Petition updateVerhindert die extrem rechte Buchmesse in Halle Saale am 7. und 8.​11​.​2026Nach Auftakt in 2025 ist 2. extrem rechte Buchmesse in Halle (Saale) für November ​2026 geplant
Melanie PfeiferGermany
Mar 11, 2026

„Seitenwechsel“ in Halle: Bühne für die extreme Rechte 

Die extrem rechte Buchmesse „Seitenwechsel“ im November 2025 in Halle (Saale) war keine harmlose  Literaturveranstaltung. Sie war eine Bühne für ein dicht vernetztes Milieu der extremen  Rechten – von rechtskonservativen Publizist*innen über AfD-Funktionär*innen bis hin zu aktiven  Neonazis. Das Umfeld von Götz Kubitscheks „Sezession“ war ebenso präsent wie die „Identitäre  Bewegung“, teilweise sogar in organisatorischer Verantwortung. Hier traf sich die extreme Rechte in all ihren Facetten: in bürgerlichem Gewand aber auch offen neonazistisch, vereint unter einem gemeinsamen  Ziel. 

November 2026: Es geht weiter 

Für November 2026 ist bereits die nächste Ausgabe von „Seitenwechsel“ angekündigt. Die Erfahrung  zeigt: Solche Formate dienen der langfristigen Normalisierung extrem rechter Ideologien. Unter dem  Deckmantel von Kultur und Meinungsfreiheit wird mobilisiert, vernetzt und strategisch geplant. Und die Frage bleibt: Was hat diese Ideologie unserer Gesellschaft eigentlich zu bieten? Rassismus ist  keine Alternative. Verschwörungsmythen sind kein mutiger Widerstand. Und „der Faschismus“ hat auf  die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts keine Antworten außer Ausgrenzung, Gewalt und  dem autoritären Umbau der Gesellschaft. 

Demokratie braucht Zivilcourage!

Mit der Buchmesse „Seitenwechsel“ führt die extreme Rechte einen gezielten „Kampf um die Köpfe“. Während sie Gleichberechtigung, Vielfalt und Demokratie angreift, stilisiert sie sich bei jeder Kritik zum  Opfer einer angeblichen „Cancel Culture“. Das ist kalkuliert – und durchschaubar. 

Zivilcourage heißt, dieser Strategie zu widersprechen. Zivilcourage heißt, der extremen  Rechten keine Räume und keine Bühnen zu überlassen und der schrittweisen Normalisierung extremer Positionen demokratische Werte entgegen zu setzen. Deshalb fordern wir auch in  Halle eine öffentliche Debatte über die Vermietungspraxis der „Zwerenz-Gruppe“ und ihre  Verantwortung für die Unterstützung antidemokratischer und rechtsextremer Akteure. 

Demokratie verteidigt sich nicht von selbst. Demokratie braucht Haltung, Mut, einen  klaren Kompass und Grenzen.

Wir fordern in Halle, Dresden, Gießen und allen anderen Orten eine öffentliche Debatte über die Vermietungspraxis der „Zwerenz-Gruppe“ und ihre  Verantwortung für die Unterstützung antidemokratischer und rechtsextremer Akteure. 


Bitte unterzeichnen Sie diese Petition, um diesen wichtigen Appell zu unterstützen. Wir können es nicht zulassen, dass extrem rechte Veranstaltungen in großen Messestandorten stattfinden und unsere Gesellschaft weiter spalten. Jede einzelne Unterschrift zählt und trägt dazu bei, ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen.

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