Petition updateVerbot der ganzjährigen Anbindehaltung endlich umsetzen!E-mails an die Staatssekretärinnen des BMEL und an Bundeskanzler Olaf Scholz
Sabine LissyOberhausen, Germany
Apr 20, 2022

Liebe Unterstützer*innen, 

als nächstes habe ich mich noch an zwei der Staatssekretärinnen des BMEL, Frau Dr. Ophelia Nick und Frau Dr. Manuela Rottmann, gewandt und in der E-mail unserer Enttäuschung darüber Ausdruck verliehen, daß bisher weder Herr Özdemir noch seine Staatssekretärinnen die Petition entgegennehmen wollen. 

Außerdem habe ich eine E-mail an Bundeskanzler Olaf Scholz geschrieben, worin ich ihn bitte, die Tiere nicht zu vergessen. 

Sobald ich eine Antwort erhalte, werde ich Euch darüber informieren. 

Danke an Euch alle für Eure anhaltende Unterstützung und das Teilen der Petition!!!

 

 
Sehr geehrte Frau Dr. Nick,

mein Name ist Sabine Lissy, ich habe auf Change.org die Petition: "Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung endlich umsetzen!" gestartet, die bereits über 141.000 Unterstützer*innen gefunden hat. 
Mit dieser E-mail möchte ich meiner Enttäuschung und der Enttäuschung der vielen Unterstützer*innen darüber Ausdruck verleihen, daß bislang weder Herr Bundesagrarminister Özdemir, noch Sie oder Ihre Kolleginnen, seine Staatssekretärinnen, die Petition entgegennehmen wollen. 


In Deutschland werden noch über 500.000 Rinder in ganzjähriger Anbindehaltung gehalten. 
Wir fordern mit der Petition die Umsetzung des Verbots der ganzjährigen Anbindehaltung mit gleichzeitig größtmöglicher finanzieller Unterstützung für die kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe, sodaß keiner der Höfe aufgeben muss. 


Wenn der Text der Bundesratsresolution von 2016 (ein Vorstoß Ihrer Parteikollegen in Hessen) bei den geforderten 180 Tagen Weidegang im Jahr auf 120 Tage im Jahr angepasst würde, wie in der Kombinationshaltung üblich, wäre die Kombinationshaltung von dem Verbot auch nicht betroffen, es würde zu keinem Strukturbruch kommen. 
Wenn die Förderung für Stallumbauten und Weidelandzukäufe auf bis zu 70% erhöht würde, wie von den Grünen im vergangenen Jahr gefordert, müsste auch keiner der kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe, die wir dringend brauchen, aufgeben. 
Die Bundesratsresolution müsste also nur im Text angepasst und zusammen mit dem Bericht des Thünen-Instituts zur Folgeeinschätzung, der bereits seit Januar 2019 vorliegt, im Bundestag zur Abstimmung gebracht werden. 


Ich hoffe sehr, daß Ihnen an dieser Stelle auffällt, daß unsere Forderung und die im Koalitionsvertrag formulierte Absicht, "die Anbindehaltung bis in spätestens 10 Jahren abschaffen zu wollen", zwei sehr verschiedene Paar Schuhe sind.


Daß wir von Herrn Özdemir's Büro als Begründung zur Absage der Petitionsübergabe, sowie vom "Verbraucherlotsen" mit dieser Formulierung im Koalitionsvertrag abgespeist werden sollten, trifft uns verständlicherweise besonders hart.


"Die Anbindehaltung bis in spätestens 10 Jahren abschaffen zu wollen" ist nur ein Plan, um das Thema aufzuschieben, damit -wenn überhaupt- sich erst die übernächste Regierung damit befassen muss.


Ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung, wie wir es fordern, bis in 10 Jahren umsetzen zu wollen,  ist ABSOLUT INAKZEPTABEL. 
Diese tierquälerische Haltungsform muss so schnell wie möglich verboten werden!!!
Und mit der größtmöglichen finanziellen Unterstützung für die kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe müsste kein Hof aufgeben.


Wir Unterstützer*innen der Petition möchten den Tieren in ganzjähriger Anbindehaltung unsere Stimme geben,  damit dieses Tierleid beendet werden kann!!!


Umso trauriger ist es, daß auch unsere Stimmen einfach überhört und ignoriert werden. 


In der Hoffnung, daß Sie oder Ihre Kolleginnen noch bereit sind, die Petition entgegenzunehmen verbleibe ich mit freundlichen Grüßen, 


Sabine Lissy 

 

 

 


Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Olaf Scholz, 
mein Name ist Sabine Lissy und ich habe im vergangenen Jahr auf Change.org die Petition: "Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung endlich umsetzen!" gestartet, die bereits über 141.000 Unterstützer*innen gefunden hat. 


Um das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung umzusetzen mit gleichzeitiger größtmöglicher finanzieller Unterstützung für die betroffenen Landwirt*innen, müsste eigentlich nur die Bundesratsresolution von 2016 bei der Forderung von mindestens 180 Tagen Weidegang im Jahr für die Rinder auf 120 Tage Weidegang im Jahr (wie in der Kombinationshaltung üblich) angepasst werden und mit dem seit 2019 vorliegenden Bericht des Thünen-Instituts zur Folgeeinschätzung im Bundestag zur Abstimmung gebracht werden. Außerdem müsste für die betroffenen Landwirt*innen die von der vergangenen Regierung beschlossenen Förderung für Stallumbauten oder Zukauf von Weideflächen von 40% erhöht werden, damit keiner, vor allem der kleinen und mittleren bäuerlichen Betriebe, aufgeben muss. 


Diese Forderung in meiner Petition ist etwas ganz anderes, als die Absicht im Koalitionsvertrag, die Anbindehaltung komplett bis in 10 Jahren abschaffen zu wollen. 


Daß die ganzjährige Anbindehaltung erst in 10 Jahren beendet wird ist absolut inakzeptabel. Diese tierquälerische Haltungsform muss so schnell wie möglich beendet werden!


Laut Statistik des BMEL werden in Deutschland 11,3 Millionen Rinder gehalten, von denen ein Drittel niemals Weidegang bekommt. 
Dieses Leid der Tiere bricht uns Verbraucher*innen das Herz!!!


Wie wohl alle Menschen in Deutschland und weltweit bin ich zutiefst traurig über das Leid der Menschen und Tiere in der Ukraine, das Putin's Angriffskrieg verursacht. 


Aber ich bin auch zutiefst traurig über das Leid unserer "Nutztiere" hier in Deutschland!


Wie ich den Medien entnehmen konnte, haben Sie angekündigt 100 Milliarden Euro zusätzlich für die Rüstung ausgeben zu wollen. Und das macht mich auch zutiefst traurig. 
Denn Waffen schaffen niemals Frieden.
Und wenn Deutschland von einer Großmacht angegriffen würde, wäre es immer auf die Hilfe der NATO-Verbündeten angewiesen. Darum ist es natürlich wichtig, daß Deutschland den von der NATO geforderten Prozentsatz des Bruttoinlandsprodukts in die Rüstung investiert. 


Aber nicht nur die Ukraine, sondern auch die Menschen hier in Deutschland werden als Folge des Krieges auf finanzielle Unterstützung des Staates angewiesen sein. 


Und die Rinder, die in ganzjähriger Anbindehaltung ihr ganzes Leben am selben Fleck im Stall verbringen, sowie die betroffenen Landwirt*innen brauchen dringend die finanzielle Unterstützung des Staates, damit das Leid der Tiere beendet werden kann!!!


Hiermit bitte ich Sie inständig:
Bitte stellen Sie dem BMEL ausreichend Mittel zur Verfügung, damit der Umbau der Tierhaltung schnellstmöglich umgesetzt werden kann!


BITTE VERGESSEN SIE NICHT DIE TIERE, DIE EIN RECHT AUF EIN ARTGERECHTES UND GLÜCKLICHES LEBEN HABEN!!!


Mit freundlichen Grüßen, Sabine Lissy 
 


 


 
 

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