

Rheinische Post, 2.7.25
Von Julia Hagenacker
Gutachten über Schlossparkbäume - Es wird nichts zurückgehalten"
im Moerser Schlosspark stehen die im Januar abgeblasenen Baumfällungen weiter aut dem Prüfstand. Die Linke Liste fordert jetzt die schnelle Offenlegung eines neuen Gutachtens. Das sagt die Stadt.
Sie haben fast 9000 Unterschriften gesammelt, immer lauter protestiert und es am Ende geschafft, Verwaltung und
Politik umzustimmen: In elner Sondersitzung hatte der Stadtrat im Januar beschlossen, dass alle bis dato geplanten und damals zum Tell schon gestarteten Baumfällarbeiten im Schlosspark gestoppt werden. Alle zur Umgestaltung des
Parks anstehenden Arbelten sollen jetzt, so der Ratsbeschluss, unter Beteiligung von Bürgerinitiative, GMGV und externen Experten in Workshops erarbeitet, der Öffentlichkeit in einer Bürgerversammlung vorgestellt und noch vor der Sommerpause dem Rat zur Abstimmung vorgelegt werden. Aber klappt das auch? Die Linke Liste Moers hat diesbezüglich nun bei der Verwaltung zum Stand der Dinge angefragt. Am vergangenen Freitag, heißt es in einer Mitteilung der Linken Liste an die Presse, habe das erste Gespräch zwischen der Bürgerinitiative und dem von der Verwaltung eingesetzten Moderator stattgefunden. Dabei habe die BI darüber informiert, dass das Baumgutachten der Firma Kutscheid bereits im April/Mai bei der Stadtverwaltung eingegangen sei. Die Studie, heißt es weiter, sei aktuell in der Bearbeitung durch den Technischen Beigeordneten Thorsten Kamp. Eine Veröffentlichung stehe bisher aus. Ratsmitglied Friedhelm Fischer fordert deshalb die sofortige Offenlegung des Baumgutachtens, eine transparente Kommunikation durch die Verwaltung sowie die konsequente Beteiligung aller Akteure. Laut Stadtsprecher Thorsten Schröder werden die Daten der aktuellen Baumkartierung derzeit jenen aus dem Jahr 2019 gegenübergestellt, um sie dann der Politik und den beteiligten Akteuren rechtzeitig vor dem Start der Workshops zur Verfügung stellen zu können. „Da geht es einfach um die Herstellung einer Vergleichbarkeit, weil die Grundlagen der beiden Gutachten nicht einheitlich sind“, so Schröder. „Das Ganze ist nicht unkompliziert und dauert voraussichtlich noch ein paar Wochen. Wichtig ist nur: Es wird nichts zurückgehalten.“ (juha pogo )