Verhindert die Erweiterung der Schweinemastanlagen in Düben

Das Problem

Eine Petition der Bürgerinitiative „Saustall Düben“:

Die Firma Schweinehaltung Düben GmbH
plant eine Erweiterung der bereits bestehenden Schweinemastanlagen in Düben bei Coswig in Sachsen Anhalt. In der Nähe befindet sich das FFH-Schutzgebiet Olbitzbachtal. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten könnten durch die geplante Erweiterung der Anlage verdrängt und/oder geschädigt werden.

Der Coswiger Stadtrat hatte dem Entwurf des Bebauungsplanes bereits zugestimmt, musste die Unterlagen aber wegen eines Formfehlers erneut vom 14.03.2016 bis 15.04.2016 auslegen. Diese Zeit wollen wir nutzen, um möglichst viele Bürger zu mobilisieren, die nicht mit der Erweiterung der Anlage einverstanden sind. Der Ausbau dieser „Tierfabrik“ muss verhindert werden.

 

Was ist geplant?

Die Mastanlage soll nach der Erweiterung 27.638 Tierplätze umfassen, davon ca. 2.500 Ferkelaufzuchtplätze. Bisher „lebten“ in der Mastanlage 16.380 Schweine.

Nach der Erweiterung würde die Anlage u.a. bestehen aus:

  • Fünf Güllehochbehältern, zwei Gülleabfüllplätzen und drei Güllevorgruben
  • Sieben Ställen
  • 26 außenstehenden Mischfuttersilos
  • Je zwei Heizöl- und Flüssiggastanks
  • Zwei Kadaverkühlcontainern

 

Warum sind wir dagegen?

Tier- und Naturschutz

Bislang unbebaute landwirtschaftliche Flächen müssen in Anspruch genommen werden.
Die Erweiterung der Schweinemastanlage steht im Widerspruch zu dem Bestreben die Region touristisch attraktiver zu machen.

Durch erhöhtes Verkehrsaufkommen, vermehrte Luft- und Wasserverschmutzung, Lärm und Überdüngung der Böden besteht die Gefahr, dass verschiedene Tierarten verdrängt werden bzw. zu Schaden kommen.
Dazu zählen beispielsweise Fledermäuse, verschiedenste Vogelarten und Zauneidechsen.

Klima und Boden

Massentierhaltung ist ein ebenso starker Klimakiller wie der Straßenverkehr. Durch Umwandlung von Wiesen in Anbauflächen für Futtermittel, Millionen Liter Gülle und den Transport der Tiere und der Futtermittel entstehen Treibhausgase, die den schon begonnen Klimawandel zusätzlich fördern.
Durch das Aufbringen von zu viel Gülle auf Felder und Wiesen werden die Böden überdüngt und die Gewässer verunreinigt. Insbesondere die Nitratkonzentration im Wasser wird dadurch erhöht. Nitrat gilt als krebserregend.
Da die in Deutschland produzierten Futtermittel für die Intensivtierhaltung nicht ausreichen, werden Futtermittel beispielsweise aus Südamerika importiert, wo dafür u.a. Regenwälder gerodet werden.

Gülleunfälle

Nach der Erweiterung der Anlage würden auf dem Gelände fünf Güllehochbehälter, zwei Gülleabfüllplätze und drei Güllevorgruben vorhanden sein. Jedes Jahr ereignen sich zahlreiche Unfälle, bei denen hunderttausende Liter Gülle, Jauche oder Silagesickersaft unkontrolliert auf Wiesen, Felder oder in Gewässer ablaufen. 2014 waren es laut Statistischem Bundesamt 7 Millionen Liter.
Auch modernste Technik und neue Anlagen verhindern solche Unfälle nicht, denn Hauptursache für solche Unfälle ist menschliches Versagen (z.B. mutwilliges oder versehentliches Öffnen eines Güllebehälters).

Massentierhaltung ist gefährlich für Mensch und Tier

In und in der Nähe von intensivtierhaltungsanlagen entstehen sog. Bioaerosole („Stallstaub“). Diese Luftpartikel können zum Beispiel Atemwegserkrankungen und Allergien verursachen. Besonders gefährdet sind, neben den Mitarbeitern der Anlage, vor allem alte Menschen, Kinder und Kranke.
Weiterhin besteht der Verdacht, dass sich multiresistente Keime wie MRSA im Stallstaub befinden.

 Brandschutz

Jedes Jahr verbrennen oder ersticken tausende Tiere, weil in Mastanlagen immer wieder große Brände ausbrechen. Auch in Mastanlagen, in denen kein Einstreu verwendet wird, können Feuer ausbrechen, z.B. durch elektrische Leitungen, Staub oder Güllegas.

Viele Feuerwehren (insbesondere in ländlichen Regionen) sind materiell und personell nicht (ausreichend) ausgestattet bzw. ausgebildet, um einen Brand in einer Intensivtierhaltungsanlage mit zehntausenden Tieren zu löschen und die Tiere zu evakuieren.

Massentierhaltung ist Tierquälerei

Laut Tierschutzgesetz, Nutztierverordnung steht einem Schwein mit einem Gewicht von mehr als 110 kg 1 m² Bodenfläche zu. Sauen leben in sog. Kastenständen in denen sie sich kaum bewegen oder hinlegen können.
Die Böden bestehen meist aus Beton und sind durchbrochen von Spalten, durch die Kot und Urin durchsickern sollen (sog. Vollspaltenböden). Dabei ist für das Schwein keine Trennung von Fress-, Bewegungs-, Liege- und „Toiletten“bereich möglich. Sie stehen und bewegen sich den ganzen Tag in den Kot- und Urinresten, die nicht durchgesickert sind. Die Folge sind Atemwegsinfektionen, Hauterkrankungen, Gelenk- und Klauenverletzungen. Massentierhaltung funktioniert deshalb nicht ohne Unmengen von Antibiotika, die auch in die Nahrungskette der Menschen gelangen.

Ein natürliches schweinetypisches Verhalten ist in solchen Kastenständen nicht möglich. Stattdessen kommt es zu Aggression und Langeweile. Um Verletzungen zu verhindern werden den Ferkeln im Alter von wenigen Tagen die Eckzähne geschliffen und die Schwänze kupiert. Ohne Betäubung.

Schon als Ferkel erleben die Tiere die Isolation, denn die Sauen sind durch ein Metallgitter von den Jungtieren getrennt und können keinen natürlichen Kontakt zu ihnen aufbauen. Sauen sind bloße Gebärmaschinen, die meist nach 2,5 Jahren ausgelaugt sind und geschlachtet werden.

Die Schweine nehmen pro Tag 1 kg zu, so dass sie bereits mit sechs Monaten ihr Schlachtgewicht erreicht haben. Da ihr Skelett zu diesem Zeitpunkt aber noch gar nicht für ein solches Gewicht geeignet ist, können die Tiere am Ende kaum noch laufen.
Was die Tiere in den Mastanlagen erleben müssen, ist unvorstellbar grausam. Und das nur, um den Markt weiterhin mit Billigfleisch überschwemmen zu können.

 

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Wenn Sie sich gegen diese Tierquälerei engagieren wollen, können Sie mit der Bürgerinitiative „Saustall Düben“ gerne Kontakt aufnehmen unter:

saustall-dueben@posteo.de

 

Auch Spenden nehmen wir gerne entgegen:

Spendenkonto BUND Sachsen-Anhalt e.V.
Verwendungszweck: Bürgerinitiative „Saustall Düben“
IBAN DE 36 8109 3274 000 1669 800
BIC GENODEF1MD1
Volksbank Magdeburg

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Bürgerinitiative „Saustall Düben“Petitionsstarter*in
Diese Petition hat 3.780 Unterschriften erreicht

Das Problem

Eine Petition der Bürgerinitiative „Saustall Düben“:

Die Firma Schweinehaltung Düben GmbH
plant eine Erweiterung der bereits bestehenden Schweinemastanlagen in Düben bei Coswig in Sachsen Anhalt. In der Nähe befindet sich das FFH-Schutzgebiet Olbitzbachtal. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten könnten durch die geplante Erweiterung der Anlage verdrängt und/oder geschädigt werden.

Der Coswiger Stadtrat hatte dem Entwurf des Bebauungsplanes bereits zugestimmt, musste die Unterlagen aber wegen eines Formfehlers erneut vom 14.03.2016 bis 15.04.2016 auslegen. Diese Zeit wollen wir nutzen, um möglichst viele Bürger zu mobilisieren, die nicht mit der Erweiterung der Anlage einverstanden sind. Der Ausbau dieser „Tierfabrik“ muss verhindert werden.

 

Was ist geplant?

Die Mastanlage soll nach der Erweiterung 27.638 Tierplätze umfassen, davon ca. 2.500 Ferkelaufzuchtplätze. Bisher „lebten“ in der Mastanlage 16.380 Schweine.

Nach der Erweiterung würde die Anlage u.a. bestehen aus:

  • Fünf Güllehochbehältern, zwei Gülleabfüllplätzen und drei Güllevorgruben
  • Sieben Ställen
  • 26 außenstehenden Mischfuttersilos
  • Je zwei Heizöl- und Flüssiggastanks
  • Zwei Kadaverkühlcontainern

 

Warum sind wir dagegen?

Tier- und Naturschutz

Bislang unbebaute landwirtschaftliche Flächen müssen in Anspruch genommen werden.
Die Erweiterung der Schweinemastanlage steht im Widerspruch zu dem Bestreben die Region touristisch attraktiver zu machen.

Durch erhöhtes Verkehrsaufkommen, vermehrte Luft- und Wasserverschmutzung, Lärm und Überdüngung der Böden besteht die Gefahr, dass verschiedene Tierarten verdrängt werden bzw. zu Schaden kommen.
Dazu zählen beispielsweise Fledermäuse, verschiedenste Vogelarten und Zauneidechsen.

Klima und Boden

Massentierhaltung ist ein ebenso starker Klimakiller wie der Straßenverkehr. Durch Umwandlung von Wiesen in Anbauflächen für Futtermittel, Millionen Liter Gülle und den Transport der Tiere und der Futtermittel entstehen Treibhausgase, die den schon begonnen Klimawandel zusätzlich fördern.
Durch das Aufbringen von zu viel Gülle auf Felder und Wiesen werden die Böden überdüngt und die Gewässer verunreinigt. Insbesondere die Nitratkonzentration im Wasser wird dadurch erhöht. Nitrat gilt als krebserregend.
Da die in Deutschland produzierten Futtermittel für die Intensivtierhaltung nicht ausreichen, werden Futtermittel beispielsweise aus Südamerika importiert, wo dafür u.a. Regenwälder gerodet werden.

Gülleunfälle

Nach der Erweiterung der Anlage würden auf dem Gelände fünf Güllehochbehälter, zwei Gülleabfüllplätze und drei Güllevorgruben vorhanden sein. Jedes Jahr ereignen sich zahlreiche Unfälle, bei denen hunderttausende Liter Gülle, Jauche oder Silagesickersaft unkontrolliert auf Wiesen, Felder oder in Gewässer ablaufen. 2014 waren es laut Statistischem Bundesamt 7 Millionen Liter.
Auch modernste Technik und neue Anlagen verhindern solche Unfälle nicht, denn Hauptursache für solche Unfälle ist menschliches Versagen (z.B. mutwilliges oder versehentliches Öffnen eines Güllebehälters).

Massentierhaltung ist gefährlich für Mensch und Tier

In und in der Nähe von intensivtierhaltungsanlagen entstehen sog. Bioaerosole („Stallstaub“). Diese Luftpartikel können zum Beispiel Atemwegserkrankungen und Allergien verursachen. Besonders gefährdet sind, neben den Mitarbeitern der Anlage, vor allem alte Menschen, Kinder und Kranke.
Weiterhin besteht der Verdacht, dass sich multiresistente Keime wie MRSA im Stallstaub befinden.

 Brandschutz

Jedes Jahr verbrennen oder ersticken tausende Tiere, weil in Mastanlagen immer wieder große Brände ausbrechen. Auch in Mastanlagen, in denen kein Einstreu verwendet wird, können Feuer ausbrechen, z.B. durch elektrische Leitungen, Staub oder Güllegas.

Viele Feuerwehren (insbesondere in ländlichen Regionen) sind materiell und personell nicht (ausreichend) ausgestattet bzw. ausgebildet, um einen Brand in einer Intensivtierhaltungsanlage mit zehntausenden Tieren zu löschen und die Tiere zu evakuieren.

Massentierhaltung ist Tierquälerei

Laut Tierschutzgesetz, Nutztierverordnung steht einem Schwein mit einem Gewicht von mehr als 110 kg 1 m² Bodenfläche zu. Sauen leben in sog. Kastenständen in denen sie sich kaum bewegen oder hinlegen können.
Die Böden bestehen meist aus Beton und sind durchbrochen von Spalten, durch die Kot und Urin durchsickern sollen (sog. Vollspaltenböden). Dabei ist für das Schwein keine Trennung von Fress-, Bewegungs-, Liege- und „Toiletten“bereich möglich. Sie stehen und bewegen sich den ganzen Tag in den Kot- und Urinresten, die nicht durchgesickert sind. Die Folge sind Atemwegsinfektionen, Hauterkrankungen, Gelenk- und Klauenverletzungen. Massentierhaltung funktioniert deshalb nicht ohne Unmengen von Antibiotika, die auch in die Nahrungskette der Menschen gelangen.

Ein natürliches schweinetypisches Verhalten ist in solchen Kastenständen nicht möglich. Stattdessen kommt es zu Aggression und Langeweile. Um Verletzungen zu verhindern werden den Ferkeln im Alter von wenigen Tagen die Eckzähne geschliffen und die Schwänze kupiert. Ohne Betäubung.

Schon als Ferkel erleben die Tiere die Isolation, denn die Sauen sind durch ein Metallgitter von den Jungtieren getrennt und können keinen natürlichen Kontakt zu ihnen aufbauen. Sauen sind bloße Gebärmaschinen, die meist nach 2,5 Jahren ausgelaugt sind und geschlachtet werden.

Die Schweine nehmen pro Tag 1 kg zu, so dass sie bereits mit sechs Monaten ihr Schlachtgewicht erreicht haben. Da ihr Skelett zu diesem Zeitpunkt aber noch gar nicht für ein solches Gewicht geeignet ist, können die Tiere am Ende kaum noch laufen.
Was die Tiere in den Mastanlagen erleben müssen, ist unvorstellbar grausam. Und das nur, um den Markt weiterhin mit Billigfleisch überschwemmen zu können.

 

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Wenn Sie sich gegen diese Tierquälerei engagieren wollen, können Sie mit der Bürgerinitiative „Saustall Düben“ gerne Kontakt aufnehmen unter:

saustall-dueben@posteo.de

 

Auch Spenden nehmen wir gerne entgegen:

Spendenkonto BUND Sachsen-Anhalt e.V.
Verwendungszweck: Bürgerinitiative „Saustall Düben“
IBAN DE 36 8109 3274 000 1669 800
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Bürgerinitiative „Saustall Düben“Petitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Herr Sonntag
Herr Sonntag
Stadtverwaltung Coswig Fachbereich Bauwesen und Umwelt

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Petition am 6. April 2016 erstellt