Mise à jour sur la pétitionVerhindert die Auslieferung von Julian Assange an die USA!Gerichtsentscheidung in London:Assange darf gegen Auslieferung vorgehen
Thilo HahnPF, Allemagne
24 janv. 2022

 Quelle: imago/NurPhoto

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Gerichtsentscheidung in London:Assange darf gegen Auslieferung vorgehen
 
24.01.2022 | 12:04 Uhr


Der Wikileaks-Gründer Julian Assange darf im Rechtsstreit um seine Auslieferung in die USA Berufung einlegen. Das teilte der High Court in London am Montag mit.


Im juristischen Tauziehen um den Wikileaks-Gründer Julian Assange soll sich am Montag entscheiden, ob der Rechtsstreit um seine Auslieferung in die USA in die nächste Instanz geht. Der High Court in London will um 10:45 Uhr (Ortszeit) mitteilen, ob er der Argumentation von Assanges Anwälten, die vor den britischen Supreme Court ziehen wollen, folgt oder eine Berufung untersagt.
In diesem Fall würde die Entscheidung über die Auslieferung in die USA an das britische Innenministerium verwiesen. Assanges Verlobte, Stella Moris, wollte vor Ort sein und eine Erklärung abgeben.
Auslieferungsverbot im Dezember aufgehoben
Die US-Justiz will Assange wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen. Dem gebürtigen Australier drohen dort bei einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft. Vorgeworfen wird ihm, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht zu haben und damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht zu haben.
Seine Unterstützer sehen in ihm dagegen einen investigativen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht gebracht hat. Der 50-Jährige sitzt seit mehr als zwei Jahren im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in Haft.
 
Der Wikileaks-Gründer Julian Assange darf nach einem Urteil der britischen Justiz doch an die USA ausgeliefert werden. Dort drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft. Ihm wird unter anderem Spionage vorgeworfen. Seine Verlobte kündigte an, in Berufung zu gehen.
Zu Beginn des Jahres hatte ein britisches Gericht die Auslieferung Assanges in die USA mit Blick auf seine psychische Gesundheit untersagt. Die USA hatten entsprechende medizinische Gutachten jedoch angezweifelt, Berufung eingelegt und damit auch Erfolg gehabt. Ein Berufungsgericht hatte das Auslieferungsverbot im vergangenen Dezember aufgehoben. Diese Entscheidung will Assange nun beim obersten britischen Gericht, dem Supreme Court, überprüfen lassen.
Julian Assange hat medizinische Probleme
Sollte der Berufungsantrag am Montag abgelehnt werden, bedeute das noch nicht das Ende des Rechtsstreits, sagte Wikileaks-Chef Kristinn Hrafnsson der Deutschen Presse-Agentur. Die Entscheidung würde dann zunächst bei der britischen Innenministerin Priti Patel liegen.
 
Das Auslieferungsverbot von Julian Assange in die USA wurde von einem Berufungsgericht in London aufgehoben. Ihm drohen wegen Spionagevorwürfen bis zu 150 Jahre Haft in den USA.
Sollte sie dem US-Auslieferungsantrag zustimmen, könne dagegen allerdings ebenfalls wieder vor Gericht Berufung eingelegt werden. "Dies könnte die letzte Chance sein, um Julian Assanges Auslieferung in die USA zu stoppen", schrieb Rebecca Vincent, die Londoner Vertreterin der Pressefreiheitsorganisation Reporter Ohne Grenzen, auf Twitter.
Was auch immer als nächstes passiert, Großbritannien trägt auch eine rechtliche und moralische Verantwortung.
Rebecca Vincent, Reporter Ohne Grenzen
Assanges Angehörige, vor allem seine Verlobte, machen sich Sorgen um seine Gesundheit. Bislang stand sein psychisches Wohlergehen im Vordergrund, doch die Situation scheint ihm auch immer stärker körperlich zuzusetzen. Kurz nach dem jüngsten Urteil teilte Moris mit, Assange habe einen kleinen Schlaganfall erlitten.
Quelle: dpa


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