
Der Autor des folgenden Gastbeitrages zum Tag der Buchenwälder 2021, Dr. Guido Pfalzer, führte ab 2014 im Auftrag der Verwaltung des Biosphärenreservats (BR) Pfälzerwald eine Untersuchung zur Sicherung essenzieller Fledermaushabitate im deutschen Teil des grenzüberschreitenden UNESCO-Schutzgebiets durch.
Die Ergebnisse flossen in diesen Beitrag ein und sind z. T. auch bereits publiziert. Der Autor erinnert sich noch gut an die großen Sturmkatastrophen in den 1990er Jahren, woraufhin seitens der Forstwirtschaft ein „Neuanfang“ und ein Umdenken hin zu einer ökologischeren Bewirtschaftung propagiert worden war. Durch „Waldumbau“ sollten Fichtenmonokulturen in stabile Mischwälder überführt werden…
Stattdessen wurde die Forstwirtschaft zunehmend industrialisiert und intensiviert, aus den Forstverwaltungen der Länder sind gewinnorientierte Landesbetriebe geworden. Diesmal nicht durch Stürme sondern durch Trockenheit und Borkenkäfer bedingt, sterben heute erneut großflächig Forstbestände ab, die es so eigentlich gar nicht mehr geben dürfte. Wieder wird ein Neuanfang, ein „Paradigmenwechsel“ angekündigt…
Der Autor weiß, dass er sich mit seinem Beitrag nicht nur Freunde macht, glaubt aber, dass in diesem scheinbar endlosen „Spiel auf Zeit“ endlich neue Spielregeln auf den Tisch müssen. Es bleibt zu hoffen, dass die Sägen nicht schneller sind als die Gesetzgebung.