
„Zwei Hunde erschossen – müssen solche Einsätze wirklich tödlich enden?“
Das Anliegen
Der Vorfall in Kaltenweide bei Hannover, bei dem zwei Hunde im Rahmen eines Polizeieinsatzes erschossen wurden, hat viele Menschen tief bewegt.
Inzwischen unterstützen mehr als 1.000 Menschen diese Petition. Sie stellen sich eine gemeinsame Frage:
Welche Möglichkeiten gibt es, solche Situationen künftig zu verhindern?
Laut Darstellung der Polizei kam es in Kaltenweide zu einem Angriff auf Einsatzkräfte, bei dem eine Beamtin leicht verletzt wurde. In der Folge wurden die beiden Hunde durch Schusswaffengebrauch getötet.
Solche Einsätze können innerhalb weniger Sekunden gefährlich werden. Polizeibeamte müssen sich und andere schützen können. Ihre Sicherheit steht dabei außer Frage.
Doch gerade deshalb müssen wir darüber sprechen, wie solche Situationen bereits im Vorfeld besser vorbereitet und nach Möglichkeit entschärft werden können.
Kaltenweide war nicht der einzige Vorfall
Im Oktober 2026 wurde in Ludwigshafen der Chihuahua Lucky während eines Polizeieinsatzes angeschossen. Der Hund starb wenig später an seinen Verletzungen.
Nach korrigierten Angaben der Polizei war Luckys Halter nicht der gesuchte Tatverdächtige. Die genauen Umstände des Schusswaffengebrauchs werden untersucht.
Die beiden Vorfälle sind nicht unmittelbar vergleichbar. Dennoch werfen sie grundlegende Fragen auf:
Wann ist der Einsatz einer Schusswaffe gegen ein Tier tatsächlich erforderlich? Welche Alternativen stehen zur Verfügung? Und wie können Einsatzkräfte besser auf Begegnungen mit Hunden vorbereitet werden?
Hunde reagieren in bedrohlichen Situationen häufig instinktiv. Gerade im eigenen Zuhause können Angst, Unsicherheit oder ein ausgeprägtes Schutzverhalten eine Rolle spielen.
Für ihre Halter sind sie nicht einfach Tiere, sondern Familienmitglieder.
Was wir mit dieser Petition erreichen möchten
Unser Ziel ist es, den Schutz von Tieren bei Polizeieinsätzen zu verbessern und die bestehenden rechtlichen sowie praktischen Vorgaben zum Schusswaffengebrauch gegen Tiere kritisch zu überprüfen.
Wir fordern:
1. Klare und möglichst bundesweit abgestimmte Richtlinien
Die Voraussetzungen für den Schusswaffengebrauch gegen Tiere sollen nachvollziehbar, eindeutig und auf das notwendige Maß begrenzt sein. Dabei muss die Sicherheit von Menschen jederzeit gewährleistet bleiben.
2. Konsequente Prüfung nicht-tödlicher Alternativen
Wo es die Einsatzsituation sicher zulässt, sollen geeignete Möglichkeiten zur Deeskalation und Gefahrenabwehr Vorrang erhalten. Dazu können beispielsweise Abstand, Rückzug, Absicherung oder die Unterstützung durch entsprechend geschulte Fachkräfte gehören.
3. Bessere Vorbereitung bei Einsätzen mit bekannten Tieren
Wenn bereits vor einem Einsatz bekannt ist, dass sich Hunde am Einsatzort befinden, sollen mögliche Gefahren und geeignete Schutzmaßnahmen möglichst frühzeitig in die Einsatzplanung einbezogen werden.
4. Verpflichtende und praxisnahe Schulungen
Polizeibeamte sollen regelmäßig im Erkennen und Einschätzen tierischen Verhaltens sowie im sicheren Umgang mit bedrohlichen Situationen mit Hunden geschult werden.
5. Transparente und möglichst unabhängige Aufarbeitung
Tödliche Schusswaffeneinsätze gegen Tiere sollen nachvollziehbar dokumentiert und überprüft werden. Dabei sollte auch untersucht werden, welche Maßnahmen künftig vergleichbare Situationen verhindern könnten.
6. Bessere bundesweite Datenerfassung
Es sollte nachvollziehbar werden, wie häufig Tiere bei Polizeieinsätzen durch Schusswaffengebrauch verletzt oder getötet werden und welche Umstände dabei eine Rolle spielten.
Es geht nicht um pauschale Schuldzuweisungen
Diese Petition richtet sich nicht gegen die Polizei.
Wir wissen, dass Einsatzkräfte täglich Verantwortung übernehmen und teilweise erhebliche Gefahren bewältigen müssen.
Aber der Schutz von Menschen und der Schutz von Tieren dürfen nicht grundsätzlich als Gegensätze betrachtet werden.
Wir möchten erreichen, dass vermeidbare Risiken frühzeitig erkannt, geeignete Alternativen geprüft und bestehende Regeln dort verbessert werden, wo dies notwendig und möglich ist.
Jeder Vorfall sollte Anlass sein, genau hinzusehen, Fragen zu stellen und aus den Erkenntnissen zu lernen.
Denn hinter jedem getöteten Hund stehen Menschen, die ein Familienmitglied verloren haben.
Tiere sind Familienmitglieder. Und ihr Tod darf niemals zur Routine werden.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Polizeieinsätze für Menschen und Tiere so sicher wie möglich gestaltet werden.

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Das Anliegen
Der Vorfall in Kaltenweide bei Hannover, bei dem zwei Hunde im Rahmen eines Polizeieinsatzes erschossen wurden, hat viele Menschen tief bewegt.
Inzwischen unterstützen mehr als 1.000 Menschen diese Petition. Sie stellen sich eine gemeinsame Frage:
Welche Möglichkeiten gibt es, solche Situationen künftig zu verhindern?
Laut Darstellung der Polizei kam es in Kaltenweide zu einem Angriff auf Einsatzkräfte, bei dem eine Beamtin leicht verletzt wurde. In der Folge wurden die beiden Hunde durch Schusswaffengebrauch getötet.
Solche Einsätze können innerhalb weniger Sekunden gefährlich werden. Polizeibeamte müssen sich und andere schützen können. Ihre Sicherheit steht dabei außer Frage.
Doch gerade deshalb müssen wir darüber sprechen, wie solche Situationen bereits im Vorfeld besser vorbereitet und nach Möglichkeit entschärft werden können.
Kaltenweide war nicht der einzige Vorfall
Im Oktober 2026 wurde in Ludwigshafen der Chihuahua Lucky während eines Polizeieinsatzes angeschossen. Der Hund starb wenig später an seinen Verletzungen.
Nach korrigierten Angaben der Polizei war Luckys Halter nicht der gesuchte Tatverdächtige. Die genauen Umstände des Schusswaffengebrauchs werden untersucht.
Die beiden Vorfälle sind nicht unmittelbar vergleichbar. Dennoch werfen sie grundlegende Fragen auf:
Wann ist der Einsatz einer Schusswaffe gegen ein Tier tatsächlich erforderlich? Welche Alternativen stehen zur Verfügung? Und wie können Einsatzkräfte besser auf Begegnungen mit Hunden vorbereitet werden?
Hunde reagieren in bedrohlichen Situationen häufig instinktiv. Gerade im eigenen Zuhause können Angst, Unsicherheit oder ein ausgeprägtes Schutzverhalten eine Rolle spielen.
Für ihre Halter sind sie nicht einfach Tiere, sondern Familienmitglieder.
Was wir mit dieser Petition erreichen möchten
Unser Ziel ist es, den Schutz von Tieren bei Polizeieinsätzen zu verbessern und die bestehenden rechtlichen sowie praktischen Vorgaben zum Schusswaffengebrauch gegen Tiere kritisch zu überprüfen.
Wir fordern:
1. Klare und möglichst bundesweit abgestimmte Richtlinien
Die Voraussetzungen für den Schusswaffengebrauch gegen Tiere sollen nachvollziehbar, eindeutig und auf das notwendige Maß begrenzt sein. Dabei muss die Sicherheit von Menschen jederzeit gewährleistet bleiben.
2. Konsequente Prüfung nicht-tödlicher Alternativen
Wo es die Einsatzsituation sicher zulässt, sollen geeignete Möglichkeiten zur Deeskalation und Gefahrenabwehr Vorrang erhalten. Dazu können beispielsweise Abstand, Rückzug, Absicherung oder die Unterstützung durch entsprechend geschulte Fachkräfte gehören.
3. Bessere Vorbereitung bei Einsätzen mit bekannten Tieren
Wenn bereits vor einem Einsatz bekannt ist, dass sich Hunde am Einsatzort befinden, sollen mögliche Gefahren und geeignete Schutzmaßnahmen möglichst frühzeitig in die Einsatzplanung einbezogen werden.
4. Verpflichtende und praxisnahe Schulungen
Polizeibeamte sollen regelmäßig im Erkennen und Einschätzen tierischen Verhaltens sowie im sicheren Umgang mit bedrohlichen Situationen mit Hunden geschult werden.
5. Transparente und möglichst unabhängige Aufarbeitung
Tödliche Schusswaffeneinsätze gegen Tiere sollen nachvollziehbar dokumentiert und überprüft werden. Dabei sollte auch untersucht werden, welche Maßnahmen künftig vergleichbare Situationen verhindern könnten.
6. Bessere bundesweite Datenerfassung
Es sollte nachvollziehbar werden, wie häufig Tiere bei Polizeieinsätzen durch Schusswaffengebrauch verletzt oder getötet werden und welche Umstände dabei eine Rolle spielten.
Es geht nicht um pauschale Schuldzuweisungen
Diese Petition richtet sich nicht gegen die Polizei.
Wir wissen, dass Einsatzkräfte täglich Verantwortung übernehmen und teilweise erhebliche Gefahren bewältigen müssen.
Aber der Schutz von Menschen und der Schutz von Tieren dürfen nicht grundsätzlich als Gegensätze betrachtet werden.
Wir möchten erreichen, dass vermeidbare Risiken frühzeitig erkannt, geeignete Alternativen geprüft und bestehende Regeln dort verbessert werden, wo dies notwendig und möglich ist.
Jeder Vorfall sollte Anlass sein, genau hinzusehen, Fragen zu stellen und aus den Erkenntnissen zu lernen.
Denn hinter jedem getöteten Hund stehen Menschen, die ein Familienmitglied verloren haben.
Tiere sind Familienmitglieder. Und ihr Tod darf niemals zur Routine werden.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Polizeieinsätze für Menschen und Tiere so sicher wie möglich gestaltet werden.

Die Entscheidungsträger
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Petition am 16. April 2026 erstellt