

Hier, wo das "Restaurant für Hunde" entstehen soll, ist immer noch nichts zu sehen. Doch nach langem Warten gibt es endlich wieder einmal Neuigkeiten aus Boca Chica. Dort ist die geplante Futterstation für Strandhunde von einem ambitionierten Tierschutzprojekt zu einem Politikum geworden. Pedro Lorenzo, ein Freund von Emily Espinosa und Leiter der Abteilung für Jugend im östlichen Bezirk von Santo Domingo, der gute Kontakte zur Stadtverwaltung von Boca Chica unterhält, setzt sich sehr für das Projekt ein ebenso wie der Bürgermeister von Boca Chica selbst, der von den positive Auswirkungen des Projekts für den Ferienort überzeugt ist.
Doch alles geht seinen langsamen Behördengang… Zunächst forderte der Bürgermeister eine schriftliche Dokumentation des Projekts. Dann wurde festgestellt, dass eine Futterstation, die einfach aufgestellt würde, der Witterung nicht dauerhaft standhalten würde. Daher soll ein Betonfundament erstellt werden, das in den Boden eingelassen wird und dessen Oberfläche gefliesst wird, um sie vor Verwitterung zu schützen. Eine auf öffentlichem Land fest installierte Konstruktion bedarf aber einer anderen Genehmigungen als eine, die bloß aufgestellt wird und diese Genehmigung ist nun beantragt. Während man darauf wartet, wird Aufklärungsarbeit in der Nachbarschaft betrieben, um bei den Anwohnern, von denen manche noch skeptisch sind, Akzeptanz für die Futterstation zu erzeugen.
Obwohl die Umsetzung so lange dauert, können wir sicherlich davon ausgehen, dass die Hunde vor Massenvergiftungen geschützt sind, solange das Projekt von öffentlicher Seite wohlwollend unterstützt wird.
Vor kurzem erhielten wir folgende Email aus Boca Chica, über die wir uns sehr gefreut haben:
„Sehr geehrte Frau Gorki-Grobe, als Deutscher, der in der Dominikanischen Republik (Boca Chica) lebt, darf ich mich für Ihr Projekt und die Arbeit aller Mitarbeiter sehr herzlich bedanken. Meines Erachtens sind die Verbesserungen allein seit Ihrem letzten Besuch hier spürbar und wir denken gerne an Ihre Mitarbeiter zurück, wenn wir Hunde mit dem gelben Ohrclip sehen.“
Und der nächste Einsatz steht schon fest: Anfang Januar 2019 werden Anja Heß, Ingrid Stegemann, Alfred Huber und Dolores Rohrer wieder zum Kastrieren in Boca Chica sein (und auch in der Favela in Santo Domingo, in Alonse und San Juan…)