Обновление к петицииWälder sind keine Holzfabriken - es reicht!!!Die Wald-Null - 24.11.2020 Internationaler Protest "Forests are not fuel"
Susanne EckerГермания
24 нояб. 2020 г.

Zum 24.11.2020 ruft die BBIWS anlässlich des "International Day of Action" BürgerInnen und WaldschützerInnnen auf, sich gegen die Verbrennung von Holz aus Wäldern für Energiegewinnung zu wenden und die EU-weite Petition dagegen zu unterzeichnen!

Ein Märchen von Klimaneutralität 

Das Beelzebubprinzip - Die deutsche Politik tendiert dazu, mit ihren Bemühungen um ein Abbremsen des Klimawandels, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Eine Folge dieses Prinzips zeigt sich nicht nur in Norddeutschland: Durch das EEG führte die Förderung von Biogasanlagen in wenigen Jahren zu von Maisäckern dominierten Landschaften, mit Folgen wie hohem Pestizideinsatz und Überdüngung sowie starker Erosion während fast der Hälfte des Jahres . Die Vermaisung der Landschaft ging auf Kosten von Grünland und artenreichen Blühwiesen, auf Kosten von Artenvielfalt auf den Äckern und auf Kosten von sauberem Grundwasser. Der klimaschutzwirksame Output zeigte sich infolge von Lachgasemissionen durch Düngung und Methanschlupf aus den Anlagen geringer als erhofft.

Alles für den großen Ofen - Europa macht sich gerade bereit für den nächsten Beelzebub, ebenfalls für regenerative Energiegewinnung, wobei die Regeneration nicht ein Jahr braucht, wie beim Mais, sondern rund 100 Jahre. Das Holz der Wälder soll in den Ofen wandern und da die Bäume beim Wachsen CO2 gebunden haben, welches das Holz beim Verbrennen wieder freisetzt, gilt diese Form der Energiegerzeugung als klimaneutral.

Gemeint ist hier aber nicht der kleine Kaminofen, der sporadisch mit Holz aus dem nahgelegenen Wald für einen gemütlichen Abend entzündet wird, sondern Holzverbrennung im großem Stil, in Kraftwerken und oft mit Holz aus Übersee. In Großbritannien wurden schon Kohlekraftwerke auf Holz umgerüstet. In Deutschland wird dies im Rahmen des Kohleausstiegs ernsthaft diskutiert. Der Vorteil für den Klimaschutz, jedenfalls auf dem Papier: CO2-Emissionen durch holzbefeuerte Kraftwerke sollen rechnerisch Null betragen.

Die Mär vom Restholz - Wegen der notwendigen Homogenität und Trockenheit des Brennstoff eignen sich (mit Energieaufwand produzierte) Holzpellets am besten. Dem Bürger wird vorgegaukelt, das dafür nur Abfälle verarbeitet werden, Durchforstungsholz sowie Äste und Kronen als Holzernteabfall. Letzteres fällt in FSC-zertifizierten Wäldern schon mal gar nicht als Abfall an, da es für die Bodengesundheit im Wald verbleiben muss. Auch sonst reicht die Menge an Restholz aus der Forstwirtschaft und Holzverarbeitungsbranchen nicht mehr aus, weit mehr als nur Holzabfall wird zu Pellets und sogar Importe sind notwendig. In den USA werden ganze Baumstämme zu Pellets zermahlen. Die EU führt heutzutage ein Drittel ihres Pelletbedarfs ein.

Rund 25 Millionen Tonnen beträgt die globale Pelletproduktion jährlich, 10 Millionen davon werden laut dem Netzwerk der Europäischen Akademien der Wissenschaften EASAC über weite Strecken verschifft werden, aus Nordamerika nach Großbritannien und anderen europäischen Staaten.

Ende der Neunziger wurde die "Energie aus lebendigen Wäldern" noch euphorisch von großen Umweltorganisationen beworben (DUH, BUND), inzwischen sind diese deutlich kleinlauter geworden, nicht nur wegen der Mär vom ausschließlichen Restholz, sondern auch wegen der Emissionen von Feinstaub und anderen gesundheitsschädlichen Stoffen.

Finde den Fehler - Die UN und die EU propagieren die Strom- und Wärmeerzeugung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz als klimaneutral. Ihre zero-emission-strategy hat nur einen Haken, wie die EASAC schreibt: Das Kohlendioxid, das die Bäume in 50 bis 150 Jahren ihres Wachstums aufgenommen haben, wird jetzt und heute in die Atmosphäre geblasen. Neugepflanzte Bäume brauchen bis morgen und übermorgen, nämlich ein paar Jahrzehnte, bis sie überhaupt erkleckliche CO2-Mengen wieder binden.

Vollständiger Beitrag mit weiteren Nachweisen auf der Homepage der BBIWS. 

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