
Video-Notrufe über 112 und 110 in Deutschland ermöglichen
Das Problem
In einem Notfall zählt jede Sekunde. Trotzdem läuft der direkte Kontakt über die Notrufnummern 112 und 110 hauptsächlich über Sprache. Die Leitstelle hört, was die anrufende Person beschreibt, kann die Situation vor Ort aber nicht selbst sehen.
Ich habe mich deshalb gefragt: Warum können wir heute mit fast jedem Menschen sofort einen Videoanruf starten, aber ausgerechnet bei einem Notruf ist das nicht möglich? Aus diesem Gedanken ist diese Petition entstanden. Ich selbst habe zum Glück keinen solchen Notfall erlebt. Trotzdem kann jeder jederzeit in eine Situation geraten, in der ein Bild mehr erklärt als viele Worte.
Bei einem schweren Verkehrsunfall könnte die Leitstelle beispielsweise direkt sehen, wie viele Personen verletzt sind. Bei einem Brand könnten Rauchentwicklung und mögliche Fluchtwege besser eingeschätzt werden. Auch bei medizinischen Notfällen könnten sichtbare Symptome dabei helfen, die Lage schneller zu verstehen. Ein Video ersetzt dabei selbstverständlich keine professionelle Untersuchung. Es könnte der Leitstelle aber zusätzliche Informationen liefern und die Vorbereitung der Einsatzkräfte verbessern.
Besonders wichtig wäre diese Möglichkeit für gehörlose und sprachlich eingeschränkte Menschen. Sie könnte auch Personen helfen, die unter Schock stehen, kaum sprechen können oder sich auf Deutsch nicht sicher verständigen können.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten Ende 2025 rund 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Das entspricht etwa 9,5 Prozent der Bevölkerung. Nicht alle diese Menschen benötigen einen Video-Notruf, die Zahlen zeigen aber, wie wichtig barrierefreie öffentliche Angebote sind.
Mit der offiziellen Notruf-App nora gibt es bereits eine wichtige Alternative zum telefonischen Notruf. Die App übermittelt den Standort, stellt einige Fragen zur Situation und ermöglicht anschließend einen Chat mit der Leitstelle. Sie ist besonders für Menschen gedacht, die nicht oder nicht gut telefonieren können. Ein Live-Video ist dort bisher jedoch nicht vorgesehen.
Auch die Europäische Union beschäftigt sich bereits mit moderner Notfallkommunikation. Die EU-Kommission erklärt, dass Notrufzentralen technisch auf sprach-, text- und videobasierte Notfallkommunikation vorbereitet werden sollen. Meine Forderung ist deshalb technisch nicht unrealistisch, sondern passt zur geplanten Weiterentwicklung des europäischen Notrufsystems.
Ich fordere die zuständigen Behörden und die Innenministerien der Bundesländer deshalb auf, eine bundesweit einheitliche und sichere Möglichkeit für Video-Notrufe einzuführen.
Wichtig ist dabei:
• Der Video-Notruf soll den normalen Sprach-Notruf ergänzen und nicht ersetzen.
• Die Funktion soll auf iPhones und Android-Geräten verfügbar sein.
• Die Leitstelle soll selbst entscheiden können, wann eine Videoübertragung sinnvoll ist.
• Standortdaten sollen weiterhin automatisch übermittelt werden können.
• Datenschutz, eine verschlüsselte Übertragung und der Schutz vor Missbrauch müssen von Anfang an berücksichtigt werden.
• Die Nutzung muss barrierefrei und möglichst einfach sein.
Deutschland verfügt bereits über die technische Grundlage und mit nora über ein bundesweites App-System. Nun sollte geprüft und erprobt werden, wie eine sichere Live-Videoübertragung in dieses System oder direkt in den Notruf integriert werden kann.
Bitte unterstützen Sie diese Petition. Moderne Technik sollte besonders dort eingesetzt werden, wo sie die Kommunikation erleichtert und im Ernstfall möglicherweise Leben retten kann.
Quellen:
Statistisches Bundesamt – Statistik zu schwerbehinderten Menschen:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Behinderte-Menschen/_inhalt.html
Offizielle Notruf-App der Bundesländer:
Europäische Kommission – Informationen zur Notrufnummer 112:
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Das Problem
In einem Notfall zählt jede Sekunde. Trotzdem läuft der direkte Kontakt über die Notrufnummern 112 und 110 hauptsächlich über Sprache. Die Leitstelle hört, was die anrufende Person beschreibt, kann die Situation vor Ort aber nicht selbst sehen.
Ich habe mich deshalb gefragt: Warum können wir heute mit fast jedem Menschen sofort einen Videoanruf starten, aber ausgerechnet bei einem Notruf ist das nicht möglich? Aus diesem Gedanken ist diese Petition entstanden. Ich selbst habe zum Glück keinen solchen Notfall erlebt. Trotzdem kann jeder jederzeit in eine Situation geraten, in der ein Bild mehr erklärt als viele Worte.
Bei einem schweren Verkehrsunfall könnte die Leitstelle beispielsweise direkt sehen, wie viele Personen verletzt sind. Bei einem Brand könnten Rauchentwicklung und mögliche Fluchtwege besser eingeschätzt werden. Auch bei medizinischen Notfällen könnten sichtbare Symptome dabei helfen, die Lage schneller zu verstehen. Ein Video ersetzt dabei selbstverständlich keine professionelle Untersuchung. Es könnte der Leitstelle aber zusätzliche Informationen liefern und die Vorbereitung der Einsatzkräfte verbessern.
Besonders wichtig wäre diese Möglichkeit für gehörlose und sprachlich eingeschränkte Menschen. Sie könnte auch Personen helfen, die unter Schock stehen, kaum sprechen können oder sich auf Deutsch nicht sicher verständigen können.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten Ende 2025 rund 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland. Das entspricht etwa 9,5 Prozent der Bevölkerung. Nicht alle diese Menschen benötigen einen Video-Notruf, die Zahlen zeigen aber, wie wichtig barrierefreie öffentliche Angebote sind.
Mit der offiziellen Notruf-App nora gibt es bereits eine wichtige Alternative zum telefonischen Notruf. Die App übermittelt den Standort, stellt einige Fragen zur Situation und ermöglicht anschließend einen Chat mit der Leitstelle. Sie ist besonders für Menschen gedacht, die nicht oder nicht gut telefonieren können. Ein Live-Video ist dort bisher jedoch nicht vorgesehen.
Auch die Europäische Union beschäftigt sich bereits mit moderner Notfallkommunikation. Die EU-Kommission erklärt, dass Notrufzentralen technisch auf sprach-, text- und videobasierte Notfallkommunikation vorbereitet werden sollen. Meine Forderung ist deshalb technisch nicht unrealistisch, sondern passt zur geplanten Weiterentwicklung des europäischen Notrufsystems.
Ich fordere die zuständigen Behörden und die Innenministerien der Bundesländer deshalb auf, eine bundesweit einheitliche und sichere Möglichkeit für Video-Notrufe einzuführen.
Wichtig ist dabei:
• Der Video-Notruf soll den normalen Sprach-Notruf ergänzen und nicht ersetzen.
• Die Funktion soll auf iPhones und Android-Geräten verfügbar sein.
• Die Leitstelle soll selbst entscheiden können, wann eine Videoübertragung sinnvoll ist.
• Standortdaten sollen weiterhin automatisch übermittelt werden können.
• Datenschutz, eine verschlüsselte Übertragung und der Schutz vor Missbrauch müssen von Anfang an berücksichtigt werden.
• Die Nutzung muss barrierefrei und möglichst einfach sein.
Deutschland verfügt bereits über die technische Grundlage und mit nora über ein bundesweites App-System. Nun sollte geprüft und erprobt werden, wie eine sichere Live-Videoübertragung in dieses System oder direkt in den Notruf integriert werden kann.
Bitte unterstützen Sie diese Petition. Moderne Technik sollte besonders dort eingesetzt werden, wo sie die Kommunikation erleichtert und im Ernstfall möglicherweise Leben retten kann.
Quellen:
Statistisches Bundesamt – Statistik zu schwerbehinderten Menschen:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Behinderte-Menschen/_inhalt.html
Offizielle Notruf-App der Bundesländer:
Europäische Kommission – Informationen zur Notrufnummer 112:
Die Entscheidungsträger*innen

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Petition am 27. August 2026 erstellt