Verharmlosung von Kriegsverbrechen darf nicht folgenlos bleiben!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Elke Ramminger und 9 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Auf einer Veranstaltung sagte 2 Sterne Generalmajor Hartmut Harro Renk:

 „If rape is inevitable – relax and enjoy.“

 Übersetzt: „Wenn Vergewaltigung unvermeidlich ist – entspann dich und genieß es.“

Diese Aussage ist nicht nur eine geschmacklose Entgleisung. Sie ist die Verharmlosung eines anerkannten Kriegsverbrechens – und eine Form der Täter-Opfer-Umkehr, wie sie zynischer kaum sein könnte.

Es gibt keine Situation im Krieg, in der Vergewaltigung „unvermeidlich“ ist. Jeder sexuelle Übergriff ist eine Entscheidung – ein Gewaltakt. Wer so spricht, tut so, als wäre sexualisierte Gewalt ein Naturereignis, gegen das man sich nicht wehren könne. Und schlimmer noch: Er suggeriert, das Opfer solle sich fügen – und im Zweifel sogar „genießen“, was ihm angetan wird.

Diese Perspektive verkehrt Täter und Opfer. Sie legitimiert Gewalt. Und sie hat nichts in einer Armee verloren, die für die Werte des Grundgesetzes einsteht.

Dass ein Mann mit einer solchen Haltung ohne harte Konsequenzen mit voller Pension in den Ruhestand geschickt wird, ist nicht hinnehmbar.

Deshalb fordern wir:

1. Ein klares und scharfes Disziplinarverfahren mit echten Konsequenzen – bis hin zur Aberkennung von Dienstgrad und Versorgungsansprüchen.

 2. Eine unmissverständliche öffentliche Verurteilung durch das Verteidigungsministerium. Solche Aussagen dürfen nicht relativiert oder als „Einzelfall“ verharmlost werden.

 3. Die verpflichtende Integration des Themas sexualisierte Gewalt, Kriegsverbrechen und internationalem Strafrecht in die militärische Ausbildung – geleitet von Fachleuten und Betroffenen.

Die Bundeswehr wird nur dann glaubwürdig bleiben, wenn sie konsequent gegen jede Relativierung von Gewalt einsteht – insbesondere gegen solche, die von den eigenen Führungskräften ausgeht.

Wer über Vergewaltigung Witze macht, darf keinen Dienstgrad tragen. Und schon gar keine Verantwortung für andere Menschen.

Quelle: https://taz.de/Rape-Culture-im-Militaer/!6087678&s=Renk/

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Sarah TPetitionsstarter*in

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Elke Ramminger und 9 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Auf einer Veranstaltung sagte 2 Sterne Generalmajor Hartmut Harro Renk:

 „If rape is inevitable – relax and enjoy.“

 Übersetzt: „Wenn Vergewaltigung unvermeidlich ist – entspann dich und genieß es.“

Diese Aussage ist nicht nur eine geschmacklose Entgleisung. Sie ist die Verharmlosung eines anerkannten Kriegsverbrechens – und eine Form der Täter-Opfer-Umkehr, wie sie zynischer kaum sein könnte.

Es gibt keine Situation im Krieg, in der Vergewaltigung „unvermeidlich“ ist. Jeder sexuelle Übergriff ist eine Entscheidung – ein Gewaltakt. Wer so spricht, tut so, als wäre sexualisierte Gewalt ein Naturereignis, gegen das man sich nicht wehren könne. Und schlimmer noch: Er suggeriert, das Opfer solle sich fügen – und im Zweifel sogar „genießen“, was ihm angetan wird.

Diese Perspektive verkehrt Täter und Opfer. Sie legitimiert Gewalt. Und sie hat nichts in einer Armee verloren, die für die Werte des Grundgesetzes einsteht.

Dass ein Mann mit einer solchen Haltung ohne harte Konsequenzen mit voller Pension in den Ruhestand geschickt wird, ist nicht hinnehmbar.

Deshalb fordern wir:

1. Ein klares und scharfes Disziplinarverfahren mit echten Konsequenzen – bis hin zur Aberkennung von Dienstgrad und Versorgungsansprüchen.

 2. Eine unmissverständliche öffentliche Verurteilung durch das Verteidigungsministerium. Solche Aussagen dürfen nicht relativiert oder als „Einzelfall“ verharmlost werden.

 3. Die verpflichtende Integration des Themas sexualisierte Gewalt, Kriegsverbrechen und internationalem Strafrecht in die militärische Ausbildung – geleitet von Fachleuten und Betroffenen.

Die Bundeswehr wird nur dann glaubwürdig bleiben, wenn sie konsequent gegen jede Relativierung von Gewalt einsteht – insbesondere gegen solche, die von den eigenen Führungskräften ausgeht.

Wer über Vergewaltigung Witze macht, darf keinen Dienstgrad tragen. Und schon gar keine Verantwortung für andere Menschen.

Quelle: https://taz.de/Rape-Culture-im-Militaer/!6087678&s=Renk/

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