
Leider verschweigt das Umwelt- und Forstministerium in RLP in seiner Vorstellung des Waldzustandsberichtes 2020 wie fast immer in der öffentlichen Berichterstattung, dass gerade die Methode der Buchenwaldbewirtschaftung (Schirmschlag), die alle Buchen jenseits der 80 Jahre konsequent nutzt und damit riesige Freiflächen in den normalerweise dämmrigen und feuchten Buchenwäldern schafft, seit Jahrzehnten Trockenheit in diese Wälder bringt und damit die massiven Schäden an der Buche durch Austrocknung der Böden verstärkt.
Die Verdichtung der Waldböden - die im Naturzustand wie Schwämme fungieren - durch die Bewirtschaftung mit Schwermaschinen ist hinlänglich bekannt. Dennoch zeichnet sich keine Veränderung in der Art der Bewirtschaftung ab.
Buchenwälder sind dunkle Wälder, keine lichten Parkanlagen! Die massive Auflichtung dieser Wälder zwecks rascher Naturverjüngung (Holzwirtschaft hat keine Zeit) und schnellerer Ernte (Profit der Holzwirtschaft) führt zu einer Zerstörung des Ökosystems Buchenwald. Die hohen Einschläge in die Buchenwälder werden kaum thematisiert. Zwar gilt für das Jahr 2020 ein Einschlagstopp in alte Buchenwälder, die Frage ist aber, für wie lange? Denn schon regt sich Widerstand in den Forstämtern, die erst kürzlich geschlossene Lieferverträge bedienen müssen. Die Inhalte dieser Verträge unterliegen bei Nachfragen auch im Staatswald - ein Allgemeingut der Bürger - angeblich dem Betriebsgeheimnis. Man fragt sich mit Recht, warum der Bürger von seinen eigenen Geschäften nichts wissen darf oder soll?
Den vollständigen Bericht mit Bildmaterial weiterlesen auf der Homempage der BBIWS...