Warten ist kein Nachteilsausgleich

Warten ist kein Nachteilsausgleich

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Dagmar Kohl und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wenn Familien Jahre auf Entscheidungen warten müssen, verliert das Recht seinen Wert

Im November 2024 erlitt unsere damals 16-jährige Tochter während des Schulunterrichts eine schwere Hirnblutung. Sie musste reanimiert werden und überlebte nur dank schneller medizinischer Hilfe.

Es folgten Operationen, Rehabilitation und ein langer Weg zurück ins Leben.

Heute lebt sie mit neurologischen und neuropsychologischen Einschränkungen, benötigt Therapien, Schulbegleitung und hat Pflegegrad 3.

Doch die größte Belastung begann nicht im Krankenhaus und nicht in der Reha.

Sie begann danach.

Seit über 15 Monaten kämpfen wir uns durch Anträge, Gutachten, Zuständigkeiten, Widersprüche und Behördenverfahren. Obwohl medizinische Unterlagen längst vorliegen und Entscheidungen für die Teilhabe unserer Tochter von großer Bedeutung sind, ist das Verfahren bis heute nicht abgeschlossen.

Und wir sind kein Einzelfall.

Tausende Familien in Deutschland warten monatelang oder sogar jahrelang auf Entscheidungen über:

  • Schwerbehindertenausweise
  • Nachteilsausgleiche
  • Schulbegleitungen
  • Eingliederungshilfen
  • Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderungen

Während die Akten liegen bleiben, läuft das Leben weiter.

Kinder gehen zur Schule.

Jugendliche beginnen Ausbildung oder Studium.

Familien organisieren Pflege, Therapien und Alltag.

Die Zeit, die verloren geht, kann niemand zurückgeben.

Deshalb fordern wir:

1. Verbindliche Bearbeitungsfristen

Anträge und Widersprüche im Schwerbehinderten- und Teilhaberecht dürfen nicht über Jahre offen bleiben.

2. Transparente Bearbeitungsstände

Betroffene müssen jederzeit nachvollziehen können, wo sich ihr Verfahren befindet und wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist.

3. Vorrangige Bearbeitung von Verfahren bei Kindern und Jugendlichen

Wer sich in Ausbildung, Schule oder Übergängen ins Berufsleben befindet, darf nicht durch jahrelange Verfahren benachteiligt werden.

4. Mehr Unterstützung für Familien

Familien dürfen nicht zu Vollzeit-Managern von Behördenverfahren werden.

Warum diese Petition wichtig ist

Ein Sozialstaat wird nicht nur daran gemessen, welche Rechte auf dem Papier bestehen.

Er wird daran gemessen, ob Menschen diese Rechte auch tatsächlich und rechtzeitig wahrnehmen können.

Wenn Verfahren so lange dauern, dass Kinder volljährig werden, bevor über ihre Ansprüche entschieden wird, dann stimmt etwas nicht.

Teilhabe braucht Entscheidungen.

Und Entscheidungen müssen rechtzeitig getroffen werden.

Unterstützen Sie diese Petition, damit Familien mit pflegebedürftigen und behinderten Kindern nicht länger zwischen Aktenbergen und Bearbeitungsstau aufgerieben werden.

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Dagmar Kohl und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wenn Familien Jahre auf Entscheidungen warten müssen, verliert das Recht seinen Wert

Im November 2024 erlitt unsere damals 16-jährige Tochter während des Schulunterrichts eine schwere Hirnblutung. Sie musste reanimiert werden und überlebte nur dank schneller medizinischer Hilfe.

Es folgten Operationen, Rehabilitation und ein langer Weg zurück ins Leben.

Heute lebt sie mit neurologischen und neuropsychologischen Einschränkungen, benötigt Therapien, Schulbegleitung und hat Pflegegrad 3.

Doch die größte Belastung begann nicht im Krankenhaus und nicht in der Reha.

Sie begann danach.

Seit über 15 Monaten kämpfen wir uns durch Anträge, Gutachten, Zuständigkeiten, Widersprüche und Behördenverfahren. Obwohl medizinische Unterlagen längst vorliegen und Entscheidungen für die Teilhabe unserer Tochter von großer Bedeutung sind, ist das Verfahren bis heute nicht abgeschlossen.

Und wir sind kein Einzelfall.

Tausende Familien in Deutschland warten monatelang oder sogar jahrelang auf Entscheidungen über:

  • Schwerbehindertenausweise
  • Nachteilsausgleiche
  • Schulbegleitungen
  • Eingliederungshilfen
  • Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderungen

Während die Akten liegen bleiben, läuft das Leben weiter.

Kinder gehen zur Schule.

Jugendliche beginnen Ausbildung oder Studium.

Familien organisieren Pflege, Therapien und Alltag.

Die Zeit, die verloren geht, kann niemand zurückgeben.

Deshalb fordern wir:

1. Verbindliche Bearbeitungsfristen

Anträge und Widersprüche im Schwerbehinderten- und Teilhaberecht dürfen nicht über Jahre offen bleiben.

2. Transparente Bearbeitungsstände

Betroffene müssen jederzeit nachvollziehen können, wo sich ihr Verfahren befindet und wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist.

3. Vorrangige Bearbeitung von Verfahren bei Kindern und Jugendlichen

Wer sich in Ausbildung, Schule oder Übergängen ins Berufsleben befindet, darf nicht durch jahrelange Verfahren benachteiligt werden.

4. Mehr Unterstützung für Familien

Familien dürfen nicht zu Vollzeit-Managern von Behördenverfahren werden.

Warum diese Petition wichtig ist

Ein Sozialstaat wird nicht nur daran gemessen, welche Rechte auf dem Papier bestehen.

Er wird daran gemessen, ob Menschen diese Rechte auch tatsächlich und rechtzeitig wahrnehmen können.

Wenn Verfahren so lange dauern, dass Kinder volljährig werden, bevor über ihre Ansprüche entschieden wird, dann stimmt etwas nicht.

Teilhabe braucht Entscheidungen.

Und Entscheidungen müssen rechtzeitig getroffen werden.

Unterstützen Sie diese Petition, damit Familien mit pflegebedürftigen und behinderten Kindern nicht länger zwischen Aktenbergen und Bearbeitungsstau aufgerieben werden.

Die Entscheidungsträger*innen

Cem Özdemir
Cem Özdemir
Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
Nora Welsch
Nora Welsch
Beauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg für die Belange von Menschen mit Behinderungen
Oliver Hildenbrand
Oliver Hildenbrand
Minister für Soziales, Arbeit und Gesundheit in Baden-Württemberg

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Petition am 9. Juni 2026 erstellt