
Jetzt wird es ernst mit der Energiewende, denn auf die gerade von der Bundesregierung stolz verkündeten, ambitionierten Ziele für den Klimaschutz müssen nun konkrete Maßnahmen folgen.
Womit das Thema Windenergie an Land noch stärker in den Fokus rückt. Man ist sich in Politik und Wirtschaft im Grunde einig, es muss schneller gehen mit dem Ausbau der Erneuerbaren. Aber Windkraft im Wald ist wohl nur die "einfachste" Lösung, aus gutem Grund aber eine der umstrittensten.
Dabei sind Photothermik und Photovoltaik nicht das große Problem, denn dafür ist viel Potenzial vorhanden, alleine auf Dächern von Gebäuden. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist grundsätzlich hoch, wenn dafür nicht wertvolle Naturflächen verbraucht werden.
Bei der als sauber und naturverträglich verkauften Windenergie sieht das ganz anders aus, denn hier ist die Diskrepanz einerseits zwischen den zahlreichen Schäden für Natur und Artenschutz und andererseits dem Nutzen für die Energiewende enorm.
So wird uns täglich vermittelt, wie wichtig und alternativlos der schnelle Ausbau auch in Wäldern sei, und dass wir genau mit WEA im Wald diesen erst vor seinem Ende bewahren.
Bei solcher Argumentation wird der Bürger nicht mit Fakten überzeugt, sondern mit der Gewissensfrage. Der moralische Aspekt hat inzwischen ein solches Gewicht, dass kaum jemand noch wagt, zu widersprechen. So hört man ständig, dass wir ohne Windräder im Wald unseren Energiebedarf langfristig nicht decken können, und wir dafür Opfer bringen müssen...