Ohne Hunger durch die Corona-Krise: Mittagessen für arme Kinder JETZT

Das Problem

Ich bin eine alleinerziehende Mama mit zwei Kindern – ein dreijähriger Sohn und ein Teenager. Wir leben in Berlin. Wegen Corona fiel mein Einkommen als freischaffende Künstlerin weg und ich musste zwangsläufig auf Hartz-IV umsteigen.

Aber allein mit Hartz-IV kann ich meine Kinder und mich in der Corona-Krise nicht ausreichend versorgen! Das Geld reicht einfach nicht, um dreimal pro Tag etwas gesundes – und sättigendes! – zu kochen und noch dazu genügend Snacks für einen hungrigen Jugendlichen bereitzustellen.

Deswegen fordere ich einen Einkaufsgutschein in Höhe von 20 € pro Kind und Woche für alle Kinder mit Anspruch auf ein kostenloses Mittagessen. 

An Geld fehlt es nicht: Die Bundesregierung hat schon im April gesagt, dass die kostenlosen Mittagessen für Kinder weitergehen sollen – aber bisher hapert es an der Umsetzung in vielen Städten. Die Mittel für die ärmsten Kinder dürfen jetzt nicht einfach versickern, unsere Kinder haben auch in der Corona-Krise Hunger! Herr Sozialminister Heil, setzen Sie jetzt endlich Ihr Versprechen aus dem Frühjahr 2020 um: Bezahlte Mittagessen für alle bedürftigen Kinder!  

Potsdam geht mit gutem Beispiel voran: dort werden bereits alle Kinder mit einem warmen Mittagessen per Lieferdienst versorgt. Eine andere Alternative wären Essenspakete, die die Eltern wöchentlich abholen könnten. 

Aber egal wie – wir brauchen endlich eine Lösung, Kinder sollten in der Corona-Krise nicht hungern müssen. Hier in Berlin bekommen 117.000 Kinder in der Schule ein kostenloses Mittagessen. Und manchmal ist das die einzige Mahlzeit auf die sie sich wirklich verlassen können. Die fällt jetzt mit der Schul- und Kitaschließung weg.

Viele Wohlfahrtsverbände fordern schon lange einen Corona-Bonus in Höhe von 100 Euro, um die Mehrkosten für Masken, Homeschooling und Mittagessen abzufedern – aber bisher hat sich nichts getan in der Politik. Während Lufthansa und Tui Finanzspritzen in Milliardenhöhe erhalten – damit weiter Gehälter von 15.000 € gezahlt werden können – wird an den Menschen, die es wirklich brauchen, mal wieder gespart. 

Bitte unterschreibt jetzt, damit unsere Kinder nicht noch mehr als ohnehin schon unter der Krise leiden. Die Pandemie macht soziale Ungleichheiten sichtbarer als je zuvor – sorgen wir endlich dafür, dass Kinder dabei nicht abgehängt werden!

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Jacinta NandiPetitionsstarter*in
Diese Petition hat 36.228 Unterschriften erreicht

Das Problem

Ich bin eine alleinerziehende Mama mit zwei Kindern – ein dreijähriger Sohn und ein Teenager. Wir leben in Berlin. Wegen Corona fiel mein Einkommen als freischaffende Künstlerin weg und ich musste zwangsläufig auf Hartz-IV umsteigen.

Aber allein mit Hartz-IV kann ich meine Kinder und mich in der Corona-Krise nicht ausreichend versorgen! Das Geld reicht einfach nicht, um dreimal pro Tag etwas gesundes – und sättigendes! – zu kochen und noch dazu genügend Snacks für einen hungrigen Jugendlichen bereitzustellen.

Deswegen fordere ich einen Einkaufsgutschein in Höhe von 20 € pro Kind und Woche für alle Kinder mit Anspruch auf ein kostenloses Mittagessen. 

An Geld fehlt es nicht: Die Bundesregierung hat schon im April gesagt, dass die kostenlosen Mittagessen für Kinder weitergehen sollen – aber bisher hapert es an der Umsetzung in vielen Städten. Die Mittel für die ärmsten Kinder dürfen jetzt nicht einfach versickern, unsere Kinder haben auch in der Corona-Krise Hunger! Herr Sozialminister Heil, setzen Sie jetzt endlich Ihr Versprechen aus dem Frühjahr 2020 um: Bezahlte Mittagessen für alle bedürftigen Kinder!  

Potsdam geht mit gutem Beispiel voran: dort werden bereits alle Kinder mit einem warmen Mittagessen per Lieferdienst versorgt. Eine andere Alternative wären Essenspakete, die die Eltern wöchentlich abholen könnten. 

Aber egal wie – wir brauchen endlich eine Lösung, Kinder sollten in der Corona-Krise nicht hungern müssen. Hier in Berlin bekommen 117.000 Kinder in der Schule ein kostenloses Mittagessen. Und manchmal ist das die einzige Mahlzeit auf die sie sich wirklich verlassen können. Die fällt jetzt mit der Schul- und Kitaschließung weg.

Viele Wohlfahrtsverbände fordern schon lange einen Corona-Bonus in Höhe von 100 Euro, um die Mehrkosten für Masken, Homeschooling und Mittagessen abzufedern – aber bisher hat sich nichts getan in der Politik. Während Lufthansa und Tui Finanzspritzen in Milliardenhöhe erhalten – damit weiter Gehälter von 15.000 € gezahlt werden können – wird an den Menschen, die es wirklich brauchen, mal wieder gespart. 

Bitte unterschreibt jetzt, damit unsere Kinder nicht noch mehr als ohnehin schon unter der Krise leiden. Die Pandemie macht soziale Ungleichheiten sichtbarer als je zuvor – sorgen wir endlich dafür, dass Kinder dabei nicht abgehängt werden!

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Jacinta NandiPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Katja Kipping
MdB, DIE LINKE & ehem. Vorsitzende DIE LINKE
Beantwortet
Der Wegfall des Mittagessens in Schulen und Kitas ist tatsächlich für viele Kinder und deren Eltern ein Problem. Du schilderst das ja sehr anschaulich. Woran ich allerdings meine Zweifel habe, ist, ob die Anlieferung von Essen oder die Ausgabe von Verpflegungspaketen das Mittel der Wahl ist. Die Anlieferung wäre eine enorme logistische Herausforderung und es ist zweifelhaft, ob in großen Städten überhaupt garantiert werden könnte, dass das Essen in einem annehmbaren Zeitraum für alle Kinder lieferbar wäre. Menüdienste können ja nicht schlagartig ihre Transportkapazitäten vervielfachen und sonderlich ökologisch ist die Anlieferung in dieser Größenordnung ja auch nicht. Wo ich völlig bei Euch bin, ist das Corona-Kindergeld. Ein einmaliger Kinderbonus von 300 Euro kann die Lasten der Pandemie für Familien nicht annähernd ausgleichen. Ich möchte an dieser Stelle auf unsere Forderung nach einer Kindergrundsicherung verweisen. Wie notwendig ein solches Konzept wäre, zeigt sich eben genau in solchen Situationen wie der jetzigen, schon ein Jahr andauernden Pandemie. Eine solche Kindergrundsicherung würde das unwürdige Feilschen in der Politik um situationsbedingte Zuschüsse schlicht überflüssig machen. Bereits in der ersten Corona Woche im März letzten Jahres, habe ich persönlich mit dem Sozialminister Hubertus Heil zu dem Thema Wegfallen des Mittagessen und dadurch entstehende Mehrkosten für die Familien gesprochen. Dann haben wir als LINKE beantragt, dass es einfach ein Zuschuss für die Eltern geben soll. Leider hat die Union jede unbürokratische Lösung blockiert. Ich wünsche Euch für Euer Engagement von ganzem Herzen alles Gute und viel Erfolg! Herzliche Grüße Katja Kipping Hinweis: Die Petitionsstarterinnen von change.org/Schulessen und change.org/ElterninCoronakrise sind in ihrem Engagement eng vernetzt und haben Katja Kipping gemeinsam kontaktiert. Deswegen wird ihre Antwort auf beiden Petitionen veröffentlicht. Foto: Katja Kipping
Dr. Franziska Giffey
Ehem. Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2018-2021)
Hubertus Heil
Bundesminister für Arbeit und Soziales
Deutscher Städtetag
Deutscher Städtetag

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