
Liebe Unterstützer:innen, das Plastikproblem mit „kompostierbarem“ Bioplastik zu lösen ist eine schöne Idee – zu schön um wahr zu sein: unser Experiment zeigt jetzt, dass Produkte aus Bioplastik, die als „kompostierbar“ vermarktet werden, sich teilweise gar nicht zersetzen; so z.B. Kaffeekapseln. Die Bewerbung muss deshalb reguliert werden! Fordert Umweltministerin Lemke jetzt in einer Protestmail dazu auf, Begriffe wie „kompostierbar“ auf Bioplastik-Produkten zu verbieten!
Vor etwa drei Wochen – das ist die normale Zeit, die Bioabfall in einer Kompostieranlage zur Rotte gegeben wird – haben wir einige als „kompostierbar“ oder „biologisch abbaubar“ beworbene Produkte in einer Kompostieranlage vergraben. Gestern wurde es dann spannend: Wir haben die Artikel wieder ausgegraben und dabei eine ernüchternde Entdeckung gemacht. Teilweise haben sich die Produkte fast gar nicht zersetzt, und bei einigen konnte man sogar noch die Schrift sehen! Einige wenige Produkte, wie Bioabfallsammelbeutel oder To-Go-Getränkebecher waren in kleine Stückchen zerfallen. Das klingt zwar nicht schlecht, verunreinigt aber in Wahrheit den wertvollen Kompost, muss aufwendig aussortiert werden und wird am Ende in anderen Anlagen verbrannt.
Bei der Bezeichnung der Produkte als „kompostierbar“ handelt es sich also um eine reine Werbetechnik. Unternehmen bereichern sich an Kund:innn, die es gut meinen, und schaden dabei zusätzlich der Umwelt. Das muss ein Ende haben! Schreibt jetzt eine Protestmail an Umweltministerin Lemke: Wir brauchen ein Werbeverbot zur Kompostierbarkeit von Bioplastik und ECHTE Lösungen für die Plastikmüllkrise!
Vielen Dank,
Eure Deutsche Umwelthilfe