

Wir fordern: Gerechtigkeit statt Generationenbetrug!


Wir fordern: Gerechtigkeit statt Generationenbetrug!
Das Problem
Hunderttausende steuerfrei – finanziert von der nächsten Generation.
In Deutschland profitieren bis heute viele Eigentümer:innen von einer steuerlichen Sonderregelung: Wer eine Immobilie mindestens zehn Jahre hält, kann sie beim Verkauf komplett steuerfrei veräußern – selbst bei Wertsteigerungen von mehreren Hunderttausend Euro.
Diese Regelung nach § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) hat über Jahrzehnte dazu geführt, dass insbesondere Immobilienbesitzer:innen der älteren Generation massive Gewinne ohne gesellschaftliche Beteiligung realisieren konnten.
Die größten Profiteure: Die Babyboomer-Generation
Besonders stark profitiert hat die sogenannte Babyboomer-Generation (geb. ca. 1955–1970). Diese Generation erwarb Immobilien zu historisch günstigen Preisen, häufig mit massiver staatlicher Förderung, und konnte über Jahrzehnte hinweg steuerfreie Vermögenszuwächse verzeichnen. Sie wurde durch ein einmaliges Zusammenspiel staatlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen begünstigt:
- § 10e EStG (1987–2005): Jährlich bis zu 5.000 € steuerlich absetzbar über 8 Jahre beim Kauf oder Bau von selbstgenutztem Wohneigentum.
- Eigenheimzulage (1996–2005): Grund- und Kinderzulagen bis zu 40.000 € pro Haushalt.
- Subventionierte Bauzinsen & günstige Einstiegspreise: Förderkredite der Länder, niedrige Grundstückspreise, kaum Wettbewerb.
- Gebührenfreies Studium & BAföG als Geschenk: Zugang zu Bildung ohne finanzielle Hürden, Einstieg in gut bezahlte Berufe.
- Sichere Arbeitsplätze & frühe Renteneintritte: Stabile Erwerbsbiografien, hohe Renten bei niedrigen Beitragssätzen.
- Kostenarme Gesundheitsversorgung: Ein ausgebautes Solidarsystem mit wachsendem Leistungsumfang – ohne steigende Eigenanteile.
Finanziert wurde all dies vom Steuerzahler – zunehmend aber von den jüngeren Generationen, die heute unter deutlich schlechteren Voraussetzungen starten. Denn viele dieser Steuergeschenke wurden nicht nachhaltig gegenfinanziert, sondern über Schulden oder Umverteilungen – etwa durch Mittelentnahmen aus der Rentenkasse – ermöglicht.
Heute: Junge Menschen zahlen – und profitieren kaum
Während die Boomer ihre Immobilien steuerfrei verkaufen, Vermögen absichern und im Ruhestand gut versorgt sind, erleben Millennials und die Generation Z eine andere Realität:
- Immobilienpreise haben sich seit 2010 mehr als verdoppelt – für viele unerschwinglich trotz guter Bildung.
- Staatliche Wohneigentumsförderung? Abgeschafft.
- Steuern und Abgaben? Auf Rekordniveau.
- Reallöhne? Stagnieren seit Jahren
Und gleichzeitig tragen die Jüngeren die Hauptlast für das soziale Sicherungssystem:
- Rentenversicherung: Immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner. Ergebnis: steigende Beiträge, sinkendes Rentenniveau.
- Pflegeversicherung: Fast 5 Millionen Pflegebedürftige – steigende Kosten, die überwiegend durch die Jungen getragen werden.
- Gesundheitskosten: Medizinischer Fortschritt ist teuer – die Beiträge wachsen, die Leistungen schrumpfen.
- Staatsverschuldung: Corona, Klimaschutz, Rüstung, Demografie – die Rückzahlung fällt aufkommende Generationen zurück.
Die jüngere Generationen zahlen doppelt – für ihre eigene Zukunft und für die Vergangenheit der Babyboomer.
Das ist keine Generationengerechtigkeit – das ist eine Einbahnstraße
Es kann nicht sein, dass eine Generation jahrzehntelang vom System profitiert hat, steuerfrei riesige Vermögen aufbauen konnte – und sich nun strukturell aus der gesellschaftlichen Verantwortung zurückzieht.
Die Spekulationsfrist nach § 23 EStG in ihrer heutigen Form ist nicht mehr zeitgemäß. Sie privilegiert ausgerechnet jene, die ohnehin schon profitiert haben – auf Kosten einer Generation, die heute kaum noch Eigentum aufbauen kann.
Unser Vorschlag:
Spekulationsprivileg beenden – Freibetrag einführen
Wir fordern die sofortige Reform des § 23 EStG:
- Abschaffung der pauschalen Steuerfreiheit nach zehn Jahren – unabhängig davon, ob es sich um vermietete oder selbstgenutzte Immobilien handelt.
- Auch die bislang geltende Steuerbefreiung bei selbstbewohnten Immobilien (§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 EStG) soll entfallen.
- Stattdessen: Einführung eines Freibetrags von 200.000 € pro Immobilie auf Gewinne aus Immobilienverkäufen – unabhängig von der Nutzungsart.
- Alles darüber hinaus wird – wie jedes andere Einkommen – angemessen besteuert.
Dieser Freibetrag schützt echte Bedarfsverkäufe (z. B. im Pflegefall, bei Umzug oder Scheidung), beendet aber die strukturelle Bevorzugung steuerfreier Spekulationsgewinne – auch im selbstgenutzten Bereich, der zunehmend zur Vermögensabschirmung genutzt wird.
Immobilienpreise & Mieten könnten sinken – weil der Anreiz zum Höchstpreisverkauf schwindet
Ein weiterer Effekt: Wenn eine Generation (wie die Boomer) ihren Vermögensaufbau größtenteils abgeschlossen hat, ändert sich oft auch ihre Verkaufsstrategie.
Viele verkaufen nicht mehr aus Renditemaximierung, sondern aus pragmatischen oder familiären Gründen – z. B. im Alter, bei Pflegebedarf oder weil das Haus zu groß wird.
Die Folge:
- Verkäufer sind eher bereit, faire Preise zu akzeptieren, statt auf den Höchstpreis zu spekulieren.
- In Kombination mit steigenden Zinsen, verschärften Finanzierungsbedingungen und demografischem Wandel kann dies zu einem sinkenden Preisniveau führen – besonders in weniger gefragten Lagen.
- Auch Mieten können stabil bleiben oder sogar sinken, wenn Immobilien nicht mehr zu jedem Preis weitergegeben oder auf Höchstertrag bewirtschaftet werden sollen, sondern es ums Weitergeben innerhalb der Familie oder eine zügige Vermietung ohne Leerstand geht.
Kurz gesagt:
Weniger Verkaufsdruck für Höchstpreise = mehr realistische Marktpreise.
Ein Markt, der zunehmend von Verkäufern geprägt ist, die bereits viel Vermögen aufgebaut haben, kann so für Käufer und Mieter wieder zugänglicher werden.
Jetzt Verantwortung übernehmen – Für mehr Fairness zwischen den Generationen
Diese Reform ist kein Angriff auf Eigentum – sie ist ein Beitrag zur sozialen Stabilität, Gerechtigkeit und Zukunftssicherung. Wer über Jahrzehnte steuerfrei profitieren konnte, kann einen fairen Beitrag zur Finanzierung der Gegenwart leisten.
Unterstützen Sie diese Petition, wenn Sie wollen, dass:
- die Generation, die profitiert hat, Verantwortung übernimmt,
- die nachfolgenden Generationen wieder aufsteigen können,
- und der Wohlstand in Deutschland fair und zukunftsfähig verteilt wird.
Denn Leistung darf sich nicht nur für die Vergangenheit lohnen – sondern auch für die Zukunft.
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Das Problem
Hunderttausende steuerfrei – finanziert von der nächsten Generation.
In Deutschland profitieren bis heute viele Eigentümer:innen von einer steuerlichen Sonderregelung: Wer eine Immobilie mindestens zehn Jahre hält, kann sie beim Verkauf komplett steuerfrei veräußern – selbst bei Wertsteigerungen von mehreren Hunderttausend Euro.
Diese Regelung nach § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) hat über Jahrzehnte dazu geführt, dass insbesondere Immobilienbesitzer:innen der älteren Generation massive Gewinne ohne gesellschaftliche Beteiligung realisieren konnten.
Die größten Profiteure: Die Babyboomer-Generation
Besonders stark profitiert hat die sogenannte Babyboomer-Generation (geb. ca. 1955–1970). Diese Generation erwarb Immobilien zu historisch günstigen Preisen, häufig mit massiver staatlicher Förderung, und konnte über Jahrzehnte hinweg steuerfreie Vermögenszuwächse verzeichnen. Sie wurde durch ein einmaliges Zusammenspiel staatlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen begünstigt:
- § 10e EStG (1987–2005): Jährlich bis zu 5.000 € steuerlich absetzbar über 8 Jahre beim Kauf oder Bau von selbstgenutztem Wohneigentum.
- Eigenheimzulage (1996–2005): Grund- und Kinderzulagen bis zu 40.000 € pro Haushalt.
- Subventionierte Bauzinsen & günstige Einstiegspreise: Förderkredite der Länder, niedrige Grundstückspreise, kaum Wettbewerb.
- Gebührenfreies Studium & BAföG als Geschenk: Zugang zu Bildung ohne finanzielle Hürden, Einstieg in gut bezahlte Berufe.
- Sichere Arbeitsplätze & frühe Renteneintritte: Stabile Erwerbsbiografien, hohe Renten bei niedrigen Beitragssätzen.
- Kostenarme Gesundheitsversorgung: Ein ausgebautes Solidarsystem mit wachsendem Leistungsumfang – ohne steigende Eigenanteile.
Finanziert wurde all dies vom Steuerzahler – zunehmend aber von den jüngeren Generationen, die heute unter deutlich schlechteren Voraussetzungen starten. Denn viele dieser Steuergeschenke wurden nicht nachhaltig gegenfinanziert, sondern über Schulden oder Umverteilungen – etwa durch Mittelentnahmen aus der Rentenkasse – ermöglicht.
Heute: Junge Menschen zahlen – und profitieren kaum
Während die Boomer ihre Immobilien steuerfrei verkaufen, Vermögen absichern und im Ruhestand gut versorgt sind, erleben Millennials und die Generation Z eine andere Realität:
- Immobilienpreise haben sich seit 2010 mehr als verdoppelt – für viele unerschwinglich trotz guter Bildung.
- Staatliche Wohneigentumsförderung? Abgeschafft.
- Steuern und Abgaben? Auf Rekordniveau.
- Reallöhne? Stagnieren seit Jahren
Und gleichzeitig tragen die Jüngeren die Hauptlast für das soziale Sicherungssystem:
- Rentenversicherung: Immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner. Ergebnis: steigende Beiträge, sinkendes Rentenniveau.
- Pflegeversicherung: Fast 5 Millionen Pflegebedürftige – steigende Kosten, die überwiegend durch die Jungen getragen werden.
- Gesundheitskosten: Medizinischer Fortschritt ist teuer – die Beiträge wachsen, die Leistungen schrumpfen.
- Staatsverschuldung: Corona, Klimaschutz, Rüstung, Demografie – die Rückzahlung fällt aufkommende Generationen zurück.
Die jüngere Generationen zahlen doppelt – für ihre eigene Zukunft und für die Vergangenheit der Babyboomer.
Das ist keine Generationengerechtigkeit – das ist eine Einbahnstraße
Es kann nicht sein, dass eine Generation jahrzehntelang vom System profitiert hat, steuerfrei riesige Vermögen aufbauen konnte – und sich nun strukturell aus der gesellschaftlichen Verantwortung zurückzieht.
Die Spekulationsfrist nach § 23 EStG in ihrer heutigen Form ist nicht mehr zeitgemäß. Sie privilegiert ausgerechnet jene, die ohnehin schon profitiert haben – auf Kosten einer Generation, die heute kaum noch Eigentum aufbauen kann.
Unser Vorschlag:
Spekulationsprivileg beenden – Freibetrag einführen
Wir fordern die sofortige Reform des § 23 EStG:
- Abschaffung der pauschalen Steuerfreiheit nach zehn Jahren – unabhängig davon, ob es sich um vermietete oder selbstgenutzte Immobilien handelt.
- Auch die bislang geltende Steuerbefreiung bei selbstbewohnten Immobilien (§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 EStG) soll entfallen.
- Stattdessen: Einführung eines Freibetrags von 200.000 € pro Immobilie auf Gewinne aus Immobilienverkäufen – unabhängig von der Nutzungsart.
- Alles darüber hinaus wird – wie jedes andere Einkommen – angemessen besteuert.
Dieser Freibetrag schützt echte Bedarfsverkäufe (z. B. im Pflegefall, bei Umzug oder Scheidung), beendet aber die strukturelle Bevorzugung steuerfreier Spekulationsgewinne – auch im selbstgenutzten Bereich, der zunehmend zur Vermögensabschirmung genutzt wird.
Immobilienpreise & Mieten könnten sinken – weil der Anreiz zum Höchstpreisverkauf schwindet
Ein weiterer Effekt: Wenn eine Generation (wie die Boomer) ihren Vermögensaufbau größtenteils abgeschlossen hat, ändert sich oft auch ihre Verkaufsstrategie.
Viele verkaufen nicht mehr aus Renditemaximierung, sondern aus pragmatischen oder familiären Gründen – z. B. im Alter, bei Pflegebedarf oder weil das Haus zu groß wird.
Die Folge:
- Verkäufer sind eher bereit, faire Preise zu akzeptieren, statt auf den Höchstpreis zu spekulieren.
- In Kombination mit steigenden Zinsen, verschärften Finanzierungsbedingungen und demografischem Wandel kann dies zu einem sinkenden Preisniveau führen – besonders in weniger gefragten Lagen.
- Auch Mieten können stabil bleiben oder sogar sinken, wenn Immobilien nicht mehr zu jedem Preis weitergegeben oder auf Höchstertrag bewirtschaftet werden sollen, sondern es ums Weitergeben innerhalb der Familie oder eine zügige Vermietung ohne Leerstand geht.
Kurz gesagt:
Weniger Verkaufsdruck für Höchstpreise = mehr realistische Marktpreise.
Ein Markt, der zunehmend von Verkäufern geprägt ist, die bereits viel Vermögen aufgebaut haben, kann so für Käufer und Mieter wieder zugänglicher werden.
Jetzt Verantwortung übernehmen – Für mehr Fairness zwischen den Generationen
Diese Reform ist kein Angriff auf Eigentum – sie ist ein Beitrag zur sozialen Stabilität, Gerechtigkeit und Zukunftssicherung. Wer über Jahrzehnte steuerfrei profitieren konnte, kann einen fairen Beitrag zur Finanzierung der Gegenwart leisten.
Unterstützen Sie diese Petition, wenn Sie wollen, dass:
- die Generation, die profitiert hat, Verantwortung übernimmt,
- die nachfolgenden Generationen wieder aufsteigen können,
- und der Wohlstand in Deutschland fair und zukunftsfähig verteilt wird.
Denn Leistung darf sich nicht nur für die Vergangenheit lohnen – sondern auch für die Zukunft.
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Petition am 7. Juli 2025 erstellt