Medizinische Versorgung für Non-Binäre Menschen

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Gaby Kollmann und 14 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Sehr geehrte Lesende,

wussten Sie, dass es in Deutschland fast unmöglich ist für non-binäre Menschen geschlechtsbestätigende medizinische Maßnahmen, wie z.B. Hormonbehandlung oder OPs, zu erhalten? Wussten Sie, dass Deutschland dabei entgegen international anerkannter wissenschaftlicher und medizinischer Standards handelt?

Laut den jetzigen medizinischen Richtlinien existieren non-binäre Menschen nicht. Es gibt keine Diagnose und somit auch keine Behandlungsmöglichkeiten. Die Diagnose, die binären trans*Personen Behandlungen ermöglicht, ist “Transsexualismus” (F64.0 im ICD10). Doch der Medizinische Dienst schreibt in der BGA „Geschlechtsangleichende Maßnahmen bei Transsexualismus“ (2020), dass bei non/nicht-binären Menschen „kein Transsexualismus i.S. dieser BGA“ besteht (S14). Somit bleibt die Frage: was sollen non-binäre Menschen machen? Denn nur weil es keine Diagnose gibt, verschwindet der krankheitswertige Leidensdruck nicht.

Die WHO, die World Professional Association for Transgender Health, der DSM 5, der American Psychiatric Association, die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und viele mehr erkennen Non-Binarität als eine Form der Transidentität an und empfehlen geschlechtsbestätigende Maßnahmen als Therapiemethode um den Leidensdruck der Geschlechtsdysphorie bzw. Geschlechtsinkongruenz zu reduzieren. 

 

Doch trotz dieser eindeutigen Empfehlungen ist die Versorgung in Deutschland nur in zwei Fällen möglich:

1.      Die Person hat Glück und findet Behandelnde, die Non-Binarität anerkennen und willig sind die Person zu behandeln.

2.      Die Person lügt und täuscht eine binäre Transidentität vor, um die oft lebensnotwendige Versorgung zu erhalten.

Laut dem jetzigen Informationsstand wird das Selbstbestimmungsgesetz der Ampelkoalition lediglich die Namens- und Personenstandsänderung erleichtern - jedoch nicht den Zugang zu geschlechtsbestätigenden medizinischen Maßnahmen. Somit ist nicht vorauszusehen, wann dieser Zustand verändert wird. 

Dies ist, unserer Meinung nach, kein akzeptabler Zustand für 2023. Der Zugang muss gesetzlich gewährleistet werden! 

Nutzen Sie Ihre Stimme – Nutzen Sie Ihren Einfluss – fordern Sie eine Veränderung mit uns - und unterschreiben Sie die Onlinepetition.

avatar of the starter
Hunter DeTroyPetitionsstarter*inMein Name ist Hunter DeTroy (er/ihm) und ich bin non-binär. Beim eigenen Versuch geschlechtsbestätigende medizinische Behandlungen zu bekommen bin ich auf unglaublich viele Hürden gestoßen und habe deshalb entschieden zu versuchen etwas dagegen zu tun.

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Gaby Kollmann und 14 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Sehr geehrte Lesende,

wussten Sie, dass es in Deutschland fast unmöglich ist für non-binäre Menschen geschlechtsbestätigende medizinische Maßnahmen, wie z.B. Hormonbehandlung oder OPs, zu erhalten? Wussten Sie, dass Deutschland dabei entgegen international anerkannter wissenschaftlicher und medizinischer Standards handelt?

Laut den jetzigen medizinischen Richtlinien existieren non-binäre Menschen nicht. Es gibt keine Diagnose und somit auch keine Behandlungsmöglichkeiten. Die Diagnose, die binären trans*Personen Behandlungen ermöglicht, ist “Transsexualismus” (F64.0 im ICD10). Doch der Medizinische Dienst schreibt in der BGA „Geschlechtsangleichende Maßnahmen bei Transsexualismus“ (2020), dass bei non/nicht-binären Menschen „kein Transsexualismus i.S. dieser BGA“ besteht (S14). Somit bleibt die Frage: was sollen non-binäre Menschen machen? Denn nur weil es keine Diagnose gibt, verschwindet der krankheitswertige Leidensdruck nicht.

Die WHO, die World Professional Association for Transgender Health, der DSM 5, der American Psychiatric Association, die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und viele mehr erkennen Non-Binarität als eine Form der Transidentität an und empfehlen geschlechtsbestätigende Maßnahmen als Therapiemethode um den Leidensdruck der Geschlechtsdysphorie bzw. Geschlechtsinkongruenz zu reduzieren. 

 

Doch trotz dieser eindeutigen Empfehlungen ist die Versorgung in Deutschland nur in zwei Fällen möglich:

1.      Die Person hat Glück und findet Behandelnde, die Non-Binarität anerkennen und willig sind die Person zu behandeln.

2.      Die Person lügt und täuscht eine binäre Transidentität vor, um die oft lebensnotwendige Versorgung zu erhalten.

Laut dem jetzigen Informationsstand wird das Selbstbestimmungsgesetz der Ampelkoalition lediglich die Namens- und Personenstandsänderung erleichtern - jedoch nicht den Zugang zu geschlechtsbestätigenden medizinischen Maßnahmen. Somit ist nicht vorauszusehen, wann dieser Zustand verändert wird. 

Dies ist, unserer Meinung nach, kein akzeptabler Zustand für 2023. Der Zugang muss gesetzlich gewährleistet werden! 

Nutzen Sie Ihre Stimme – Nutzen Sie Ihren Einfluss – fordern Sie eine Veränderung mit uns - und unterschreiben Sie die Onlinepetition.

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Hunter DeTroyPetitionsstarter*inMein Name ist Hunter DeTroy (er/ihm) und ich bin non-binär. Beim eigenen Versuch geschlechtsbestätigende medizinische Behandlungen zu bekommen bin ich auf unglaublich viele Hürden gestoßen und habe deshalb entschieden zu versuchen etwas dagegen zu tun.

Die Entscheidungsträger*innen

Sven Lehmann
MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Sprecher für Sozialpolitik
Olaf Scholz
Bundeskanzler
Irene Mihalic
Irene Mihalic
Erste Parlamentarische Geschäftsführerin Bündnis 90/Die Grünen
Boris Mijatovic
Boris Mijatovic
Katharina Dröge
Katharina Dröge
Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen

Neuigkeiten zur Petition