
Liebe Unterstützer*innen,
endlich kommt Bewegung in die Sache. Nach jahrelangen Versuchen, die deutsche Wirtschaft durch Selbstverpflichtung (wie im Rahmen des Textilbündnisses oder des Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte) zu mehr Verantwortung bezüglich der eigenen Wertschöpfungsketten in Entwicklungsländern zu bewegen, scheint nun immer deutlicher zu werden: Das bringt nichts! Unternehmen, die schon verantwortungsvoll handeln, tun dies auch weiterhin – Unternehmen, die einen besonderen Aufholbedarf haben, nehmen die Verpflichtungen nicht ernst. Deshalb versuchen das Bundeskanzleramt sowie das Wirtschaftsministerium nun, laut aktuellem Bericht auf Spiegel Online, die Ergebnisse des Selbstverpflichtungsmonitoring so weichzuspülen, dass nicht direkt deutlich wird, wie wenig positive Veränderung bewirkt wurde.
Weil auch die Ergebnisse des vom Entwicklungsminister Müller initiierten Textilbündnisses, die nächstes Jahr veröffentlicht werden, mit großer Wahrscheinlichkeit enttäuschend ausfallen werden, hat das Entwicklungsministerium vorsorglich schon einmal einen Gesetzesentwurf erarbeitet, der Mitte Februar bereits geleakt wurde (u.a. taz hat berichtet). Aber: Bundeskanzleramt und Wirtschaftsministerium mauern auch hier. Deshalb müssen wir unbedingt den Druck auf diese Akteure erhöhen und unsere Petition weiter verbreiten!
Um dies zu erreichen, werden wir zum diesjährigen Jahrestag von Rana Plaza, also wieder am 24.04, eine zweite Auflage der Petition launchen.
An unserer Seite: zahlreiche prominente Unterstützer*innen – und hoffentlich ihr!
Ihr werdet also von uns hören.
Liebe Grüße
Lisa