Disziplinarverfahren der ZHAW stoppen!

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Die Corona Pandemie zwang die gesamte Gesellschaft sich auf neue und unkonventionelle Dinge einzulassen. Während des Frühlings verlagerte sich der Alltag der ZHAW in die digitale Welt; Zoommeetings und Online-Vorlesungen prägten den Alltag der Studierenden. Nicht nur der Unterricht musste angepasst werden, sondern auch die Durchführung der Prüfungen. Dies war eine Herausforderung für beide Seiten, für die Dozierenden und Studierenden.
Da während dem ganzen Semester der persönliche Austausch auf der Strecke blieb, setzten sich die meisten Studierenden in der Prüfungsphase über Lerngruppen zusammen. Sie führten Diskurse über den Stoff und tauschten als Ergänzung Zusammenfassungen aus, welche für die «Open-Book» Prüfungen genutzt werden konnten.

Als ähnliche Resultate bei einigen Prüfungen auftauchten, eröffnete die Fachhochschule zahlreiche Disziplinarverfahren gegen die Studierenden aufgrund vermeintlichem Prüfungsbetrug und drohten gar mit Studiumsausschluss. Die ZHAW lässt mit dem endgültigen Entscheid auf sich warten. Die Leidtragenden sind die Studierenden denen mit Studiumsausschluss gedroht wird. Es ist mittlerweile Oktober und die Betroffenen wissen immer noch nicht, ob sie weiterstudieren dürfen oder die Zeit nutzen sollen, um sich eine Anschlusslösung zu suchen. Für viele von ihnen stehen Stipendien auf dem Spiel, welche für einen grossen Teil von existenzieller Bedeutung sind.

Dies deckt die ungerechte Vorgehensweise der ZHAW auf. Sie scheinen mit der Corona bedingten Situation überfordert zu sein. Die Studierenden, gegen die ein Disziplinarverfahren eingeleitet wurde, werden als Sündenböcke dargestellt, damit die ZHAW der Öffentlichkeit ihre Härte und Durchsetzungsfähigkeit als einer der grössten Schweizer Fachhochschulen demonstrieren kann. Die Studierenden im Frühlingssemester 2020 waren die ersten, die solch einer aussergewöhnlichen Prüfungssituation ausgesetzt waren. Es ist selbsterklärend, dass viele Studierende mit ähnlichen Unterlagen gearbeitet und somit auch ähnliche Ergebnisse an den Prüfungen erzielt haben.

Die gesellschaftliche Notsituation, die eine Umstellung von allen fordert, darf nie zu Ungunsten der hierarchisch, sozialen oder gesellschaftlich schlechter gestellten Individuen umgesetzt werden.
Wenn also auch du der Meinung bist, dass diese Disziplinarverfahren gegen die Studierende nicht gerechtfertigt sind, dann unterschreibe diese Petition.