Wiederaufnahme Schulbusverkehr Pattscheid / Grundschule Berg.-Neukirchen


Wiederaufnahme Schulbusverkehr Pattscheid / Grundschule Berg.-Neukirchen
Das Problem
Die Grundschulkinder sind die Dummen!
Nach Beschluß des Stadtrates ist der Schulbusverkehr aus dem Stadtteil Leverkusen - Pattscheid zur Grundschule LEV - Bergisch Neukirchen zum Schuljahreswechsel 2023/24 eingestellt.
Die neueste von vielen Einsparungen in diesem Bereich der letzten Jahre!
Die Begründung für diese Streichung scheint erstmal logisch:
- Gleichstellung aller Grundschüler
- Es gibt einen Regelbusbetrieb, der genutzt werden soll
Die Politik stellt sich das so vor, daß die I-Dötzchen, und um die geht es in der Hauptsache:
Für den Hinweg:
- An den Normalhaltestellen in die SB24 einsteigen und
- an der Wuppertalstraße aussteigen
- eine erste Begleitung durch die Eltern gewährleistet ist
Für den Rückweg:
- Die Kinder alleine zur Burscheider Straße laufen und
- diese an den ausgewiesenen Ampeln überqueren und
- mit dem Bus Richtung Pattscheid fahren und dort wieder richtig aussteigen
Es mag ja sein, daß dies in der Theorie funktioniert, in meinen Augen ist die Realität allerdings eine andere.
Auch wenn Politiker von OpladenPlus eine praktische Erfahrung mit dem Bus gesammelt haben, gehe ich hier, aus der jahrelangen Erfahrung, nicht konform.
Wie ist derzeit die reale Situation?
Ich fahre so gut wie jeden Morgen diese Strecke zur Arbeit, allerdings in die Gegenrichtung, also Richtung Pattscheid.
- die Burscheider Straße Richtung Opladen ist meistens hoffnungslos überlastet (und nicht nur durch die Baustelle Rennbaumkreisel)
- spätestens ab Oktober ist die SB24 stark überlastet mit Schülern der weiterführenden Schulen (z.B. Opladen Marianum, Realschulen etc.)
- Linienbusse fahren durch die Überfüllung an den Haltestellen vorbei, so daß sogar ältere Kinder Probleme kriegen in die Schule zu fahren
- die Kreuzung Wuppertalstraße/Burscheider Straße ist ein Chaosknoten
- die Wuppertalstraße ist eine Hauptachse nach Leichlingen, und weiter, für den Berufsverkehr und ebenfalls stark befahren.
Was passiert also morgens, wenn die Theorie nicht greift:
- Die Kinder müssen sich an der stark frequentierten Burscheider Straße orientieren, wo (deutlich rücksichtslose) Autofahrer gerne auch mal über die Busspur abbiegen.
- Sie müssen ein langes Stück an der Wuppertalstraße laufen und spätestens an der Einfahrt zur Schwimmhalle auf einbiegenden Verkehr achten und reagieren.
- Aber in der Hauptsache: Sie müssen erstmal lernen, wo sie überhaupt hin müssen. Und das in einem Chaos aus Busnutzung, Hauptverkehrszeit usw.
Auf dem Rückweg verändert sich die Situation sogar noch um weitere Details:
- die Kinder müssen mindestens einmal die Straße überqueren (entweder die Burscheider Straße direkt an der Kreuzungsseite "Spreen", oder vorher die Wuppertalstraße an der Fußgängerampel und später die Burscheider Straße auf der Sparkassenseite.)
- es verkehren ab der Haltestelle Wuppertalstraße (Fahrtrichtung Pattscheid) mehrere Buslinien, die nicht alle Richtung Burscheid fahren.
Das heißt, die Erstklässler müssen sich nicht nur in einem neuen Lebensabschnitt zurecht finden, sondern Verkehrschaos und Lesen beherrschen, damit sie heil und sicher ihrer Wege gehen.
Zitat aus dem Rat: Man könne es Kindern „auf dem Weg zum Erwachsen werden zumuten, diesen Weg auch zu gehen“.
Aber muß man diesen Weg mit Steinen pflastern?
Ja, es mag Kinder geben, die das alles bereits können.
Ja, auch ich bin der Meinung, daß man den Kindern mittlerweile deutlich zu wenig zutraut. Aber dann doch lieber ein bisschen später, wenn sich die erste Sicherheit im Leben gefestigt hat. Durch Bäume klettern und Fahrrad fahren etc..
Aber im Alter von 5-6 Jahren den Kindern (und Eltern) dies zuzumuten halte ich für eine Frechheit! Und für Unfallfördernd!
Was ist die Folge, und hier wird ein Argument aus dem Rat zur absoluten Lächerlichkeit ( Zitat:" auch der Umweltschutz spielt eine Rolle und auch deshalb sollte der Busverkehr eingeschränkt werden!"):
- es werden, verständlicherweise, noch mehr Elterntaxen die Grundschule anfahren (Umweltschutz?!?)
- der morgendliche Verkehrsinfarkt wird noch größer als er eh schon ist, weil jetzt auch Eltern fahren, die bisher diese Strecke nicht nutzen mußten.
- weitere Belastung des Parkplatzes am Schwimmbad durch den Hol-Bring-Service
- Eltern, die aus den verschiedensten Gründen die Betreuung nicht leisten können, werden wieder mal in der Fürsorge für ihre Kinder alleine gelassen bzw. vor ein Problem gestellt.
Wollten wir in der Stadt nicht die Eltern-Taxi-Kultur verringern.
Wurden nicht deshalb extra kleine Parkzonen eingerichtet, damit dieser Verkehr nicht mehr vor den Schulen statt findet?
So, wie es jetzt beschlossen wurde, wird genau das Gegenteil passieren!
Deutlich mehr Verkehr durch fahrende Eltern!
Und, egal in welcher Form die Kinder zur Schule kommen, ob mit Eltern oder Linienbus, die Unfallgefahr wird sich stark erhöhen!
Ich fordere deshalb den Rat der Stadt Leverkusen und Herrn Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) auf, diese Entscheidung zu revidieren und das Gespräch mit den betroffenen Eltern zu suchen, anstatt am grünen Tisch eine Entscheidung zu fällen, die an der Realität vorbei geht.
Gleiches fordere ich auch für ALLE weiteren Schulstandorte!
Der Schülerverkehr gehört so zum ÖPNV wie der normale Linienverkehr und ist demzufolge zu fördern, nicht zu streichen.
Der Rat und der Oberbürgermeister haben hier die Vorsorgepflicht gegenüber ihren jüngsten Bürgern.
Ich setze den Rat und den Oberbürgermeister hiermit in Verantwortung für jedes verunglückte Kind, welches aus Gründen Ihrer Entscheidung zu Schaden kommt.
Es kann nicht sein, daß wir unsere jüngsten Bürger und Ihre Sorgeberechtigten immer wieder alleine lassen und Entscheidungen gegen genau diese Bürgerschaft hinnehmen müssen.
Das S in SPD steht für SOZIAL!
Also finden Sie mit den Betroffenen eine angemessene Lösung!
Und nicht nur in Pattscheid.
Es betrifft auch die Einzugsgebiete vieler anderer Grundschulen.
Dann greift auch das Argument "Umweltschutz"!
gez.
Jens A. Geibel
(LEV-Lützenkirchen)
ÖDP - Die Naturschutzpartei
Vorsitzender d. KV Köln, Leverkusen, Rhein-Berg, Rhein-Erft

Das Problem
Die Grundschulkinder sind die Dummen!
Nach Beschluß des Stadtrates ist der Schulbusverkehr aus dem Stadtteil Leverkusen - Pattscheid zur Grundschule LEV - Bergisch Neukirchen zum Schuljahreswechsel 2023/24 eingestellt.
Die neueste von vielen Einsparungen in diesem Bereich der letzten Jahre!
Die Begründung für diese Streichung scheint erstmal logisch:
- Gleichstellung aller Grundschüler
- Es gibt einen Regelbusbetrieb, der genutzt werden soll
Die Politik stellt sich das so vor, daß die I-Dötzchen, und um die geht es in der Hauptsache:
Für den Hinweg:
- An den Normalhaltestellen in die SB24 einsteigen und
- an der Wuppertalstraße aussteigen
- eine erste Begleitung durch die Eltern gewährleistet ist
Für den Rückweg:
- Die Kinder alleine zur Burscheider Straße laufen und
- diese an den ausgewiesenen Ampeln überqueren und
- mit dem Bus Richtung Pattscheid fahren und dort wieder richtig aussteigen
Es mag ja sein, daß dies in der Theorie funktioniert, in meinen Augen ist die Realität allerdings eine andere.
Auch wenn Politiker von OpladenPlus eine praktische Erfahrung mit dem Bus gesammelt haben, gehe ich hier, aus der jahrelangen Erfahrung, nicht konform.
Wie ist derzeit die reale Situation?
Ich fahre so gut wie jeden Morgen diese Strecke zur Arbeit, allerdings in die Gegenrichtung, also Richtung Pattscheid.
- die Burscheider Straße Richtung Opladen ist meistens hoffnungslos überlastet (und nicht nur durch die Baustelle Rennbaumkreisel)
- spätestens ab Oktober ist die SB24 stark überlastet mit Schülern der weiterführenden Schulen (z.B. Opladen Marianum, Realschulen etc.)
- Linienbusse fahren durch die Überfüllung an den Haltestellen vorbei, so daß sogar ältere Kinder Probleme kriegen in die Schule zu fahren
- die Kreuzung Wuppertalstraße/Burscheider Straße ist ein Chaosknoten
- die Wuppertalstraße ist eine Hauptachse nach Leichlingen, und weiter, für den Berufsverkehr und ebenfalls stark befahren.
Was passiert also morgens, wenn die Theorie nicht greift:
- Die Kinder müssen sich an der stark frequentierten Burscheider Straße orientieren, wo (deutlich rücksichtslose) Autofahrer gerne auch mal über die Busspur abbiegen.
- Sie müssen ein langes Stück an der Wuppertalstraße laufen und spätestens an der Einfahrt zur Schwimmhalle auf einbiegenden Verkehr achten und reagieren.
- Aber in der Hauptsache: Sie müssen erstmal lernen, wo sie überhaupt hin müssen. Und das in einem Chaos aus Busnutzung, Hauptverkehrszeit usw.
Auf dem Rückweg verändert sich die Situation sogar noch um weitere Details:
- die Kinder müssen mindestens einmal die Straße überqueren (entweder die Burscheider Straße direkt an der Kreuzungsseite "Spreen", oder vorher die Wuppertalstraße an der Fußgängerampel und später die Burscheider Straße auf der Sparkassenseite.)
- es verkehren ab der Haltestelle Wuppertalstraße (Fahrtrichtung Pattscheid) mehrere Buslinien, die nicht alle Richtung Burscheid fahren.
Das heißt, die Erstklässler müssen sich nicht nur in einem neuen Lebensabschnitt zurecht finden, sondern Verkehrschaos und Lesen beherrschen, damit sie heil und sicher ihrer Wege gehen.
Zitat aus dem Rat: Man könne es Kindern „auf dem Weg zum Erwachsen werden zumuten, diesen Weg auch zu gehen“.
Aber muß man diesen Weg mit Steinen pflastern?
Ja, es mag Kinder geben, die das alles bereits können.
Ja, auch ich bin der Meinung, daß man den Kindern mittlerweile deutlich zu wenig zutraut. Aber dann doch lieber ein bisschen später, wenn sich die erste Sicherheit im Leben gefestigt hat. Durch Bäume klettern und Fahrrad fahren etc..
Aber im Alter von 5-6 Jahren den Kindern (und Eltern) dies zuzumuten halte ich für eine Frechheit! Und für Unfallfördernd!
Was ist die Folge, und hier wird ein Argument aus dem Rat zur absoluten Lächerlichkeit ( Zitat:" auch der Umweltschutz spielt eine Rolle und auch deshalb sollte der Busverkehr eingeschränkt werden!"):
- es werden, verständlicherweise, noch mehr Elterntaxen die Grundschule anfahren (Umweltschutz?!?)
- der morgendliche Verkehrsinfarkt wird noch größer als er eh schon ist, weil jetzt auch Eltern fahren, die bisher diese Strecke nicht nutzen mußten.
- weitere Belastung des Parkplatzes am Schwimmbad durch den Hol-Bring-Service
- Eltern, die aus den verschiedensten Gründen die Betreuung nicht leisten können, werden wieder mal in der Fürsorge für ihre Kinder alleine gelassen bzw. vor ein Problem gestellt.
Wollten wir in der Stadt nicht die Eltern-Taxi-Kultur verringern.
Wurden nicht deshalb extra kleine Parkzonen eingerichtet, damit dieser Verkehr nicht mehr vor den Schulen statt findet?
So, wie es jetzt beschlossen wurde, wird genau das Gegenteil passieren!
Deutlich mehr Verkehr durch fahrende Eltern!
Und, egal in welcher Form die Kinder zur Schule kommen, ob mit Eltern oder Linienbus, die Unfallgefahr wird sich stark erhöhen!
Ich fordere deshalb den Rat der Stadt Leverkusen und Herrn Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) auf, diese Entscheidung zu revidieren und das Gespräch mit den betroffenen Eltern zu suchen, anstatt am grünen Tisch eine Entscheidung zu fällen, die an der Realität vorbei geht.
Gleiches fordere ich auch für ALLE weiteren Schulstandorte!
Der Schülerverkehr gehört so zum ÖPNV wie der normale Linienverkehr und ist demzufolge zu fördern, nicht zu streichen.
Der Rat und der Oberbürgermeister haben hier die Vorsorgepflicht gegenüber ihren jüngsten Bürgern.
Ich setze den Rat und den Oberbürgermeister hiermit in Verantwortung für jedes verunglückte Kind, welches aus Gründen Ihrer Entscheidung zu Schaden kommt.
Es kann nicht sein, daß wir unsere jüngsten Bürger und Ihre Sorgeberechtigten immer wieder alleine lassen und Entscheidungen gegen genau diese Bürgerschaft hinnehmen müssen.
Das S in SPD steht für SOZIAL!
Also finden Sie mit den Betroffenen eine angemessene Lösung!
Und nicht nur in Pattscheid.
Es betrifft auch die Einzugsgebiete vieler anderer Grundschulen.
Dann greift auch das Argument "Umweltschutz"!
gez.
Jens A. Geibel
(LEV-Lützenkirchen)
ÖDP - Die Naturschutzpartei
Vorsitzender d. KV Köln, Leverkusen, Rhein-Berg, Rhein-Erft

Petition geschlossen.
Jetzt die Petition teilen!
Neuigkeiten zur Petition
Diese Petition teilen
Petition am 19. Juni 2023 erstellt