Mise à jour sur la pétitionWälder sind keine Holzfabriken - es reicht!!!Saarland: Biotopbaumfällungen in der Brutzeit im Stadtwald Saarbücken
Susanne EckerAllemagne
4 mai 2021

Saarländische Waldschutzinitiativen und viele Bürger sind empört: Im Stadtwald Saarbrücken wurden in genau der Zeit, in der dem Bürgern jeglicher Heckenschnitt aus gutem Grund untersagt ist, wertvolle Horst- und Spechtbäume gefällt - ein schwerwiegender Eingriff in die wenigen verbleibenden Lebensräume vieler Vögel. Von Insekten gar nicht erst zu reden.

Es ist und bleibt unverständlich, wie es in Zeiten von Wald- und Artensterben immer wieder zu derart massiven Eingriffen kommen kann. Einzig mögliche Erklärung: In den Forsten steht der Naturschutz hinten an. Stattdessen werden unter dem Druck der den Förstern vorgegebenen Einschlagmengen die immergleichen Argumente der "Verkehrssicherung" vorgebracht, die der mittlerweile waldgebildete Bürger schnell als "Alternative Fakten" entlarven kann. Erst recht, wenn Fachleute unterstützend das Wort ergreifen. Das Mantra in der Bewirtschaftung des Staatswaldes sind wohl eher die ohne Not geschlossene Holzlieferverträge, die die jeweiligen Landesforsten auch gar nicht nötig hätten, denn im Bürgerwald garantiert ja der Steuerzahler die Kosten der "Waldpflege".

Entsprechend hitzig wird die Diskussion geführt, denn anders als im Privatwald wären demnach Vorgaben im Staats- und Kommunalwald zum Schutz der sogenannten Gemeinwohlfunktionen besonders gut zu erfüllen. Dabei zählt aktuell ein oft bemühtes Argument für starke Holzeinschläge mit Sicherheit nicht mehr: die vorrangige nationale Versorgung "zum Schutz der Regenwälder". Ein Lacher, denn seit wir wissen, dass der hiesige Holzmarkt zugunsten von Exporten nach China und in die USA quasi leergefegt ist, steht wohl eher das Dollarzeichen auf den Lichtungen der Wälder.

Bericht weiterlesen auf der Homepage der BBIWS....

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