Petition updateWir stehen gegen das rassistische und frauenverachtende Unternehmen HORNBACHAsian Women's Solidarity Ruft Auf: Kommt zur Demo am 27. 04. (Sa.) auf dem Ornanienplatz, Berlin
Sung Un GangGermany
Apr 22, 2019

Hallo zusammen,

 

die Hashtag-Kampagne #Ich_wurde_geHORNBACHt und die Petition gegen die rassistische und sexistische Werbung von Hornbach hat binnen einem Monat viel Früchte getragen. Die Werbung ist nach Aussprache des Deutschen Werberats nun in Deutschland nicht mehr zu sehen. Deutsche, Japanische und Südkoreanische Medien entdeckte das Thema Rassismus und Sexismus gegenüber Asiat*innen in der deutschen Gesellschaft und liefern mit kritischen Berichterstattungen. Letzte Woche hat Südkoreanische Botschaft in Rumänien auch bekannt gemacht, dass sie dem dortigen Vertreter des Unternehmens ebenfalls ihre Sorge über die Werbung mitgeteilt hat.

Zu guter Letzt, Asiat*innen und Deutsch-Asiat*innen formen nun eine neue, langfristige Bewegung unter dem Name "Asian Women's Solidarity"! Es war mein Traum, eine solche Initiative hierzulande ins Leben zu rufen und unabhängig von allen üblichen Unterscheidungen (Nationalitäten, Ethnien, Alter, sexuellen Orientierungen, ...) für die Würde der asiatischen und asiatisch-europäischen Frauen einzusetzen. Am schönsten finde ich, dass die Initiative unabhängig von mir entstanden ist! Die Kampagne hat neue Freundschaften und Netzwerken hierzulande geschafft, in denen wir unsere Lebenserfahrungen austauschen und zusammen überlegen, wie wir deutsche Gesellschaft aufwecken können, so dass sie endlich erkennt, dass wir gleichberechtigte und würdevolle Menschen sind.

Für all das habt ihr mit eurer Unterschrift eine große Leistung gebracht. Danke!

Asian Women's Solidarity ruft zu einer Demo am kommenden Samstag, den 27.04.2019 um 12 Uhr, auf dem Oranienplatz in Berlin. Zelebriert mit den Frauen*, die die Stille brechen und für ihre Würde stehen wollen. Bringt eure Freund*innen, Familien und Nachbarn mit. Zeigt, dass ihr auch die Werbung von Hornbach und dessen "Haltung" problematisch findet und fordert von Hornbach und der Agentur Heimat Berlin  Aufklärungen und Entschuldigung. Tankt die Sonne und genießt das Wochenende des Empowerments! Denn zusammen sind wir stärker.

Herzlich,

Sung Un Gang

P.S. Gerne könnt ihr die Pressemitteilung und diese E-Mail weiterleiten!

 

Pressemitteilung vom 22.04.2019

Asiatische Frauen kündigen Demonstration gegen Hornbach und Heimat Berlin an. Die Demo findet am 27. April 2019 in Berlin statt.

 

Die Mitteilung des Deutschen Werberats vom 15.04.2019 (A_2019_190_Hornbach AG) über die „diskriminierend[e] und rassistisch[e]“ Natur der Hornbach Werbung bestärkt die Forderung nach einer Entschuldigung bei den asiatischen Frauen in Deutschland. Die Berliner Organisation “Metoo-KoreanerInnen” hat bereits am 06.04. und 13.04. die „Reihe der Eine-Frau-Proteste“ vor den Ladenlokalen der Baumarktkette organisiert. Insgesamt haben 21 Frauen 15 Stunden lang gegen die Werbung protestiert. Nun wollen asiatische Frauen für mehr Respekt und gesellschaftliche Anerkennung demonstrieren. Die Initiative Asian Women’s Solidarity teilt mit:

 

„Am 27.04.2019 um 12 Uhr demonstrieren wir auf dem Oranienplatz, Berlin, gegen die Hornbach Werbung ‚So riecht das Frühjahr“. Die Sprecher von Hornbach behaupten, dass es hinter der Werbung keine rassistische oder sexistische Absicht gab. Wir brechen die Stille. Das aller Erste, was Hornbach und Heimat tun sollen, ist uns zuzuhören. Wir, die in der Werbung repräsentiert werden, leiden unter sexistischer und rassistischer Diskriminierungen hierzulande. Die Werbung verschlechtert die gesellschaftliche Atmosphäre für uns. Alle, die den Werbespot problematisch finden, sind willkommen."

Die Gruppe Metoo-KoreanerInnen kommentiert:*

„Einige Teilnehmerinnen an der ‚Reihe der Eine-Frau-Proteste‘ teilten uns mit, dass sie von anderen Frauen, die vor ihnen allein vor den Läden protestierten, ermutigt wurden. Viele Frauen wollten jedoch eine größere Demonstration, denn sie würden dann nicht mehr alleine stehen, sondern mit ihren Familien und Freunden. Viele Frauen sind wütend auf die Werbung und wie das Unternehmen versucht, die Entscheidung des Deutschen Werberats klein zu reden.

Nach der Entscheidung des Deutschen Werberats, dass die Werbung die Asiatin rassistisch und diskriminierend darstelle, hat Hornbach irreführende Information verbreitet. Das Unternehmen behauptet, dass die Werbung planmäßig durch den zweiten Teil der Kampagne ersetzt worden wäre. Auf diese Weise ignoriert das Unternehmen unsere Forderung nach einer offiziellen Entschuldigung.

Die Werbung steht für ein fundamentales Problem der deutschen Gesellschaft—nämlich, dass sie asiatische Frauen als eine homogene, fremde Gruppe wahrnehmen und oft diskriminierend gegen sie handeln. Wir wollen, dass die deutsche Gesellschaft asiatische Frauen als gleichberechtigte Menschen und Mitglied der Gemeinschaft der zu sehen beginnt, da wir alle die gleiche Luft atmen.“

Mit ihrer Forderung nach einer Entschuldigung stehen die asiatischen Frauen nicht alleine. Am 08.04.hat das Koreanische Kulturzentrum in Berlin (Leiter Dr. KWON Sehoon, Gesandter-Botschaftsrat) im Auftrag der Koreanischen Botschaft einen Brief an Hornbach geschickt. Aufgrund der unzureichenden Antwort des Unternehmens hat das Koreanische Kulturzentrum am 16.04. in einem zweiten Brief die Entschuldigung für die asiatische Community gefordert.


(*Auf Wunsch der Ansprechpartnerinnen anonymisiert.)

 

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