Verhindern Sie die Zusammenlegung der Grundschulklassen in Pang/Rosenheim

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Das Problem

Die Nachricht, dass im kommenden Schuljahr 2026/2027 die Klassen 1a, 1b und 1c, zu lediglich zwei zweiten Klassen, mit dann ca. 27 Kindern in der jeweiligen Klasse, zusammengelegt werden sollen, erfüllt uns mit großer Besorgnis. Als Eltern sind wir fest davon überzeugt, dass diese Entscheidung negative Auswirkungen auf die schulische und soziale Entwicklung aller Schüler:innen der betroffenen Klassen der Grundschule Pang/Rosenheim haben wird.

 

Aus nachfolgenden Gründen sind wir gegen die geplante Zusammenlegung:

 

1. Soziale und emotionale Aspekte
Aufbrechen bestehender Klassengemeinschaften:  Grundschulkinder brauchen feste Bezugspersonen und stabile soziale Gefüge. Das Zerreißen eingespielter Klassenverbände gefährdet die sozialemotionale Entwicklung der Kinder in einer sehr sensiblen Phase. Die Kinder verlieren vertraute Mitschüler:innen und Freundschaften, die sich in der ersten Klasse gebildet haben. Dies kann zu Stress, Unsicherheit oder Konflikten führen.
Anpassungsbelastung:  Schüler:innen müssen sich nicht nur auf neue Mitschüler:innen, sondern auch auf neue Lehrkräfte und deren Unterrichtsstil einstellen, was zusätzliche Energie beansprucht. 
Unterbrechung gemeinsamer Lernprozesse: Bisherige Gruppenarbeiten, Lerngemeinschaften oder Nachhilfeaktionen von Freundeskreisen werden erschwert oder unmöglich gemacht.
 
 
2. Pädagogische Aspekte

Grundkompetenzen gefährdet:  Das Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen erfordert intensive, individuelle Zuwendung. In einer Großklasse mit 27 Kindern ist eine differenzierte Förderung schlicht nicht mehr möglich. 

Zeitverlust im Unterricht: Die Neuzusammenstellung erfordert, dass jede Klasse sich erst als Gruppe finden muss. Dies reduziert die effektive Lernzeit und kann die Lernqualität beeinträchtigen. 

Inklusion und Integration: In unseren Klassen lernen Kinder mit unterschiedlichem Förderbedarf und verschiedenen Herkunftssprachen. Eine Klassenzusammenlegung lässt Lehrkräften keine Zeit mehr für die notwendige Einzelfallunterstützung. 
Schwierigere Differenzierung: Lehrkräfte müssen neue Leistungsgruppen einschätzen. Sowohl besonders leistungsstarke als auch leistungsschwache Kinder sind neu zugeordnet, was gezielte Förderung erschwert.
Gefahr des Kompetenzverlusts: Erfahrungen zeigen, dass Lehrkräfte ihre Schüler:innen in gewohnten Klassenzusammenstellungen schneller individuell fördern können, da sie bereits Kenntnis über Sozial- und Arbeitsverhalten haben.  

3. Organisatorische und räumliche Faktoren

Lärmpegel und Konzentration: Ein überfüllter Raum führt bei sechs- bis zehnjährigen Kindern zu extremer Reizüberflutung. Die Unruhe beeinträchtigt die Konzentration und erhöht das Stresslevel bei Schüler:innen und Lehrkräften. Erschwerend kommt hier die noch lange Zeit andauernde Lärmbelastung, durch den direkt angrenzenden Bau des neuen Schulgebäudes, hinzu.
Klassenraumkapazitäten: Kleine Grundschulräume können überfüllt wirken, sobald mehrere Klassen zusammengelegt werden. Dies kann Sicherheitsprobleme und störenden Engeeffekt verursachen. 

Planungsaufwand: Die Zusammenlegung erfordert aufwendige manuelle Sortierung, Berücksichtigung von Freundschaftswünschen, Geschlechterverteilung, Religionszugehörigkeit, Leistungs- und Sozialverhalten, sowie ggf. diagnosegestützte Sonderförderung. 

Unterrichtsausfälle:  Durch eine weitere Reduktion der Lehrkräfte werden Unterrichtsausfälle noch wahrscheinlicher, da eine Kompensation bzw. Aufteilung auf die anderen Klassen dann nicht mehr möglich ist. 
 
4. Psychosoziale Belastung und Stress
Erhöhter Stresslevel: Kinder nehmen den Wechsel von Schulalltag und sozialen Bezügen als belastend wahr, was ihr Wohlbefinden und damit auch Schulleistung negativ beeinflussen kann. 
Lehrer:innenbelastung: Lehrkräfte müssen sich auf neue Klassenzusammenstellungen einstellen, was organisatorische und didaktische Mehrarbeit bedeutet.
  
5. Zuzüge wahrscheinlich 

Im Zusammenhang mit dem in der Endphase befindlichen Bauprojekt in Oberwöhr ist mit mehreren Zuzügen zu rechnen. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler beim Einzug in die 2. Klasse entsprechenden schulischen Anschluss erhalten.

 


Zusammenfassung
Im Wesentlichen spricht daher gegen die geplante Klassenzusammenlegung im Übergang von der 1. zur 2. Jahrgangsstufe Nachfolgendes:

  • soziale Stabilität und Freundschaften der Kinder
  • Effizienz und Qualität des Unterrichts
  • steigende organisatorische und pädagogische Herausforderungen für Lehrkräfte
  • psychische Belastung der Schüler:innen
  • Empfehlenswerte Kontinuität
  • Zuzüge

Zu guter Letzt profitieren die Kinder sehr von der Kontinuität und dem bereits bestehenden Vertrauensverhältnissen zu ihren derzeitigen Klassenlehrerinnen, die hervorragende Arbeit leisten. Deshalb, und um dem herrschenden Lehrermangel zumindest etwas zu entgehen, wünschen wir uns sehr, dass auch alle Lehrerinnen der Schule erhalten bleiben können. 

 

Die Bedeutung eines starken und personalisierten Bildungsfundaments darf nicht unterschätzt werden. Unsere Kinder sind die Zukunft, und es ist von entscheidender Bedeutung, dass ihre schulische Entwicklung unter den besten möglichen Rahmenbedingungen erfolgt. Wir fordern daher die zuständige Schulbehörde und die Bildungsministerien auf, die geplante Zusammenlegung der Klassen zu überdenken und von einer Umsetzung abzusehen.

 

Bitte unterstützen Sie unsere Petition, um die bestmöglichen Lernbedingungen für alle Kinder an unserer Grundschule in Pang/Rosenheim zu sichern. Unterzeichnen Sie diese Petition, um Ihre Stimme für eine qualitativ hochwertige und individuelle Bildung zu erheben. Jede Unterschrift zählt!

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Timmy MertesPetitionsstarter*in

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