geywitz

Verhütung für alle besser machen!

Es ist 2021, die Antibabypille ist in Deutschland seit 60 Jahren erhältlich und wir fragen uns: Wäre es nicht an der Zeit für nebenwirkungsfreie Verhütungsmethoden für Männer und Frauen? Jeder Mensch hat das Recht, über den eigenen Körper, seine Sexualität und damit einhergehende Verhütung zu bestimmen. Sexualität muss ohne Angst vor ungewollten Schwangerschaften auslebbar sein. UNSERE FORDERUNGEN Gleichberechtigt verhüten!Männer haben heutzutage neben dem Kondom keine massentaugliche Option zu verhüten. Auch deshalb liegt die Verantwortung häufig alleine bei den Frauen. Wir fordern mehr Solidarität! Den Markt erweitern!Verhütungsgel, Hormonspritze, Samenleiterventil... an männlicher Verhütung wurde viel geforscht, dennoch hat es bisher kein Produkt auf den breiten Markt geschafft. Wir fordern eine größere Vielfalt an Verhütungsmethoden für den Mann auf dem Markt! Bessere Aufklärung!Es besteht dringender Nachholbedarf an Aufklärung über verschiedene Verhütungsmöglichkeiten sowie deren mögliche Nebenwirkungen. Gerade junge Menschen müssen gezielter aufgeklärt werden. Das ermöglicht ihnen sich ihrer Verantwortung als auch ihren Optionen besser bewusst zu werden. Forschung fördern!Verhütungsmittel haben sich seit 1960 kaum verbessert. Wir fordern, dass Politik und Pharmaindustrie mehr Geld in die Entwicklung von Verhütung für Männer und Frauen investieren. Systemwandel!Ein großer Teil der Männer hat Interesse daran, sich an der Verhütung zu beteiligen und selbst Verhütung anzuwenden. Dennoch gibt es Stigmata gegenüber männlichen Verhütungsmethoden. Wir brauchen gesamtgesellschaftliches Umdenken. Sustainable Development Goals erfüllen!Laut Sustainable Development Goal 3.7 soll bis 2030 der allgemeine Zugang zu sexual- und reproduktionsmedizinischer Versorgung, einschließlich Familienplanung, Information und Aufklärung, und die Einbeziehung der reproduktiven Gesundheit in nationale Strategien und Programme gewährleistet werden. Deutschland und Europa müssen diesem Ziel nachkommen. 100% Kostenübernahme!Verhütung kostet Geld! Die Krankenkassen übernehmen die Kosten i.d.R. nur bis zum 22. Lebensjahr. Danach sind die Kosten selbst zu tragen – also meist durch Frauen. Wir wollen, dass alle Verhütungsmittel kostenfrei zugänglich sind. Helft uns, diese Forderungen umzusetzen und einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs zu dieser Thematik anzuregen. Lasst uns dafür sorgen, dass Verhütung für alle Menschen besser wird. Wir, das sind Jana Pfenning und Rita Maglio aus Berlin. Wir studieren Internationale Beziehungen bzw. Politikwissenschaft und haben uns Anfang 2020 im Europäischen Parlament kennengelernt. Gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Unterstützer*innen setzen wir uns für eine bessere Verhütung für alle ein. Vielen Dank für Eure Unterstützung! Jana und Rita von Better Birth Control *Nicht alle Menschen, die schwanger werden können, sind Frauen. Nicht alle Menschen, die Spermien produzieren, sind Männer. Mehr Informationen Website: www.betterbirthcontrol.org Instagram: @betterbirthcontrol Twitter: @betterbirthctrl TikTok: @betterbirthcontrol

Better Birth Control
112,912 supporters
Petitioning Jens Spahn, Ständige Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, Bundesministerium für Gesundheit, Manfred Lucha, Klaus Holetschek, Dilek Kalayci, Ursula Nonnemacher, Claudia Bernhard, Melanie Leonhard...

Impfschutz auch für schwerbehinderte Menschen außerhalb von Pflegeeinrichtungen

Viele körperlich schwerbehinderte Menschen, die nicht in Pflegeeinrichtungen leben, werden bei der Impfstoffversorgung vergessen. Klingt paradox? Ist aber die traurige Wahrheit und es macht mich sehr wütend!   Mein Name ist Christian Homburg, ich bin 24 Jahre alt und aufgrund meiner Vorerkrankung Muskeldystrophie Duchenne körperlich schwer behindert und pflegebedürftig. Vor Corona nahm ich aktiv am gesellschaftlichen Leben teil. Durch die Pandemie hat sich das schlagartig verändert. Ich arbeite als technischer Produktdesigner bei Thyssenkrupp. Seit 9 Monaten bin ich nun im Home-Office, weil ich sehr gefährdet bin. Der Muskelschwund wirkt sich auch auf die Atmungsmuskulatur aus, wodurch ich ein Lungenvolumen von 20% besitze. Damit gehöre ich zur einer ganzen Gruppe von Menschen, für die das Coronavirus sehr gefährlich ist. Trotzdem werde ich, so wie viele andere Menschen mit schweren Behinderungen auch, häufig vergessen. Schuld daran ist meine selbstbestimmte Lebensweise.  Die Impfstrategie von Gesundheitsminister Spahn sieht keinen priorisierten Impfschutz für Hochrisikofälle vor, die außerhalb von Einrichtungen versorgt werden. Das betrifft viele körperbehinderte Pflegebedürftige, die von selbst gewählten Pflegediensten zu Hause betreut werden und z.B. auch Eltern mit behinderten Kindern. Nicht nur gehören wir nicht zu den ersten beiden Impfgruppen der Corona-Impfverordnung, wir wurden nicht einmal in dieser aufgeführt - also regelrecht vergessen! Daher fordere ich das Bundesgesundheitsministerium mit Gesundheitsminister Jens Spahn und die ständige Impfkommission unter der Leitung von Thomas Mertens auf, uns in die Impfgruppe 1 oder 2 aufzunehmen, unabhängig von dem Ort, an dem wir Pflegeleistungen erhalten. Es war nicht das erste Mal in der Coronakrise, dass man uns gegenüber Menschen in Pflegeeinrichtungen vergessen hat: Wir bekamen keine Schnelltests, um das Risiko einer Ansteckung zu senken. Wir bekamen keine vollständige Schutzkleidung. Unser selbst angestelltes Personal erhielt keinen Pflegebonus.  Ich lebe selbstbestimmt zu Hause, mit selbstbeschaffter Assistenz im 24 h Modell. Für mich und viele andere bedeutet diese Situation seit nun neun Monaten: dauerhafte Selbst-Quarantäne, Isolation und Angst. Wir sind aus der Gesellschaft nahezu verschwunden. Bleiben wir in der Gruppe 3 der Impfverordnung, bedeutet das ein weiteres halbes Jahr große Gefahr für mehr als 200.000 Menschen. Denn wir können uns genauso wenig wie Betroffene in Pflegeeinrichtungen isolieren, da wir auf nahen Körperkontakt zu unseren Pflegepersonen angewiesen sind. Das können wir nicht mehr lange durchhalten! Gleichen Impfschutz für alle Menschen mit Behinderungen! Bitte unterstützen Sie meine Forderung mit Ihrer Unterschrift. ------ Quellen: https://abilitywatch.de/2020/12/14/risikopatienten-in-der-ambulanten-versorgung/ https://abilitywatch.de/2021/01/03/corona-status-2021-wie-die-regierung-hoch-vulnerable-gruppen-opfert/ https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Sozialhilfe/Tabellen/liste-insg-altersgruppen.html https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Verordnungen/CoronaImpfV_-_De_Buette.pdf https://www.dgm.org/aktuelles/meldungen/aktuelle-empfehlungen-world-muscle-society-thema-corona-impfstoffefile:///C:/Users/Caro/Downloads/empfehlungenderworldmusclesocietycorona-impfstoffe23122020%20(1).pdf

Christian Homburg
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