

Liebe Unterstützer:innen, am 6. Mai haben wir Wintershall Dea gezeigt, was wir von neuen Ölbohrungen im Wattenmeer halten: Nämlich gar nichts! Gemeinsam mit der Schutzstation Wattenmeer, dem WWF und Klimaaktivistin Louisa Schneider haben wir uns ins Watt begeben und direkt vor der Bohrinsel Mittelplate dagegen protestiert. Nun benötigen wir Euren Support: Unterschreibt und teilt unsere Petition jetzt weiter. Denn jede Stimme zählt.
Mit schlammigen Füßen haben wir den Öl- und Gasriesen Wintershall Dea aufgefordert, seine Pläne für neue Ölbohrungen im Nationalpark Wattenmeer sofort zu stoppen und die bestehende Ölförderung bis 2030 zu beenden! Diese gemeinsame Aktion hat gutgetan, denn sie zeigt, dass wir Wintershall Dea nicht allein die Stirn bieten müssen. Bei der Aktion haben wir auch einen „Infopoint“ des Großkonzerns an der Küste entdeckt. Darauf ist vom „schwarzen Gold“ unter dem Wattenmeer die Rede. Was für ein Zynismus! Ein fossiler Rohstoff, dessen Förderung und Verbrennung unsere Lebensgrundlagen zerstört, ist für den fossilen Konzern einfach bloß eine Geldmaschine, „Gold“ eben. Das entlarvt ganz klar, worum es dem Konzern einzig und alleine geht: Um seine Profite, und dafür bringt Wintershall Dea nicht nur den einzigartigen Naturraum im Wattenmeer in Gefahr, sondern feuert die Klimakrise weiter an.
Dabei ist wichtig: Es gibt überhaupt keine Rechtfertigung, die bestehende Ölförderung zu erweitern, auch der Ukraine-Krieg ist kein Grund. Die Ölförderung auf der Mittelplate trägt nicht zur Versorgungssicherheit bei! Sie liefert lediglich ein Prozent des deutschen Ölbedarfs. Die neuen Bohrungen würden nur weitere 0,1 Prozent ergänzen. Das steht in keinem Verhältnis zu den Gefahren, die die Ölbohrungen in diesem sensiblen Öko-System darstellen. Außerdem: Die Mengen, um die es hier geht, kann man viel einfacher durch Energieeffizienz einsparen! Für euch zum Nachlesen: Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hat bestätigt: Wir brauchen weder neue LNG Terminals noch neue Bohrungen, um die Energieversorgung zu sichern.
Leider müssen wir immer wieder konstatieren: Der Ukraine-Krieg verunsichert Politik und Gesellschaft derart, dass irrationale Scheinlösungen plötzlich Fürsprecher:innen gewinnen. Auch die CDU in Schleswig-Holstein, die aus der kürzlich stattfindenden Landtagswahl mit Abstand als Sieger hervorging, ist ein Befürworter der neuen Ölbohrungen. Unser Protest richtet sich deshalb auch an die künftige Landesregierung Schleswig-Holsteins. Sie darf neue Ölförderungen keinesfalls unterstützen! Im Gegenteil: Wir brauchen mit dem Jahr 2030 endlich ein Ausstiegsdatum aus der Ölförderung im Wattenmeer: Diese Aufgabe muss die künftige Landesregierung übernehmen!
Helft uns, die Landesregierung unter Druck zu setzen – teilt unsere Petition!
Die Fortsetzung der Förderung auf der Mittelplate im sensiblen Weltnaturerbe-Gebiet Wattenmeer gefährdet den Erhalt der biologischen Vielfalt und widerspricht sämtlichen Klimazielen. Um die Erderhitzung zu begrenzen, muss ein großer Teil der weltweiten Ölvorräte im Boden bleiben. Wo könnte man besser damit anfangen als in einem Schutzgebiet? Deutschland muss als eines der reichsten Länder mit dem Öl- und Gasausstieg beginnen! Statt neue fossile Projekte zu starten, müssen Landes – und Bundesregierung den Fokus auf Energieeinsparmaßnahmen legen. Unterstützt unsere Petition deshalb noch heute und teilt sie mit so vielen Menschen wie möglich!
Herzlichen Dank für Eure Unterstützung!
Eure Louisa und die Deutsche Umwelthilfe.