Обновление к петицииVerbot der ganzjährigen Anbindehaltung endlich umsetzen!Hallo Herr Özdemir, wo sind Sie?
Sabine LissyOberhausen, Германия
11 янв. 2023 г.

Liebe Unterstützer*innen, 

ich habe folgende E-mail an Herrn Özdemir geschickt und auch an seine Staatssekretärin Frau Dr. Nick, mit der Bitte, Herrn Özdemir über den Inhalt der E-mail zu informieren, falls er selbst keine Zeit hat, sie zu lesen:

Sehr geehrter Herr Özdemir, 

als Sie zu Ihrem Amtsantritt mit dem Fahrrad zum Bundestag gefahren sind, fand ich das so toll und passend zu einem "grünen Original"!

Noch wesentlich mehr haben mich Ihre Aussagen in der Zeit Ihres Amtsantritts beeindruckt (siehe Foto). Und ich dachte: endlich haben wir einen Landwirtschaftsminister, der klare Ansagen macht! Und das hat nicht nur mich sehr beeindruckt - es schien mir, als würden alle mit angehaltenem Atem auf Ihr weiteres Vorgehen warten. Falls es Ihnen nicht aufgefallen ist: man hat erstmal "sehr lange" - bis ins neue Jahr hinein - nichts von Herrn Rukwied und dem DBV gehört. 

Seitdem musste ich schleichend erkennen, daß Ihren Worten beim Amtsantritt wohl leider keine Taten folgen werden. Hier möchte ich einfach meine tiefe Enttäuschung zum Ausdruck bringen...!

Meiner Meinung nach hätten Sie zuallererst das Leid der "Nutztiere" - der Stimmlosen und uns Schutzbefohlenen - beenden können und müssen. Mit klaren Gesetzen hätten tierquälerische Haltungsformen,  wie die ganzjährige Anbindehaltung, die Kastenstandhaltung, jegliche Tierhaltung ohne Auslauf im Freien, beendet werden müssen. Und im zweiten Schritt hätten Sie im Dialog mit den Landwirt*innen erarbeiten müssen, welche Unterstützung sie bei der Umsetzung dieser Gesetze brauchen. 

Seit Ihrem Amtsantritt ist nun über ein Jahr vergangen, in dem ich jeden Tag gehofft hatte, daß wir fast 150.000 Unterstützer*innen der Petition "Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung endlich umsetzen!" noch etwas für die Tiere erreichen können. 

Jeden Tag, wenn ich an den Ställen in meiner Umgebung vorbeikomme, wird mir das Herz so schwer, daß das Leid der Tiere noch nicht beendet wurde.

Als ich den Landwirt, der die Mastbullen in ganzjähriger Anbindehaltung hält, im vergangenen Jahr zum wiederholten Male gebeten habe, die Tiere doch auf die Wiese hinter seinem Hof hinauszulassen, antwortete er, daß sie ihm nicht mehr gehöre, sondern dem Landwirt mit den Milchkühen. Und daß er sowieso bald aufhören würde. Als ich einige Tage später in den frühen Morgenstunden am Stall vorbeikam, lagen in einer größeren Bucht neben den Bullen in ganzjähriger Anbindehaltung einige Kälbchen, sichtlich verängstigt und eng aneinander. Und mir wurde klar, daß sie die nächste Generation sind, die in ganzjähriger Anbindehaltung gemästet werden wird. Und selbst wenn jenem Landwirt die Wiese hinter seinem Hof nicht mehr gehört, so hat er aber noch weitere, von denen er das Heu für die Mastbullen holt. Wenn sie etwas entfernt liegen, so bin ich dennoch der Ansicht, daß er die Bullen grundsätzlich dort halten könnte. Wenn er Hilfe braucht, um sie zu umzäunen, so hoffe ich immer noch auf diesen Landwirtschaftsminister, der sich als obersten Tierschützer und obersten Anwalt der Bauern versteht. 

Mit freundlichen Grüßen, 

Sabine Lissy 

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