Würde für Pflegende! Keine Ausgrenzung von Familien nach schweren Schicksalsschlägen

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Das Problem

 

An das Bundesministerium für Gesundheit, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Deutschen Bundestag

Warum ist das wichtig? Unser soziales Auffangnetz in Deutschland hat riesige Löcher, und es trifft die Schwächsten. Wenn Menschen durch schwere Krankheiten aus der Bahn geworfen werden, lässt der Staat die betroffenen Familien oft völlig allein. Was das in der Realität bedeutet, erleben wir aktuell in meiner eigenen Familie – ein Fall, der fassungslos macht.

Ein junger Mann erlitt durch eine Blutvergiftung und Diabetes ein schweres gesundheitliches Trauma. Ihm mussten beide Beine bis zum Knie amputiert werden. Da er sich im Vorfeld dieses plötzlichen Schicksalsschlags unglücklicherweise nicht rechtzeitig arbeitslos melden konnte, greift das staatliche System für ihn nicht. Er musste wieder bei seinen Eltern einziehen. 

Nun liegt die gesamte finanzielle Last für Kost, Logis und alle alltäglichen Zusatzkosten privat bei den Eltern. Die körperliche Pflege und Versorgung des schwerbehinderten Sohnes wird tagtäglich von seiner Mutter übernommen. Sie versorgt ihn rund um die Uhr, kocht und pflegt ihn – und das, obwohl sie selbst mit knapp 70 Jahren gesundheitlich stark angeschlagen ist. Jeden Tag muss sie eine steile Treppe im Haus bewältigen. Bis Prothesen angefertigt und ein Treppenlift eingebaut sind, trägt diese ältere Frau die gesamte Last allein. Für diesen unermüdlichen Dienst am eigenen Kind erhält die Mutter vom Staat nicht einen einzigen Cent Unterstützung.

Es darf in einem wohlhabenden Land nicht wahr sein, dass pflegende Angehörige in solchen Extremsituationen vollkommen allein gelassen und finanziell wie körperlich ruiniert werden! Kriminalität und Misswirtschaft werden oft staatlich abgefedert, aber die ehrliche, arbeitende Mitte, die ihre Angehörigen pflegt, bleibt auf der Strecke. 

Was wir fordern:

Soforthilfe bei plötzlicher Schwerbehinderung: Unbürokratische, sofortige finanzielle und pflegerische Unterstützung für Familien direkt nach schweren medizinischen Eingriffen (wie Amputationen), unabhängig vom vorherigen bürokratischen Erwerbsstatus des Betroffenen.

Faire Vergütung für pflegende Angehörige:

Wer die Pflege von Familienmitgliedern zu Hause übernimmt, leistet Schwerstarbeit und entlastet das Gesundheitssystem. Diese Arbeit muss vom ersten Tag an staatlich fair vergütet und rentenrechtlich abgesichert werden.

Beschleunigter barrierefreier Umbau:

Krankenkassen und Ämter müssen Zuschüsse für Hilfsmittel, Prothesen und notwendige Wohnraumausstattungen (wie Treppenlifte) innerhalb von Tagen statt Monaten genehmigen. 

Keine Sparpolitik bei der Pflege:

Wir fordern den Stopp von Leistungskürzungen im Gesundheitswesen. Reformen müssen die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellen, anstatt Familien im Stich zu lassen. 

Unterschreiben Sie diese Petition, um ein Zeichen für echte Solidarität, Menschlichkeit und den Schutz pflegender Angehöriger zu setzen!

Mit freundlichen Grüßen

Christina Zgoll

Die Entscheidungsträger*innen

Bundesministerium für Arbeit u. Soziales
Bundesministerium für Arbeit u. Soziales

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