

Liebe Unterstützer*innen,
zuerst die gute Nachricht:
wir sind bereits 140.561 Unterstützer*innen der Petition!!! Danke an Euch alle!!!
Außerdem gibt es noch die Hoffnung, daß Frau Renate Künast, agrarpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, oder Herr Karl Bär, grüner Obmann und stellvertretender agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, die Petition entgegennehmen.
Es fällt mir schwer, daß ich Euch in dieser Zeit, wo unser aller Gedanken beim Leid der Menschen und Tiere in der Ukraine sind, auch eine schlechte Nachricht mitteilen muss.
Beim Team von Change.org ist auf deren Anfragen zur Petitionsübergabe an Herrn Özdemir mittlerweile die offizielle Absage seines Büros eingegangen.
Man bittet um Verständnis wegen des vollen Terminkalenders und verweist darauf, daß die Ampel-Regierung in ihrem Koalitionsvertrag ohnehin angekündigt hat, die Anbindehaltung bis in spätestens 10 Jahren abschaffen zu wollen.
Zu ersterem:
Herr Özdemir hätte die Petition auch von einer seiner Staatssekretärinnen entgegennehmen lassen können.
Zum Verweis auf den Koalitionsvertrag:
Eine Abschaffung der ganzjährigen Anbindehaltung, wie wir sie fordern bis in 10 Jahren ist absolut inakzeptabel!!!
Allerdings halte ich die Formulierung im Koalitionsvertrag mittlerweile für eine Taktik, damit sich nichts verändern kann und vor allem nichts dafür getan werden muss.
Es ist ein Verwirrspiel, denn auf einem landwirtschaftlichen Nachrichtenportal habe ich gelesen, daß die Landwirt*innen nun Angst haben, daß die Anbindehaltung komplett verboten werden soll.
Unsere Forderung, das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung endlich umzusetzen und "die Anbindehaltung bis in spätestens 10 Jahren abschaffen" zu wollen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Wenn man die Anbindehaltung abschaffen wollte, würde das wahrscheinlich wirklich 10 Jahre dauern. Vor allem, da Herr Özdemir die von der letzten Regierung beschlossene Förderung für Stallumbauten in Höhe von 40% beibehalten möchte. Im vergangenen Jahr wurde eine Erhöhung der Förderung von 30% auf 40% von der alten Regierung beschlossen, wobei sich die Grünen in dieser Debatte wohlgemerkt für bis zu 70% ausgesprochen haben!!! "Die Anbindehaltung abschaffen" würde auch bedeuten, daß viele Landwirt*innen, denen die Umstellung auf Laufstall aufgrund der Hoflage nicht möglich ist, die aber die Kombinationshaltung praktizieren und die Tiere im Sommer auf die Almen treiben, aufgeben müssten und es würde zu einem Strukturbruch kommen, den keiner will. Zudem müssten die Rinder in Laufstallhaltung enthornt werden und die Gefahr besteht, daß sie noch weniger Weidegang bekommen, weil sie sich ja im Stall "bewegen" können.
Hingegen bei unserer Forderung, das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung endlich umzusetzen mit gleichzeitiger größtmöglicher Förderung für die kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe, müsste kein Hof aufgeben. Es wäre für Herrn Özdemir ein Leichtes, die Resolution des Bundesrats von 2016 bei den geforderten 180 Tagen Weidegang im Jahr auf 120 Tage im Jahr, wie in der Kombinationshaltung üblich, anzupassen, und zusammen mit dem Bericht zur Folgeeinschätzung des Thünen-Instituts im Bundestag zur Abstimmung zu bringen. Das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung könnte in kurzer Zeit umgesetzt werden, da auch nicht alle Betriebe zu Laufställen umbauen müssten, sondern vor allem die Buchten geräumiger gestaltet werden könnten, damit die Rinder sich wenigstens alle bequem hinlegen können und die Anbindung in Länge und Material flexibel gestaltet werden könnten, damit die Tiere beim Schlafen den Kopf neben dem Körper ablegen können- starre Anbindung an schmiedeeisernen Ketten sollte seit dem Mittelalter eigentlich längst überholt sein. Und vor allem sollten Landwirt*innen beim Zukauf oder der Umzäunung von Weideflächen finanziell gefördert werden.
Hier möchte ich nochmals betonen, daß wir fordern, daß die ganzjährige Anbindehaltung verboten wird, denn alle Tiere brauchen Weidegang, auch Schweine, Hühner, Puten, Kaninchen... ALLE TIERE MÜSSEN WEIDEGANG BEKOMMEN!!!
Nach der Antwort des BMEL über den Verbraucherlotsen habe ich nochmals eine E-mail an Herrn Özdemir geschrieben (diesmal an seine Adresse im Wahlkreisbüro) mit der Frage, ob es wirklich in seinem Sinne war, daß das Herzensanliegen von fast 150.000 Bürger*innen in dieser Art und Weise vom Verbraucherlotsen abgefertigt wird - auch diese E-mail blieb unbeantwortet.
In einer Fernsehshow sagte er, er brauche den Druck von den Verbraucher*innen. Aber er ignoriert die Petition mit über 140.000 Unterstützer*innen.
Er hat bei seinem Amtsantritt viele wichtige Vorhaben angekündigt, aber ich sehe bislang keine ersten Schritte zur Umsetzung.
Wo bleibt der oberste Anwalt der Landwirt*innen?
Und vor allem:
Wo bleibt der oberste Tierschützer?
Natürlich hat die Regierung durch Putin's Angriffskrieg auf die Ukraine noch zusätzlich schwere Herausforderungen aufgebürdet bekommen.
Aber es darf nicht sein, daß die Tiere immer die Leidtragenden sind!!!
WIR WERDEN JEDENFALLS NICHT SCHWEIGEN BIS DAS LEID DER TIERE BEENDET IST!!!
Bitte teilt die Petition auch weiterhin nach Kräften!!!
Heute habe ich auf Change.org noch eine weitere Petitionhttps://www.change.org/p/appell-zum-tierschutz-in-der-eu?recruiter=1219210115&recruited_by_id=28151bc0-f5e5-11eb-bb75-bd25b6035cd6&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=petition_dashboard gestartet, es ist ein Appell an die EU-Kommission und das EU-Parlament mit der Bitte, die Ziele für die anstehende Überarbeitung der Tierschutzrichtlinien der EU sehr hoch zu stecken, damit das Leid der Tiere in der EU beendet werden kann. Hoffentlich lässt sich auf diesem Wege etwas für die Tiere erreichen!
Hoffentlich findet auch diese Petition viele Unterstützer*innen!!!
Vielen,vielen Dank an Euch alle!!!