Verhindert die Abschiebung von Kinderarzt Camilo!

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Das Problem

Juan Camilo Pena Rios lebt seit 16 Monaten in Deutschland. Der ausgebildete Kindernotfall-Mediziner arbeitet aktuell als Unterstützungskraft in einer Wohnstätte für Menschen, die schwerst-mehrfachbehindert sind. Die Bewohner*innen und Mitarbeitenden schätzen den jungen Mann sehr. Er geht offen und voller Zuwendung mit ihnen um, er hat immer ein Lachen im Gesicht und stellt sich auf die oft besonderen Bedürfnisse der Menschen ein.

Obwohl in Deutschland im pflegerischen und medizinischen Bereich Fachkräftemangel herrscht, soll Camilo abgeschoben werden. Sein Asyl-Antrag wurde abgelehnt und er wurde aufgefordert, das Land zu verlassen. Helft uns, das zu verhindern!

Camilo stammt aus Kolumbien und ist 26 Jahre alt. Er hat sein Studium der Allgemeinmedizin mit der Fachrichtung Kindernotfallmedizin abgeschlossen. Seine Abschlüsse sind in Deutschland von der Ärztekammer anerkannt. Um hier in diesem Bereich arbeiten zu können, fehlen im lediglich die Sprachzertifikate. Er ist bereits beim B1-Zertifikat, braucht für die Fachkraftanerkennung das B2, als praktizierender Arzt C1. Da er ab Tag eins in Deutschland bereits hochmotiviert einen Sprachkurs nach dem anderen belegt hat, wird er dieses Niveau zeitnah erreichen.

In Deutschland gibt es zu wenig Kinderärzte, vor allem in der Notfallmedizin. Auch im Bereich der Behindertenhilfe mangelt es an Fachkräften. Der niedersächsische Gesundheitsminister hat aus diesem Grund eine Reise nach Kolumbien geplant, um Fachkräfte für Deutschland zu werben. Im gleichen Atemzug soll Camilo – ein ausgebildeter Arzt – genau in dieses Land abgeschoben werden.

Diese Entscheidung ist für uns absolut nicht nachvollziehbar. Camilo hat ein gesichertes Einkommen, einen festen Wohnsitz und lebt in einer Beziehung. Bei seinen Kolleg*innen ist er anerkannt und beliebt. Die Bewohner*innen wissen genau, wann er Dienst hat und freuen sich auf ihn. Er unternimmt Ausflüge mit ihnen, bietet Einzelbetreuungen an und stellt sich sensibel auf die Bedürfnisse der Menschen ein. Sein großes Ziel ist es, eine zusätzliche Ausbildung zum Kinderneurologen zu absolvieren und in Deutschland in diesem Bereich zu arbeiten.

Aus seiner Heimat Kolumbien ist er wegen der Gewalt geflohen, die dort durch Bandenkriminalität und die allgemeine politische Lage an der Tagesordnung ist. Er fürchtet um sein Leben, wenn er wieder dorthin zurück muss.

Wenn Camilo abgeschoben wird, wäre das nicht nur für ihn eine Katastrophe. Auch für die GPS als Arbeitgeberin, sein Team und vor allem für die Menschen, denen er täglich zur Seite steht, wäre das ein großer Verlust. Wir kämpfen gemeinsam dafür, dass Camilo bleiben darf und Deutschland mit seiner Expertise in einem Bereich unterstützen darf, in dem es dringend Fachkräfte braucht.

Camilo hat einen Härtefall-Antrag gestellt, über den noch entschieden werden muss. Wir bitten Euch, unterstützt uns dabei, diesem Antrag Nachdruck zu verleihen. Deutschland braucht Menschen wie Camilo, die sich im sozialen Bereich und in der Medizin einbringen. Wir appellieren an die zuständigen Stellen, für Camilo eine humanitäre Lösung zu finden. Wir bitten darum, dass er bei uns bleiben darf!

Diese Petition wurde von der GPS Wilhelmshaven als Arbeitgeberin von Camilo gestartet. Wir setzen uns dafür ein, dass er in Deutschland bleiben darf.

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Meike HinzePetitionsstarter*in

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