

Liebe Unterstützer*innen,
landwirtschaftliche Verbände wollen derzeit mit haarsträubenden Falschbehauptungen mit dem Hashtag daswäreweg das neue Tierschutzgesetz verhindern, während es für unsere Begriffe schon viel zu sehr abgeschwächt wurde.
Bitte schreibt E-mails an Politiker und/oder Verbände!
Diese Falschbehauptungen müssen als solche benannt werden (auch Falschbehauptungen, die Landwirte Euch gegenüber gemacht haben, wenn Ihr sie beispielsweise gebeten habt, die Tiere doch auf die Weide zu lassen) um dagegen angehen zu können.
Nachfolgend meine E-mail an Herrn Rukwied, die Ihr auch gerne ganz oder teilweise kopieren könnt:
Sehr geehrter Herr Rukwied,
hiermit wende ich mich an Sie als Präsident des DBV, stellvertretend für alle Landwirte, auch Ihre Kollegen aus dem BBV.
Hören Sie auf, uns Verbraucher*innen und auch Politiker, am Nasenring in der Manege herumführen zu wollen!!!
SCHLUSS MIT DIESEN HAARSTRÄUBENDEN FALSCHBEHAUPTUNGEN!!!
Zuerst möchte ich anhand der beiden Fotos auf die Falschbehauptungen antworten:
Das linke Foto zeigt die Mastbullen eines Landwirts in meiner Umgebung in ganzjähriger Anbindehaltung und darunter die geeigneten Flächen in Hofnähe. Die große Wiese im Vordergrund hat er angeblich verkauft, dennoch besitzt er einen Obstanger neben dem Hof (beides markiert), auf welchen er die Tiere angeblich nicht hinaus lässt, weil ein Rind an einem Apfel ersticken könnte.
Meine Antwort dazu:
1.) Ein Tierhalter hat seine Wiese am Hof nicht zu verkaufen, wenn sie angeblich die einzige geeignete Fläche in Hofnähe ist!!!
2.) Rinder lieben Äpfel und die Wahrscheinlichkeit, daß ein Rind vergisst, den Apfel zu kauen, ist verschwindend gering!!!
Halten wir denn unsere Kinder auch eingesperrt in ganzjähriger Anbindehaltung, um ein solches Schicksal zu vermeiden?
Um eine weitere schwerwiegende Falschbehauptung zu nennen, wegen der seit Jahrzehnten Tiere in unsäglichem Leid gehalten werden:
Daß eine Muttersau eines ihrer Ferkel zerdrückt ist kaum möglich, so etwas passiert keiner Tiermutter!!!
Nur, weil ein Landwirt einmal behauptet hat, daß dies passieren könnte, wird den Tieren ein solch unsägliches Leid angetan, sie in der Kastenstandhaltung zu halten!!!
Das zweite Foto zeigt die Mastbullen eines Landwirts in meiner Umgebung in einem engen Gehege im Stadel (Stadeltür links im Bild) in ganzjähriger Liegendmast gehalten und darunter die geeigneten Flächen in Hofnähe links und rechts von der Straße, jeweils bis zum Wald.
Mit der Förderung für einen Zaun würde er diesen fast umsonst bekommen.
Dieser Fall entsetzt mich zutiefst, da der Landwirt von ganzjähriger Anbindehaltung nun auf die Liegendmast in diesem engen Gehege umgestellt hat!
Dies zeigt, daß Landwirte nicht etwa versuchen, ihre Tierhaltung zu verbessern, sondern einzig nach Möglichkeiten suchen, wie sie im Falle eines Verbots der ganzjährigen Anbindehaltung ihre Tiere weiterhin nahezu bewegungslos halten können!
DIESE LANDWIRTE VERHÖHNEN DIE LEIDENDEN TIERE!!!
Aus den folgenden beiden Artikeln werde ich die Falschbehauptungen herausgreifen und meine Antworten hinzufügen.
"Wenn wir die Viecher rauslassen, nach zwei Tagen da springen die, die reißen sich die Hax‘n ab“-
Natürlich freuen sich die Tiere, wenn sie nach zwei Tagen ins Freie dürfen! Dennoch achten sie doch darauf, sich nicht zu verletzen. Abgesehen davon, daß man als Landwirt ja die Möglichkeit hat, die Tiere einzeln nacheinander hinauszulassen und damit kein Gedränge an der Stalltür riskieren muss.
"Wir haben die Situation, dass wenn der Winteraustrieb kommt, werden 90 Prozent aufhören" -
Diese Drohung, ebenso wie die Drohung mit dem Strukturwandel ist mittlerweile so dermaßen langweilig!
Selbst wenn einige der älteren Landwirte, die sich mit Veränderungen schwer tun, aufhören würden, würden junge Landwirte nachkommen, die mit der Weideprämie durchaus etwas anfangen können und denen Tierschutz und auch Umweltschutz wichtig sind.
Und, wenn diese älteren Landwirte damit drohen, aufhören, bedeutet das ja, daß sie noch weitere Standbeine für ihren Lebensunterhalt haben.
Auch bei dieser Kampagne gehen die Landwirte und Verbände wieder in absolute Verweigerungshaltung!
Wie gesagt glaube ich KEINEM Landwirt mehr, der behauptet, ihm würden geeignete Flächen in Hofnähe fehlen.
Und Bequemlichkeit lasse ich mit Sicherheit nicht als Entschuldigung gelten!
Die Landwirte könnten auch ihre Tiere ganzjährig auf der Sommerweide lassen und dort einen sehr einfachen Stall für sie errichten. Dann müssten sie eben morgens und abends zu ihren Tieren fahren!
Und berufen Sie sich jetzt nicht darauf, daß Sie witterungsbedingt unter Umständen einmal nicht auf die Alm kommen könnten!
Der Klimawandel entwickelt sich nicht zurück und wir werden keine Winter erleben, an denen man nicht zumindest mit Schneeketten auf die Alm käme!
DAS WÄRE WEG: DAS UNSÄGLICHE LEID DER TIERE IN ANBINDEHALTUNG!!!
RINDER MÜSSEN AUF DER WEIDE GEHALTEN WERDEN!!!
Beim Tierschutz DARF es kein Zurück geben, wir Verbraucher*innen dulden keinerlei Tierleid mehr!!!
Vielmehr fordern wir, daß der Paragraph 2 des bestehenden Tierschutzgesetzes endlich befolgt wird und die Tiere art- und verhaltensgerecht gehalten werden!!!
Hiermit möchte ich an Sie appellieren, die Landwirte aufzufordern Vorschläge an die Politiker zu richten, die ihnen anderweitig Entlastung schaffen, anstatt zu versuchen, mit Falschbehauptungen gegen das Verbot der Anbindehaltung zu arbeiten oder dieses unterlaufen zu wollen, wie beispielsweise mit der Liegendmast.
Mit freundlichen Grüßen,
Sabine Lissy
Vielen, vielen Dank an Euch alle!!!