NEIN zu Präsenzklausuren und keiner Freisemesterregelung an der rechtswiss. Fakultät UzK

Das Problem

***UPDATE***

Liebe Unterstützer der Petition, liebe Uni Köln,

in der ursprünglichen Fassung meiner Petition hätten einige Dinge eventuell genauer formuliert werden können. Ich möchte deswegen den alten Text zwar stehen lassen, aber nochmal klarstellen, was genau gemeint ist. Für uns sind vor allem die vorgesehenen Präsenzklausuren im Frühjahr 2022 nicht tragbar. Unsere Argumente sind hierfür:

  1. Prüfungen sollen unter den 3G Regeln abgehalten werden. Studenten, die sich aufgrund von Krankheiten u.Ä. nicht impfen lassen können, werden so benachteiligt. Dies beruht auf dem Fakt, dass Schnelltests oft ungenau sind. Dies stellt dann für diese eine unnötige Gefahr dar, die durch Online-Klausuren einfach umgangen werden könnte. Hörsäle, die über schlechte Belüftungssysteme verfügen, sowie die hohe Anzahl der Studierenden (bspw. fassen alle die gleichen Türklinken an...), stellen große Gefahrenquellen vor allem für die vurnerablen Gruppen unter den Studierenden dar. Außerdem haben Studierende unter anderem Risikopatienten im direkten Umfeld und könnten sich durch online Klausuren diese Gefahr sparen. Es besteht auch keine FFP2-Masken-Pflicht. 
  2. Seminare in anderen Studiengängen, die weitaus weniger Teilnehmer haben, werden abgesagt. Warum sollen dann mehrere hundert Studierende zusammen eine Klausur schreiben?
  3. Es wird das Gegenargument angeführt, dass sich seitens Fachschaft lange für die Präsenzlehre eingesetzt wurde. Eventuell war der ursprüngliche Text auch nicht genau genug formuliert, wir sprechen hier jedoch von den Prüfungen und nicht den Vorlesungen. Es war den meisten Studierenden mit Präsenzvorlesungen möglich, die Vorlesung online zu verfolgen. Hier bestünde die Wahl. Durch Präsenzklausuren wird das Wissen anders vermittelt. Das Wissen abzurufen ist auch durch Online Klausuren möglich. Diese besteht eben nicht bei einer Klausur. Es erscheint unverhältnismäßig, gefährdeten oder "ängstlichen" Studenten zu raten, dieses Semester dann "einfach auszusetzen". Die Corona Pandemie hat schon viele der Studierenden durch private Verhältnisse dazu gezwungen, ihr Studium weiterhin hinzuziehen. Eine deutliche Benachteiligung.
  4. Durch die erhöhten Infektionszahlen ist es nicht verständlich, warum Prüfungen Ende 2020 online abgehalten werden mussten. Die momentanen Infektionszahlen liegen weit über denen im Winter 2020.
    Omikron stellt eine große Gefahr und Ungewissheit dar. Laut WHO ist diese Variante besonders besorgniserregend. Es wurden in kurzer Zeit schon einige Impfdurchbrüche verzeichnet und bis Januar 2022 ist nicht jeder Studierende in der Lage, sich boostern zu lassen.
  5. Die Studierenden wünschen sich Planungssicherheit. Wie einige bestimmt wissen, reicht es nicht, sich 3 Wochen vor der Klausur auf eine Prüfung vorzubereiten. Das Rektorat möchte die Situation im Frühjahr abwarten. Sollte sich im Frühjahr dann ergeben, dass die gefährdeten Studierenden doch mit einer Online Klausur rechnen können, würde dies unter Umständen dazu führen, sich nicht genügend vorbereiten zu können. 
  6. Am 15.12. wurde beschlossen, dass jede im Wintersemester unternommene Klausur als nicht vorgenommen gilt, sofern nicht bestanden. Das Rektorat hatte nur einen weiteren Versuch pro Kopf vorgesehen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass Präsenzklausuren ein Infektionsrisiko darstellen.

Konstruktive Kritik ist immer gerne gesehen. Wir möchten mit dieser Petition niemandem zu nahe treten. 

Unsere Forderungen

  1. Unbegrenzte Freiversuche --> Geschafft!
  2. Freisemester -->Im Gespräch ist ein weiteres Freisemester pro Person, angerechnet werden pro Person jedoch nur 3.
  3. Online Klausuren
     

_________________________________________

Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Justizministerium, liebes Rektorat der Uni Köln,

Die Pandemie-Situation in Deutschland verschlechtert sich rasant. Heute (10.12.2021) verbuchen wir im ganzen Land ca. 61 000 Neuinfektionen, wobei die Neuinfektionen im Dezember weit weniger waren (32000). Wie kann es da sein, dass das Justizministerium immer noch an Präsenzprüfungen festhält, während selbst einige Professoren ihre Vorlesungen aufgrund der Gefahr absagen? Wieso reagiert das Justizministerium nicht?

Die Prüfungen des Wintersemesters 2021/2022 sollen laut jetzigem Stand unter den 3G Regeln stattfinden. Dies ist unzumutbar, da sich einige der Studenten aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, woraufhin diese unverhältnismäßig benachteiligt werden. Omikron, die Variante die laut WHO besonders besorgnisserregend ist, zeigt nach kürzester Zeit schon einige Impfdurchbrüche. Die Wirkung der Impfung auf Omikron ist bisher noch nicht sicher und nicht alle sind dazu in der Lage, bis zu dem Klausuren eine Boosterimpfung zu erhalten. Gerade für Risikopatienten und auch ungeimpfte Studenten stellt es so ein großes Risiko dar, zu den Prüfungen zu erscheinen. Teilweise verfügt die Universität auch nur über schlecht durchlüftbare Säle, die ein weiteres Risiko beherbergen. Schnelltests sind unter Anderem nicht aussagekräftig genug und weisen nur die Viruslast zu dem Zeitpunkt des Testes nach. Zudem besteht keine FFP2-Pflicht. Von den Fälschungen von Impfungen und Tests, die momentan im Umlauf sind, nicht zu sprechen. Seminare u.Ä. werden in Teilnehmeranzahlen von 20 Leuten abgesagt; an Prüfungen mit mehr als 100 Studenten wird festgehalten!

Außerdem besteht die Gefahr, dass die Studenten sich bei den Präsenzklausuren anstecken. Dies würde ggf. Quarantäne mit sich ziehen, was gerade bei der fehlenden Freisemesterregelung nicht tragbar ist. Hier wünschen wir uns, dass sich das Rektorat ein weiteres Freisemester entscheidet, damit sich dieses Semester nicht negativ auf den Studienablauf der Studenten auswirkt. Das Studium hat sich bei einigen Studenten durch die psychische und weitere Belastung der Pandemie schon lange genug gezogen, so werden es wahrscheinlich keine Studenten riskieren, beispielsweise auf ihre Zwischenprüfung weiter zu warten und werden auch mit Symptomen in Klausuren gehen. 

Für den Freiversuch sind 4 Semester anrechenbar, wobei es durch die Pandemie erst 3 Freisemester gab. Gerade dieses Semester, das für einige das erste Semester in "Teil"-Präsenz darstellt, sollte deswegen auch die Freisemesterregelung gelten. Gerade durch die weiterhin unsichere Prüfungssituation sollten nicht bestandene Klausuren immer noch als nicht unternommen gelten!

Die Universität zu Köln (Rektorat) und das Justizministerium hat aufgrund der Corona Pandemie Hochschulverordnung die notwendige Grundlage um zu reagieren. Gemäß § 6 ist die Universität dazu berechtigt, online Prüfungen abzuhalten und außerdem ist sie berechtigt, die Freiversuchsregelung zu erweitern. 

Wie kann es sein, dass schon einige Midterm Klausuren geschrieben werden und noch keine Entscheidung gefallen ist? Die juristische Fakultät fällt selbst in der Presse durch ihr Verhalten in der Pandemie schlecht auf (Link). Es ist Zeit, dass das Justizministerium und Rektorat reagiert. Es ist auch nicht tragbar, bis kurz vor den Klausuren zu warten, um zu kommunizieren, ob die Klausuren online sind. Wir benötigen Planungssicherheit und fragen uns, wie eindeutig die Situation noch werden soll.

Wir fordern nun eine Aussage zur Freiversuchsregelung und online Prüfungen! 

 

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Pia KempenPetitionsstarter*in
Diese Petition hat 955 Unterschriften erreicht

Das Problem

***UPDATE***

Liebe Unterstützer der Petition, liebe Uni Köln,

in der ursprünglichen Fassung meiner Petition hätten einige Dinge eventuell genauer formuliert werden können. Ich möchte deswegen den alten Text zwar stehen lassen, aber nochmal klarstellen, was genau gemeint ist. Für uns sind vor allem die vorgesehenen Präsenzklausuren im Frühjahr 2022 nicht tragbar. Unsere Argumente sind hierfür:

  1. Prüfungen sollen unter den 3G Regeln abgehalten werden. Studenten, die sich aufgrund von Krankheiten u.Ä. nicht impfen lassen können, werden so benachteiligt. Dies beruht auf dem Fakt, dass Schnelltests oft ungenau sind. Dies stellt dann für diese eine unnötige Gefahr dar, die durch Online-Klausuren einfach umgangen werden könnte. Hörsäle, die über schlechte Belüftungssysteme verfügen, sowie die hohe Anzahl der Studierenden (bspw. fassen alle die gleichen Türklinken an...), stellen große Gefahrenquellen vor allem für die vurnerablen Gruppen unter den Studierenden dar. Außerdem haben Studierende unter anderem Risikopatienten im direkten Umfeld und könnten sich durch online Klausuren diese Gefahr sparen. Es besteht auch keine FFP2-Masken-Pflicht. 
  2. Seminare in anderen Studiengängen, die weitaus weniger Teilnehmer haben, werden abgesagt. Warum sollen dann mehrere hundert Studierende zusammen eine Klausur schreiben?
  3. Es wird das Gegenargument angeführt, dass sich seitens Fachschaft lange für die Präsenzlehre eingesetzt wurde. Eventuell war der ursprüngliche Text auch nicht genau genug formuliert, wir sprechen hier jedoch von den Prüfungen und nicht den Vorlesungen. Es war den meisten Studierenden mit Präsenzvorlesungen möglich, die Vorlesung online zu verfolgen. Hier bestünde die Wahl. Durch Präsenzklausuren wird das Wissen anders vermittelt. Das Wissen abzurufen ist auch durch Online Klausuren möglich. Diese besteht eben nicht bei einer Klausur. Es erscheint unverhältnismäßig, gefährdeten oder "ängstlichen" Studenten zu raten, dieses Semester dann "einfach auszusetzen". Die Corona Pandemie hat schon viele der Studierenden durch private Verhältnisse dazu gezwungen, ihr Studium weiterhin hinzuziehen. Eine deutliche Benachteiligung.
  4. Durch die erhöhten Infektionszahlen ist es nicht verständlich, warum Prüfungen Ende 2020 online abgehalten werden mussten. Die momentanen Infektionszahlen liegen weit über denen im Winter 2020.
    Omikron stellt eine große Gefahr und Ungewissheit dar. Laut WHO ist diese Variante besonders besorgniserregend. Es wurden in kurzer Zeit schon einige Impfdurchbrüche verzeichnet und bis Januar 2022 ist nicht jeder Studierende in der Lage, sich boostern zu lassen.
  5. Die Studierenden wünschen sich Planungssicherheit. Wie einige bestimmt wissen, reicht es nicht, sich 3 Wochen vor der Klausur auf eine Prüfung vorzubereiten. Das Rektorat möchte die Situation im Frühjahr abwarten. Sollte sich im Frühjahr dann ergeben, dass die gefährdeten Studierenden doch mit einer Online Klausur rechnen können, würde dies unter Umständen dazu führen, sich nicht genügend vorbereiten zu können. 
  6. Am 15.12. wurde beschlossen, dass jede im Wintersemester unternommene Klausur als nicht vorgenommen gilt, sofern nicht bestanden. Das Rektorat hatte nur einen weiteren Versuch pro Kopf vorgesehen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass Präsenzklausuren ein Infektionsrisiko darstellen.

Konstruktive Kritik ist immer gerne gesehen. Wir möchten mit dieser Petition niemandem zu nahe treten. 

Unsere Forderungen

  1. Unbegrenzte Freiversuche --> Geschafft!
  2. Freisemester -->Im Gespräch ist ein weiteres Freisemester pro Person, angerechnet werden pro Person jedoch nur 3.
  3. Online Klausuren
     

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Justizministerium, liebes Rektorat der Uni Köln,

Die Pandemie-Situation in Deutschland verschlechtert sich rasant. Heute (10.12.2021) verbuchen wir im ganzen Land ca. 61 000 Neuinfektionen, wobei die Neuinfektionen im Dezember weit weniger waren (32000). Wie kann es da sein, dass das Justizministerium immer noch an Präsenzprüfungen festhält, während selbst einige Professoren ihre Vorlesungen aufgrund der Gefahr absagen? Wieso reagiert das Justizministerium nicht?

Die Prüfungen des Wintersemesters 2021/2022 sollen laut jetzigem Stand unter den 3G Regeln stattfinden. Dies ist unzumutbar, da sich einige der Studenten aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, woraufhin diese unverhältnismäßig benachteiligt werden. Omikron, die Variante die laut WHO besonders besorgnisserregend ist, zeigt nach kürzester Zeit schon einige Impfdurchbrüche. Die Wirkung der Impfung auf Omikron ist bisher noch nicht sicher und nicht alle sind dazu in der Lage, bis zu dem Klausuren eine Boosterimpfung zu erhalten. Gerade für Risikopatienten und auch ungeimpfte Studenten stellt es so ein großes Risiko dar, zu den Prüfungen zu erscheinen. Teilweise verfügt die Universität auch nur über schlecht durchlüftbare Säle, die ein weiteres Risiko beherbergen. Schnelltests sind unter Anderem nicht aussagekräftig genug und weisen nur die Viruslast zu dem Zeitpunkt des Testes nach. Zudem besteht keine FFP2-Pflicht. Von den Fälschungen von Impfungen und Tests, die momentan im Umlauf sind, nicht zu sprechen. Seminare u.Ä. werden in Teilnehmeranzahlen von 20 Leuten abgesagt; an Prüfungen mit mehr als 100 Studenten wird festgehalten!

Außerdem besteht die Gefahr, dass die Studenten sich bei den Präsenzklausuren anstecken. Dies würde ggf. Quarantäne mit sich ziehen, was gerade bei der fehlenden Freisemesterregelung nicht tragbar ist. Hier wünschen wir uns, dass sich das Rektorat ein weiteres Freisemester entscheidet, damit sich dieses Semester nicht negativ auf den Studienablauf der Studenten auswirkt. Das Studium hat sich bei einigen Studenten durch die psychische und weitere Belastung der Pandemie schon lange genug gezogen, so werden es wahrscheinlich keine Studenten riskieren, beispielsweise auf ihre Zwischenprüfung weiter zu warten und werden auch mit Symptomen in Klausuren gehen. 

Für den Freiversuch sind 4 Semester anrechenbar, wobei es durch die Pandemie erst 3 Freisemester gab. Gerade dieses Semester, das für einige das erste Semester in "Teil"-Präsenz darstellt, sollte deswegen auch die Freisemesterregelung gelten. Gerade durch die weiterhin unsichere Prüfungssituation sollten nicht bestandene Klausuren immer noch als nicht unternommen gelten!

Die Universität zu Köln (Rektorat) und das Justizministerium hat aufgrund der Corona Pandemie Hochschulverordnung die notwendige Grundlage um zu reagieren. Gemäß § 6 ist die Universität dazu berechtigt, online Prüfungen abzuhalten und außerdem ist sie berechtigt, die Freiversuchsregelung zu erweitern. 

Wie kann es sein, dass schon einige Midterm Klausuren geschrieben werden und noch keine Entscheidung gefallen ist? Die juristische Fakultät fällt selbst in der Presse durch ihr Verhalten in der Pandemie schlecht auf (Link). Es ist Zeit, dass das Justizministerium und Rektorat reagiert. Es ist auch nicht tragbar, bis kurz vor den Klausuren zu warten, um zu kommunizieren, ob die Klausuren online sind. Wir benötigen Planungssicherheit und fragen uns, wie eindeutig die Situation noch werden soll.

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