Petition updateVerbot der ganzjährigen Anbindehaltung endlich umsetzen!Petitionsübergabe an Frau Michaela Kaniber
Sabine LissyOberhausen, Germany
Nov 19, 2021

Liebe Unterstützer*innen, 

am Dienstag (16.11.) habe ich gleich nach der Petitionsübergabe ein Update für Euch verfasst. Aufgrund eines technischen Problems konnte es aber bislang nicht eingestellt werden. Deswegen werde ich jetzt versuchen,  es über mein Smartphone selbst einzustellen:

Heute konnte ich die Petition mit über 92.000 Unterschriften an die Bayerische Landwirtschaftsministerin, Frau Kaniber übergeben!!!

Nachdem ich mittlerweile erfahren hatte, daß Frau Kaniber als erste bayerische Landwirtschaftsministerin die Abschaffung der ganzjährigen Anbindehaltung in ihrer Regierungserklärung thematisiert hat, wollte ich ihr wirklich gerne glauben, als sie sagte, sie möchte mit Hochdruck darauf hinarbeiten.

Jedoch bin ich jetzt wirklich mal wieder enttäuscht: Denn Ministerin Kaniber möchte kein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung durchsetzen, mit der Begründung,  daß dann viele Höfe sofort aufgeben müssten.

Ich habe jedoch die Meinung vertreten, daß ein Verbot unbedingt notwendig sei,  natürlich mit etwas Zeit für die Bäuerinnen und Bauern zur Umsetzung und insbesondere auch mit finanzieller Hilfe durch den Staat. 

Ich habe ihr auch gesagt, daß ich die von ihr vor einiger Zeit angebotene Erhöhung der Förderung für Umbauten von 30% auf 40% für viel zu niedrig halte, wenn man bedenkt, daß sich die Dumpingpreis-Spirale in den letzten Jahrzehnten nur nach unten geschraubt hat und die Bäuerinnen und Bauern nichts verdient haben. Deswegen halte ich eine Erhöhung der Förderung auf 70-80% für nötig und auch sehr viel realistischer. Außerdem habe ich angemerkt, daß die Corona-Pandemie gezeigt hat, daß Entscheidungen auch mal sehr viel schneller getroffen werden können. 

Frau Kaniber möchte stattdessen mit einer Beratungsoffensive und einer Tierwohlprämie ("BayProTier" ab 2022) die Abschaffung der ganzjährigen Anbindehaltung voranbringen. 

Auch möchte sie nicht ins Marktgeschehen eingreifen und, wie ich vorgeschlagen habe, eine Untergrenze für die Preise von tierischen Lebensmitteln vorgeben, bei der Tierwohl und auch eine angemessene Entlohnung für die Bäuerinnen und Bauern in meinen Augen gewährleistet wären.

Besonders enttäuscht war ich über ihre Aussage, daß es sich bei der ganzjährigen Anbindehaltung sowieso um ein Auslaufmodell handelt, so ungefähr: das gibt sich irgendwann von selbst, da verschiedene Lebensmittelketten, bzw. Discounter keine Produkte aus Anbindehaltung mehr ins Sortiment nehmen wollen. 

Das heißt wohl, daß sich nichts entscheidend ändern wird: das Leid der Tiere wird weiterhin "geduldet" und die Regierung wartet ab, daß die Bäuerinnen und Bauern die Kosten für Umbauten entweder weitgehend selbst stemmen können oder aufgeben müssen. Aber ohne klare politische Vorgaben wird sich so schnell nichts ändern. 

Liebe Unterstützer*innen,  wir werden uns weiterhin für das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung einsetzen!!! Bitte teilt die Petition fleißig weiter!

Als nächstes möchte ich die Petition an Frau Ruth Müller, agrarpolitische Sprecherin der SPD im Landtag übergeben (voraussichtlich am 7.12.).

Vielen Dank an Euch alle!!!

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