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Die Räumlichkeiten am Ende des Werksgeländes werden vorbereitet: Hinterhaus für die restlichen ca. 300 von über 800 Siemens Dynamowerkern in Berlin SIEMENSSTADT, die von den Stellenstreichungen bis jetzt verschont waren, die die Siemens Vorstände aber nun mit 3000 anderen in Deutschland, insgesamt 14000 weltweit wie erwartet aus der AG "verabschieden" wie etwa mindestens 150.000 Siemens Beschäftigte trotz Milliarden-Gewinn seit nahezu 3 Jahrzehnten zuvor.
Wir sind am Vorabend auch dieser sog. typischen Abspaltung bei Siemens, die unzählige Vorgänger hat. Die Beschäftigten haben ein auf den 15.05.2023 datiertes Info-Schreiben erhalten, dass ihre Verträge mit der Siemens AG enden, genannt: "Übergang des Arbeitsverhältnisses von der Siemens AG auf die Innomotics GmbH" - voraussichtlich zum 01.07.2023 vollzogen"
Die Prognose für die Beschäftigten und die deutsche Wirtschaft ist schlecht:
Nur noch wenige Tage, um Widerspruch zu leisten. Die, die widersprechen, behalten zwar ihren Vertrag, aber verlieren Kündigungsschutz und ihr Arbeitsplatz ist sowieso weg. Die, die keinen Widerspruch leisten, befinden sich in einer sog. Tochter Innomotics. Es ist Verkauf im weiteren Sinne geplant, Verkäufer unbekannt. Das Innomotics Stammkapital von 25.000 Euro mit geplanter Aufstockung auf lediglich 5 Mio. Euro ist m. E. zu gering im Vergleich zu dem Wert der Produkte, insbesondere der großen elektrischen Antriebe. (LARGE DRIVE). Auch der WERTvolle Name Siemens darf nicht als Namens-Bestandteil getragen werden. Es ist aber gerade der Markenname, der die hochpreisigen Produkte überhaupt nur verkaufbar macht. Zudem ist die deutsche Tochter "dividendenmäßig" negativ bewertet, wird durch ihre "dividendenmäßig" positiven ausländischen Töchter gestützt. In Berlin ist zudem schon Vorsorge getroffen: Dort, wo Innomotics und SIEMENS auf dem Gelände nicht zusammen funktionieren, muss Innomotics sich andere Räumlichkeiten suchen. Gefertigt wird im Berliner Siemens Dynamowerk ohnehin nicht mehr, nur zusammengesteckt und geprüft.
Schlechte Voraussetzungen insgesamt, besonders für die deutschen Standorte und Arbeitsplätze und ganz besonders schlechte Voraussetzungen für den Bereich LARGE Drive des Berliner Siemens Dynamowerks, vor allem weil der Wert der großen elektrischen Maschinen hoch ist und m. E. eine höheres Firmen-Kapital benötigte. Berlin ist der Verlierer.
Der Gewinner ist der Konzern: Fördergelder fließen. Gut für Siemens. Beschäftigungsgesellschaften wurden finanziert. Auch das ist gut für Siemens, denn der Konzern erleidet keinen Gesichtsverlust. Der Konzern hat durch die Umwidmung des Industriegebiets in SIEMENSSTADT mit extrem niedrigen Grund- und Bodenwerten in ein Mischgebiet mit prospektiv sehr hohen möglichen Grund- und Bodenwerten ein Milliarden-Geschenk erhalten. Auch das ist sehr gut für Siemens. Siemens Deutschland aber ist im freien Fall. Minus 18.100, minus 20.000, minus 3.000...... Die Verantwortung hierfür tragen u. a. unsere regierenden Politiker in Berlin, in Deutschland, aber auch die Gewerkschaften.