Erfolg

Nein zu ZDF-Dokus mit Canis-Grewe!

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Wenn „Hundeprofis“ auf dem Fernsehschirm erscheinen, dreht sich schon seit einiger Zeit vielen Tierfreunden der Magen um. Was dem einen seine Pet-Flasche ist den anderen der Fuß und demnächst neu präsentiert sich das öffentlich rechtliche ZDF mit der Schüsselpraktik.

Beim Erstgenannten kommen die Einschaltquoten mit dadurch zustande, dass er in seiner Zeit bein Fernsehen seine wahre Berufung fand und als Comedian seine wirklichen Erfolge feiert.

Beim Zweiten muss man wohl davon ausgehen, dass es mehr Menschen gibt, die lernen wollen, wie man Macht ausübt als man annehmen möchte, auch auf Kosten eines hilflosen Tieres. Besonders verblüffend dabei ist die Tatsache, dass es sich bei dem ausstrahlenden Sender, um einen sogennannten „Frauensender” handelt.

Doch jetzt will das öffentlich rechtliche Fernsehen auch mit ihrem Experten der Hunde-Unterwerfer, Michael Grewe, aufwarten. Grewe bei RTL schon aufgefallen, als ein Rottweiler unter seiner „Kontrolle“ einfach mal losging und ein Huhn riss. Grewe hatte den Hund vorher an der Leine und betonte dem Reporter gegenüber, dass nicht passieren könne, da er ja den Hund unter seiner Kontrolle hätte. Nun ist seit 31. Juli  2014 auf der Seite von Canis, Grewes Hundetrainerschule, groß ein Aufruf zu finden, nach dem sich Hundehalter melden sollen, die ihren vierbeinigen Liebling und sich selbst der Willkür und Allmacht des Fernsehens, unter Beratung und vermutlich Anleitung eines vermeintlichen „Hunde-Gurus“ überlassen sollen.

Weiter sucht man einen Hund mit Verlassenheitsängsten, der diese auch unüberseh- und unüberhörbar zeigt. Mit welchen Methoden da dann hinter den Kulissen „gearbeitet“ wird, kann man nur ahnen, wenn man sich einmal das Video eines Michael Grewe anschaut, in dem er als Ausbilder von Herrn Frank Faß, seinem „Schüler“ beibringt, wie man am effektvollsten, eine metallene Futterschüssel zum „Konditionieren“ eines Hunde benutzt. http://tinyurl.com/khyogza Nicht umsonst werden Seminare zum Selbstschutz vor auffälligen Hunden fast ausschliesslich in einem Tierheim im Odenwald von Canis, also Grewe abgehalten.

Da fragt hinterher niemand nach, wei die Tiere das Training verkraftet haben. Einige Teilnehmer der Canis Ausbildung haben aufgrund der angewandten Methoden, das Seminar oder vielleicht sogar die Ausbildung abgebrochen.

Will Herr Grewe nun sein Ansehen mithilfe des ZDF wieder aufpolieren oder hofft er gar darauf, ebenso wie seine Kollegen dauerhaft in den visuellen Medien einen Platz zu ergattern?

Was an der Sendung, die das ZDF mit seiner Tochterfirma Docstation plant, dran ist, sollte jedem denkenden Menschen ins Grübeln bringen. Da ist die Rede davon, daß über ein halbes Jahr hinweg nur 4-5 Drehtage mit Familie und Hund geplant sind. Der Rest spielt sich außerhalb der Kameras und der Überwachung ab.

Schon alleine die Einleitung, die als Beschreibung der geplanten Sendung dienen soll, müsste jedem Hundehalter mindestens Bachschmerzen bereiten, denn ein Satz wie, „Was tut er in unbeobachteten Momenten und ist seine Zuneigung echt oder gespielt?”, hört sich an wie die Einleitung einer Ehe-oder Sexualberatung.

Folgender Satz ist auch recht interessant:

„Woran zeigt sich die Fähigkeit des Hundes diese besondere, intensive Beziehung mit dem Menschen einzugehen?“

Erst unterstellt man dem Hund, dass er berechnend wäre und um seines Vorteils Willen uns Zuneigung vorspielen, könne, um danach infrage zu stellen, ob er überhaupt die Fähigkeit habe, eine intensive Beziehung mit einem Menschen einzugehen.

Nun immerhin hat das ZDF sich da den richtigen Berater an Land gezogen, den Experten, der in Schleswig-Holstein schon öfter als „Berater“, nein als Gutachter, über Leben und Tod von Hunden entschieden hat. Auch, dass die Landestierärztekammer Schleswig-Holstein, noch immer an Grewe und der Ausbildung bei Canis festhält und diese zertifiziert, bringt den Laien zum Staunen und den Fachmann zum Wundern.

All diese Aspekte scheinen das ZDF nicht wirklich zu interessieren. Doch dafür ist der Sender ja hinreichend bekannt. Schon einmal versuchte man mit der „Hundeflüsterin“ Maja Novak zu punkten, was ganz fürchterlich nach hinten losging. Kaum war die erste Sendung ausgestrahlt, wurde Kritik laut, die später von fast allen Experten so weit ging, dass man das ZDF aufforderte, die Sendung unverzüglich einzustellen, da hier Tipps der Hundeflüsterin propagiert wurden, die im echten Leben zu extrem gefährlichen Situationen führen können. Dass dies auch bei Michael Grewe vorkommen kann, hat das Huhn in der Sendung von RTL zu spüren bekommen.

Nun eines kann die Sendung eventuell doch vermitteln. Nämlich, man das gesehene als Beispiel nehmen kann, wie es noch geht, ähnlich mit einer Förderung durch Negativmotivation.

Schlimm dabei ist nur, dass diese Sendung durch unsere GEZ-Gebühr finanziert wird und dann auch noch den kulturellen Anspruch haben soll, wie er im Staatsvertrag für Rundfunkgebühren verankert ist.

Text: Michael Schlesinger (für „Hounds & People“)

 

Es liegt nicht im Interesse dieser Petition einen Shitstorm zu entfachen oder anzuheizen. Ich halte diese Art von „Ausbildung“ für völlig veraltet und bin mir sicher, dass ein wirklich kompetenter Hundetrainer auch ohne den Einsatz von Gewalt ein gutes Ergebnis erzielen kann.

Fall das Video gelöscht worden sein sollte: Das Video zeigte wie ein Schäferhund im Beisein der Besitzerin  von einem Assistenztrainer – der für Canis arbeitete – brutal mit einer Metallschüssel auf den Kopf geschlagen wurde. Der Hund wurde vorher von dem Assistenztrainer an der Leine festgehalten, war verunsichert, versuchte mit der Besitzerin zu kommunizieren und Schutz zu suchen. Diese ignorierte dies jedoch und sah zu wie ihr Hund misshandelt wurde. Die Misshandlung wurde als Erziehungsmaßnahme dargestellt. 



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