Wir fordern eine Katzenschutzverordnung für Bayern.


Wir fordern eine Katzenschutzverordnung für Bayern.
Das Problem
"Eine Hauskatze kann bis zu 20 Jahre alt werden – wird eine Katze hingegen auf der Straße geboren, liegt die Lebenserwartung oft bei nur wenigen Monaten. Die Sterberate von Kitten von Straßenkatzen ist enorm hoch. `Bis zu 75 % erreichen nicht den 6. Lebensmonat, davon sterben 48 % bevor sie 100 Tage alt sind` (Schröder, 2015, S. 573 Populationsmanagement frei lebender Katzen. Der Praktische Tierarzt 96: S. 573-575.)."
Das Problem mit Streunerkatzen wird auch in Bayern, Deutschland immer größer.
Eine Studie des Bundesamtes für Naturschutz zeigt, dass es in Deutschland rund zwei Millionen Streunerkatzen gibt (Quelle: Bundesamt für Naturschutz). Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher. Etwa 300.000 davon leben oder vielmehr leiden in Bayern.
Wie groß das Problem tatsächlich ist – vor allem, wenn Katzen überhaupt nicht kastriert werden -, lässt sich leicht errechnen, wenn man weiß, dass jede weibliche Katze zwei- bis dreimal pro Jahr Nachwuchs bekommt und jedes Mal durchschnittlich drei bis vier Junge zur Welt bringt. Geschlechtsreif ist eine Katze übrigens mit sechs bis acht Monaten. Wer nun zum Taschenrechner greift, sollte nicht vergessen, dass die April-Babys im Oktober, spätestens aber im nächsten Frühjahr selbst Elternfreuden genießen können.
Leider sind viele Menschen nicht bereit, die Verantwortung, für ihre Tiere konsequent zu tragen – und setzen entweder die trächtige Mutter oder zumindest den überflüssigen Nachwuchs aus. Diese Tiere sind – sofern sie nicht das Glück haben in einem Tierheim zu landen – die Basis für unendliches Leid. Als Haustiere können sie ohne den Menschen nicht überleben, denn sie hungern, erkranken und verkommen elendig. Tierschutzvereine und Privatleute geben alles, um das Leid einzudämmen, was enorme Kosten verursacht, denn die Zahl der hilfebedürftigen Katzen wird immer größer. Ein einzelnes unkastriertes Tier mit Besitzer kann die harte und teils jahrelange Tierschutzarbeit in einer Straße, einer Gemeinde, einem Dorf zunichte machen. Solange Besitzer nicht in die Verantwortung genommen werden, ihre Katzen und Kater zu kastrieren, geht das Leid endlos weiter.
Die Lösung ist so leicht und bereits mehrfach durch Praxis, durch Ämter, durch Juristen etc. bestätigt: Katzenschutzverordnung mit Kastrationspflicht, Kennzeichnungspflicht und Registrierungspflicht für Katzen mit Besitzer und Freigang. Und zwar braucht es diese im Tierschutzgesetz verankerte Verordnung einheitlich. Seit Juli 2013 berechtigt § 13b des Tierschutzgesetzes Landesregierungen dazu, entsprechende Rechtsverordnungen zu erlassen, um frei lebende Katzen besser zu schützen. Dies würde dazu beitragen, die Population zu kontrollieren und das Wohlergehen der Tiere zu verbessern.
Durch die Kennzeichnung – z. B. per Chip, der bei jedem Tierarzt ausgelesen werden kann und der Registrierung des Tieres (bei TASSO e.V. , FINDEFIX oder dem deutschen Haustierregister) – kann außerdem der Halter ermittelt werden, wenn ein Tier doch einmal abhandengekommen ist. Diese Maßnahmen entlasten auch die Tierheime enorm.
Es muss JETZT gehandelt werden, sonst haben wir in ein paar Jahren ein Problem mit Straßentieren, wie man es im Ausland bereits kennt.
Bitte unterstützen Sie diese Petition durch Ihre Unterschrift.
Bild von rawpixel.com auf Freepik

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Das Problem
"Eine Hauskatze kann bis zu 20 Jahre alt werden – wird eine Katze hingegen auf der Straße geboren, liegt die Lebenserwartung oft bei nur wenigen Monaten. Die Sterberate von Kitten von Straßenkatzen ist enorm hoch. `Bis zu 75 % erreichen nicht den 6. Lebensmonat, davon sterben 48 % bevor sie 100 Tage alt sind` (Schröder, 2015, S. 573 Populationsmanagement frei lebender Katzen. Der Praktische Tierarzt 96: S. 573-575.)."
Das Problem mit Streunerkatzen wird auch in Bayern, Deutschland immer größer.
Eine Studie des Bundesamtes für Naturschutz zeigt, dass es in Deutschland rund zwei Millionen Streunerkatzen gibt (Quelle: Bundesamt für Naturschutz). Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher. Etwa 300.000 davon leben oder vielmehr leiden in Bayern.
Wie groß das Problem tatsächlich ist – vor allem, wenn Katzen überhaupt nicht kastriert werden -, lässt sich leicht errechnen, wenn man weiß, dass jede weibliche Katze zwei- bis dreimal pro Jahr Nachwuchs bekommt und jedes Mal durchschnittlich drei bis vier Junge zur Welt bringt. Geschlechtsreif ist eine Katze übrigens mit sechs bis acht Monaten. Wer nun zum Taschenrechner greift, sollte nicht vergessen, dass die April-Babys im Oktober, spätestens aber im nächsten Frühjahr selbst Elternfreuden genießen können.
Leider sind viele Menschen nicht bereit, die Verantwortung, für ihre Tiere konsequent zu tragen – und setzen entweder die trächtige Mutter oder zumindest den überflüssigen Nachwuchs aus. Diese Tiere sind – sofern sie nicht das Glück haben in einem Tierheim zu landen – die Basis für unendliches Leid. Als Haustiere können sie ohne den Menschen nicht überleben, denn sie hungern, erkranken und verkommen elendig. Tierschutzvereine und Privatleute geben alles, um das Leid einzudämmen, was enorme Kosten verursacht, denn die Zahl der hilfebedürftigen Katzen wird immer größer. Ein einzelnes unkastriertes Tier mit Besitzer kann die harte und teils jahrelange Tierschutzarbeit in einer Straße, einer Gemeinde, einem Dorf zunichte machen. Solange Besitzer nicht in die Verantwortung genommen werden, ihre Katzen und Kater zu kastrieren, geht das Leid endlos weiter.
Die Lösung ist so leicht und bereits mehrfach durch Praxis, durch Ämter, durch Juristen etc. bestätigt: Katzenschutzverordnung mit Kastrationspflicht, Kennzeichnungspflicht und Registrierungspflicht für Katzen mit Besitzer und Freigang. Und zwar braucht es diese im Tierschutzgesetz verankerte Verordnung einheitlich. Seit Juli 2013 berechtigt § 13b des Tierschutzgesetzes Landesregierungen dazu, entsprechende Rechtsverordnungen zu erlassen, um frei lebende Katzen besser zu schützen. Dies würde dazu beitragen, die Population zu kontrollieren und das Wohlergehen der Tiere zu verbessern.
Durch die Kennzeichnung – z. B. per Chip, der bei jedem Tierarzt ausgelesen werden kann und der Registrierung des Tieres (bei TASSO e.V. , FINDEFIX oder dem deutschen Haustierregister) – kann außerdem der Halter ermittelt werden, wenn ein Tier doch einmal abhandengekommen ist. Diese Maßnahmen entlasten auch die Tierheime enorm.
Es muss JETZT gehandelt werden, sonst haben wir in ein paar Jahren ein Problem mit Straßentieren, wie man es im Ausland bereits kennt.
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Petition am 16. Februar 2024 erstellt