
(ergänzter Auszug aus einem Artikel in der WELT vom 24.08.2022)
Laut Wirtschaftsminister Robert Habeck lassen sich durch einen Weiterbetrieb der noch laufenden 3 deutschen Atomkraftwerke maximal 2% Erdgas einsparen. Aber ist das wirklich so wenig? Die Statistik stimmt, nur sollte man die Einsparung ins richtige Verhältnis setzen.
Gerechnet wurde das für 3 KKW im Streckbetrieb über 3 Monate Das ergibt ca. 8,7 TWh Stromerzeugung (Anmerkung: im Normalbetrieb liefert ein KKW 1,1TWh pro Monat). Die o.g. 2% Rechnung bezieht sich auf den gesamten deutschen Erdgasverbrauch. Die 110 TWh Gas, die jetzt noch aus Russland über die Nord-Stream-1-Pipeline ankommen (20%-ige Auslastung), würden durch das atomare Ersatzpotenzial von 8,7 TWh immerhin um 8% reduziert. Wenn also die Atomkraft laut Berechnung im Auftrag von Greenpeace 8,7 TWh Kraftwerksgas ersetzen kann, dann sind das bereits fünf Prozentpunkte jener 20 Prozent Gaseinsparung, zu der sich Deutschland gegenüber der EU in einer „freiwilligen Selbstverpflichtung“ bereit erklärt hatte. 8,7 TWh entsprechen allein auch immerhin 18,5 % der deutschen Gasförderung im Inland.
Dass eine richtige Laufzeitverlängerung aller 6 KKWs um mehrer Jahre neben dem Effekt auf dem Gasmarkt auch helfen würde, die aktuell dramatisch steigenden Strompreise einzufangen, käme als Effekt noch hinzu.
Bitte unterstütze diese Petition mit 5 EUR um mehr Interessenten zu erreichen.