Berlin braucht eine Pflegeberufekammer! Für eine starke Berliner Pflegeprofession!


Berlin braucht eine Pflegeberufekammer! Für eine starke Berliner Pflegeprofession!
Das Problem
Die Pflege ist ein Heilberuf, der in das Heilberufekammergesetz Berlins gehört und ein Anrecht auf eine Pflegeberufekammer hat!
Warum ist das so?
Der DBfK ( der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe) hat die Sinnhaftigkeit einer Kammergründung gut und knapp auf den Punkt gebracht:
„Berufskammern sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, die die Interessen der Gesellschaft bzw. der Bevölkerung zu deren Wohl stellvertretend für den Staat wahrnehmen. Die Berufsangehörigen wiederum verpflichten sich, ihre Aufgaben gewissenhaft und verantwortungsvoll zu erfüllen. Das grundsätzliche Ziel einer Pflegekammer ist daher die Sicherstellung einer sachgerechten, professionellen Pflege für die Bürgerinnen und Bürger entsprechend aktueller pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Pflegekammer hat die Aufgabe, die beruflichen Belange der Pflegenden zu fördern und unter Beachtung der Interessen der Bevölkerung zu überwachen."
Weiter heißt es:
"Verkammerte Berufe werden in der Öffentlichkeit und im politischen Raum verstärkt wahrgenommen. Dies erhöht die Wertschätzung des Berufs und macht pflegerische Expertise in der Politikberatung und Gesetzgebung verfügbar. Die Verkammerung fördert die berufliche Identität des Pflegeberufs.“
Denn genau dies haben beruflich Pflegende bisher in Berlin nicht:
eine berufspolitische Identität, die auf politischer Ebene ausreichend Gehör findet. Die Repräsentanz des Pflegeberufs findet in Berlin durch den Landespflegerat Berlin-Brandenburg, den Deutschen Pflegerat, viele Verbände und engagierte Einzelpersonen statt. Und dies sicherlich auch gut. Und dennoch nur stellvertretend.
Vielfach wurde bereits kommuniziert, dass der Pflegeberuf, wie kaum ein anderer Beruf, in seiner bisherigen Entwicklungs- und Berufsgeschichte wiederholt mit fremdbestimmenden „Enteignungs- oder Zuweisungsentwicklungen“ konfrontiert war. Solche Verschiebungen sprechen immer für einen niedrigen Professionalisierungsgrad. Ein besonderes Problem stellt die wiederholte Zuweisung von Teilverantwortung für Ausschnitte aus Versorgungsprozessen anderer Professionen dar (z.B. die Durchführungsverantwortung für medizinische Anweisungen). Die fremdbestimmte Zuweisung solcher Tätigkeiten darf nicht mit Professionalisierung verwechselt werden. Das hat angesichts der Debatte um die „Übernahme ärztlicher Tätigkeiten“ – anstelle von inhaltlich fundierten und am Bedarf der betroffenen Menschen ausgerichteten Versorgungsprozessen – gravierende Bedeutung für die beruflich Pflegenden.
Eine Pflegeberufekammer setzt diesem Vakuum von Widersprüchen und Ungereimtheiten ein Ende, indem Sie die Belange (z.B. die Weiterbildungsordnung) der Berufsgruppe im Sinne der Professionalisierung regelt, die damit verbindlich für alle Berufsausübenden sind.
Um der bestmöglichen Versorgung der in Berlin lebenden Menschen Sorge zu tragen, verpflichten sich die Mitglieder der Pflegeberufekammer mit Fort- und Weiterbildungen, ihr Wissen ständig auf dem neuesten Kenntnisstand zu halten. Nur so sind sie in der Lage, den Beruf auf der Grundlage nachweisbarer bzw. überprüfbarer Kriterien und auf der Grundlage des aktuell verfügbaren Wissens auszuüben. Versäumnisse in diesem Bereich können sanktioniert werden.
Zusammengefasste Problematik:
- Der Berufsgruppe der Pflege fehlt ein jederzeit ansprechbarer Repräsentant, um im Sinne aller Pflegenden Berlins in politische Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden
- professionelle Pflege ist fremdbestimmt und wird noch viel zu häufig an Aufgabenprofilen anderer Berufsgruppen gemessen
- Die Profession Pflege hat kein politisches Mitspracherecht.
- Es existieren deutschlandweit keine einheitlichen Qualitätsmaßstäbe hinsichtlich Versorgungsqualität und Weiterbildungsverpflichtung von beruflich Pflegenden.
- Versorgungslücken durch ineffiziente Versorgungsstrukturen.
Was bringt den Pflegepersonen und auch den Patient*innen die Pflegekammer:
- Politisches Mitspracherecht, weil ein Gremium für alle Pflegefachpersonen sprechen und den Willen der ganzen Berufsgruppe abbilden kann.
- Klare Strukturen in den Berufsaufgaben.
- Hohe Pflegequalität durch eine einheitliche Weiterbildungsordnung
- Stetiger Fachkräftezuwachs durch Wertschätzung und Anerkennung in der Gesellschaft.
Die Pandemie hat gezeigt wie essentiell die Pflegefachpersonen waren, sind und auch zukünftig sein werden und es kann nicht sein, dass dies nicht ausreichend durch unsere politischen Verteter*innen abgebildet und gewürdigt wird. Wir können es uns nicht leisten, hier nun nachlässig weiterzumachen. Denn die Versorgung der Pflegebedürftigen in unserem Land braucht die jetzige volle Aufmerksamkeit. Und unsere Berufsgruppe verdient es, auf diesem Weg maximale politische Unterstützung zu erfahren.
Was wir als Pflege brauchen:
- Pflegefachliche Leistungen sind Bestandteil der Gesundheitsfinanzierung.
- Notwendigkeit der Handlungsfreiheit im formellen und praktischen Bereich ohne ärztliche Autoritäten.
- Ständige Weiterentwicklung und Weiterbildung des Personals.
- Gleichberechtigung von Medizin und Pflege im selbstbewussten Austausch.
Eine Berliner Pflegeberufekammer soll Standesvertretung, Standesaufsicht und Standesförderung in der politischen Landschaft von Berlin sein.
Das bedeutet:
- Erstellung einer Berufsordnung und Ausübung der Berufsaufsicht.
- Festlegen von Rechten, Pflichten und ethischen Aspekten des Berufs.
- Definition des Tätigkeitsfeldes und der Aufgaben des Berufs.
- Definition der beruflichen Zusammenarbeit.
- Berufswürdiges Verhalten muss gefördert und berufsunwürdiges Verhalten verhindert und sanktioniert werden.
- Das Ansehen des Berufes muss gewahrt und gefördert werden.
- Die Sicherung der Versorungsqualität muss priorisiert werden.
- Wir brauchen eine Aus- und Weiterbildungsordnung von Pflegefachpersonen für Pflegefachpersonen.
- Die Pflegeberufekammer muss auch als berufspolitische Interessenvertretung fungieren.
- Die Pflegeberufekammer stellt berufsbezogene Beratungs- und Bildungsdienstleistungen zur Verfügung.
Eine repräsentative Befragung der Pflegefachpersonen in Berlin hat im Jahr 2015 ergeben, dass 58,8% der Befragten die Einrichtung einer Pflegekammer befürworten.
Die meisten politisch Verantwortlichen haben in den letzten acht Jahren das Ergebnis ignoriert oder mit fadenscheinigen Argumenten und Interpretationen je nach Zielsetzung ausgelegt, anstatt die Fakten zur Kenntnis zu nehmen und die beruflichen Pflegenden in ihrer Professionalisierung zu unterstützen.
Unterstützen Sie! Für Selbstbestimmung. Für Einflussnahme. Für Mitgestaltung.
(Quelle: www.dbfk.de / www.berliner-pflegekammer.de / www.landespflegerat-berlin-brandenburg.de
Ich bedanke mich für die Unterstützung dieser Petitionserstellung beim Landespflegerat Berlin-Brandenburg und der Allianz Pflegekammer Berlin! �

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Das Problem
Die Pflege ist ein Heilberuf, der in das Heilberufekammergesetz Berlins gehört und ein Anrecht auf eine Pflegeberufekammer hat!
Warum ist das so?
Der DBfK ( der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe) hat die Sinnhaftigkeit einer Kammergründung gut und knapp auf den Punkt gebracht:
„Berufskammern sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, die die Interessen der Gesellschaft bzw. der Bevölkerung zu deren Wohl stellvertretend für den Staat wahrnehmen. Die Berufsangehörigen wiederum verpflichten sich, ihre Aufgaben gewissenhaft und verantwortungsvoll zu erfüllen. Das grundsätzliche Ziel einer Pflegekammer ist daher die Sicherstellung einer sachgerechten, professionellen Pflege für die Bürgerinnen und Bürger entsprechend aktueller pflegewissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Pflegekammer hat die Aufgabe, die beruflichen Belange der Pflegenden zu fördern und unter Beachtung der Interessen der Bevölkerung zu überwachen."
Weiter heißt es:
"Verkammerte Berufe werden in der Öffentlichkeit und im politischen Raum verstärkt wahrgenommen. Dies erhöht die Wertschätzung des Berufs und macht pflegerische Expertise in der Politikberatung und Gesetzgebung verfügbar. Die Verkammerung fördert die berufliche Identität des Pflegeberufs.“
Denn genau dies haben beruflich Pflegende bisher in Berlin nicht:
eine berufspolitische Identität, die auf politischer Ebene ausreichend Gehör findet. Die Repräsentanz des Pflegeberufs findet in Berlin durch den Landespflegerat Berlin-Brandenburg, den Deutschen Pflegerat, viele Verbände und engagierte Einzelpersonen statt. Und dies sicherlich auch gut. Und dennoch nur stellvertretend.
Vielfach wurde bereits kommuniziert, dass der Pflegeberuf, wie kaum ein anderer Beruf, in seiner bisherigen Entwicklungs- und Berufsgeschichte wiederholt mit fremdbestimmenden „Enteignungs- oder Zuweisungsentwicklungen“ konfrontiert war. Solche Verschiebungen sprechen immer für einen niedrigen Professionalisierungsgrad. Ein besonderes Problem stellt die wiederholte Zuweisung von Teilverantwortung für Ausschnitte aus Versorgungsprozessen anderer Professionen dar (z.B. die Durchführungsverantwortung für medizinische Anweisungen). Die fremdbestimmte Zuweisung solcher Tätigkeiten darf nicht mit Professionalisierung verwechselt werden. Das hat angesichts der Debatte um die „Übernahme ärztlicher Tätigkeiten“ – anstelle von inhaltlich fundierten und am Bedarf der betroffenen Menschen ausgerichteten Versorgungsprozessen – gravierende Bedeutung für die beruflich Pflegenden.
Eine Pflegeberufekammer setzt diesem Vakuum von Widersprüchen und Ungereimtheiten ein Ende, indem Sie die Belange (z.B. die Weiterbildungsordnung) der Berufsgruppe im Sinne der Professionalisierung regelt, die damit verbindlich für alle Berufsausübenden sind.
Um der bestmöglichen Versorgung der in Berlin lebenden Menschen Sorge zu tragen, verpflichten sich die Mitglieder der Pflegeberufekammer mit Fort- und Weiterbildungen, ihr Wissen ständig auf dem neuesten Kenntnisstand zu halten. Nur so sind sie in der Lage, den Beruf auf der Grundlage nachweisbarer bzw. überprüfbarer Kriterien und auf der Grundlage des aktuell verfügbaren Wissens auszuüben. Versäumnisse in diesem Bereich können sanktioniert werden.
Zusammengefasste Problematik:
- Der Berufsgruppe der Pflege fehlt ein jederzeit ansprechbarer Repräsentant, um im Sinne aller Pflegenden Berlins in politische Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden
- professionelle Pflege ist fremdbestimmt und wird noch viel zu häufig an Aufgabenprofilen anderer Berufsgruppen gemessen
- Die Profession Pflege hat kein politisches Mitspracherecht.
- Es existieren deutschlandweit keine einheitlichen Qualitätsmaßstäbe hinsichtlich Versorgungsqualität und Weiterbildungsverpflichtung von beruflich Pflegenden.
- Versorgungslücken durch ineffiziente Versorgungsstrukturen.
Was bringt den Pflegepersonen und auch den Patient*innen die Pflegekammer:
- Politisches Mitspracherecht, weil ein Gremium für alle Pflegefachpersonen sprechen und den Willen der ganzen Berufsgruppe abbilden kann.
- Klare Strukturen in den Berufsaufgaben.
- Hohe Pflegequalität durch eine einheitliche Weiterbildungsordnung
- Stetiger Fachkräftezuwachs durch Wertschätzung und Anerkennung in der Gesellschaft.
Die Pandemie hat gezeigt wie essentiell die Pflegefachpersonen waren, sind und auch zukünftig sein werden und es kann nicht sein, dass dies nicht ausreichend durch unsere politischen Verteter*innen abgebildet und gewürdigt wird. Wir können es uns nicht leisten, hier nun nachlässig weiterzumachen. Denn die Versorgung der Pflegebedürftigen in unserem Land braucht die jetzige volle Aufmerksamkeit. Und unsere Berufsgruppe verdient es, auf diesem Weg maximale politische Unterstützung zu erfahren.
Was wir als Pflege brauchen:
- Pflegefachliche Leistungen sind Bestandteil der Gesundheitsfinanzierung.
- Notwendigkeit der Handlungsfreiheit im formellen und praktischen Bereich ohne ärztliche Autoritäten.
- Ständige Weiterentwicklung und Weiterbildung des Personals.
- Gleichberechtigung von Medizin und Pflege im selbstbewussten Austausch.
Eine Berliner Pflegeberufekammer soll Standesvertretung, Standesaufsicht und Standesförderung in der politischen Landschaft von Berlin sein.
Das bedeutet:
- Erstellung einer Berufsordnung und Ausübung der Berufsaufsicht.
- Festlegen von Rechten, Pflichten und ethischen Aspekten des Berufs.
- Definition des Tätigkeitsfeldes und der Aufgaben des Berufs.
- Definition der beruflichen Zusammenarbeit.
- Berufswürdiges Verhalten muss gefördert und berufsunwürdiges Verhalten verhindert und sanktioniert werden.
- Das Ansehen des Berufes muss gewahrt und gefördert werden.
- Die Sicherung der Versorungsqualität muss priorisiert werden.
- Wir brauchen eine Aus- und Weiterbildungsordnung von Pflegefachpersonen für Pflegefachpersonen.
- Die Pflegeberufekammer muss auch als berufspolitische Interessenvertretung fungieren.
- Die Pflegeberufekammer stellt berufsbezogene Beratungs- und Bildungsdienstleistungen zur Verfügung.
Eine repräsentative Befragung der Pflegefachpersonen in Berlin hat im Jahr 2015 ergeben, dass 58,8% der Befragten die Einrichtung einer Pflegekammer befürworten.
Die meisten politisch Verantwortlichen haben in den letzten acht Jahren das Ergebnis ignoriert oder mit fadenscheinigen Argumenten und Interpretationen je nach Zielsetzung ausgelegt, anstatt die Fakten zur Kenntnis zu nehmen und die beruflichen Pflegenden in ihrer Professionalisierung zu unterstützen.
Unterstützen Sie! Für Selbstbestimmung. Für Einflussnahme. Für Mitgestaltung.
(Quelle: www.dbfk.de / www.berliner-pflegekammer.de / www.landespflegerat-berlin-brandenburg.de
Ich bedanke mich für die Unterstützung dieser Petitionserstellung beim Landespflegerat Berlin-Brandenburg und der Allianz Pflegekammer Berlin! �

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Die Entscheidungsträger*innen
Petition am 17. März 2023 erstellt