
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
die Entscheidung von Daimler sei „verantwortungslos, Demokratie gefährdend, dumm“: Was einige Politiker kürzlich derart in Rage brachte war nicht etwa ein angekündigter Stellenabbau, sondern die Bekanntmachung, keine Parteispenden mehr zu überweisen. Wollen andere Unternehmen nun auch den Geldhahn zudrehen?
Lange Zeit war Daimler für viele Parteien ein verlässlicher Geldgeber, nun hat der Konzern seine jährlichen Spenden überraschend gestrichen. Die Entscheidung versetzte einige Politiker in helle Aufregung. FDP-Schatzmeister Hermann Otto Solms kündigte einen Protestbrief an Daimler an und behauptete, Unternehmensspenden seien „von unserer Verfassung so gewollt“. Der CDU-Abgeordnete Thomas Bareiß schimpfte, der Spenden-Stopp sei „verantwortungslos, Demokratie gefährdend, dumm“.
Die Politiker treibt offenbar die Sorge um, dass Daimler nur der Anfang ist – und bald weitere Unternehmen den Geldhahn zudrehen. Doch die Großspender der letzten Jahre denken nicht daran, wie sie auf abgeordnetenwatch.de-Anfrage mitteilten. Unterdessen liegt im Bundestag ein Antrag, der Parteispenden aus der Wirtschaft verbieten will.
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