MARTIAL ARTS WITHOUT FASCISTS

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An die UFC, die GEMMAF,
An alle Kampfsportler und Kampfsportlerinnen:

Wertes Team des Allstars Training Center,

Mit Sorge haben wir beobachtet, wie am letzten Wochenende Timo Feucht seinen ersten Kampf für Euer Team hatte.

Mit Sorge deshalb, weil Timo Feucht vor dem Wechsel in das Allstars Training Center der Musterschüler von Benjamin Brinsa war und vermutlich nach wie vor ein freundschaftliches Verhältnis zu ihm pflegt. Benjamin Brinsa ist Headcoach des Imperium Fight Team. Er kam international in die Schlagzeilen, als die UFC kurz nach Abschließen eines Vertrages mit ihm, diesen wieder kündigte. Grund dafür: Brinsa ist Hooligan und Neonazi.

 

Alles beim Alten

Dass Brinsa ganz im Gegenteil zu seinen damaligen Facebook Statements nach wie vor ein organisierter Neonazi ist, der vor Gewalt gegenüber Menschen auf Grund ihrer Herkunft mitnichten zurück schreckt, belegt unter anderem ein Artikel eines Leipziger Bündnisses. Das Bündnis hat sich die Schließung des Imperium Fight Team Gyms zum Ziel gemacht:

Am 27.08.2018 fanden in Chemnitz [...] massive Ausschreitungen von Neonazis statt. […] von einzelnen Neonazis und ganzen Neonazi-Sportgruppen kam zu Körperverletzungen an migrantisch aussehenden Menschen, Linken und Pressevertreter*innen. Weiterhin griff eine Großgruppe Neonazis ein jüdisches Restaurant und seinen Besitzer mit Steinen und Eisenstangen an.

Anwesend waren auch Neonazis aus Leipzig, allen voran maßgebliche Akteure des Imperium Fight Team (IFT) […]

Dementsprechend war dann auch Headcoach Benjamin Brinsa zugegen. […]

Desweiteren mobilisierte Brinsa über seine privaten Social Media Kanäle im vorhinein. Am Morgen nach den Ausschreitungen postete er ein Trainingsbild mit Zahnschutz und ein unzweideutiges “Das ballern ging heute gleich weiter ;)”.”

 

Timo Feucht – ein würdiger Nachwuchs

Timo Feucht ist selbst auch kein unbeschriebenes Blatt. So trat er z.B. beim Angriff auf den alternativen Stadtteil Leipzig-Connewitz am 11.01.2016 in Erscheinung. Er befand sich unter den rund 215 Neonazis und Hooligans, die in diesem Zusammenhang von der Polizei festgesetzt wurden. Am 25.09.2016 wurde Timo Feucht des Weiteren von der Polizei mit weiteren Hooligans in Gera festgesetzt. Bei ihnen wurden unter anderem Sturmhauben, diverse Kampfsportausrüstung aber auch Messer und Schlagstöcke sicher gestellt. Die Hooligans sind Anhänger des 1. FC Lokomotive Leipzig. In Gera spielte an diesem Tag aber nicht ihr Verein, sondern der Lokalrivale BSG Chemie Leipzig auf dessen Fans die Gruppe es abgesehen hatten. Die Polizei konnte den organisierten Überfall durch ein Großaufgebot noch verhindern.

Siehe dazu:

Bis heute gab es von ihm keinerlei Distanzierung seiner begangenen Taten und oder von seinen Freunden, seinen Trainingspartnern und dem Imperium Fight Team.

 

(Neo-)Nazis, Rassisten und Rassistinnen haben auch im Kampfsport nichts verloren

Vor allem in Deutschland aber auch in anderen Ländern profilieren und vernetzen sich Nazis in den letzten Jahren vermehrt durch MMA Veranstaltungen und andere Kampfsport Events.

Die Neonazi Szene in Europa schult sich dabei nicht nur für den Straßenkampf gegen alle, die es auf Grund ihrer Ideologie der ethnischen Reinheit und des Volkes auserwählt durch Blut und Boden, zu vertreiben oder gar zu vernichten gilt. Auch das Kapital schlagen durch Eintrittseinnahmen, eigene Kampfsport Bekleidungsmarken und Werbeverträge für die eigenen Infrastrukturen spielt eine große Rolle, warum sich Neonazis vermehrt auch öffentlich im Kampfsport zeigen. Damit und mit der steigenden Popularität von MMA als Sportart, vor allem bei jüngeren Männern, kommt Trainingszentren und Gyms eine umso höhere Verantwortung zu. Die Verantwortung zu verhindern, dass solcherleit Orte nicht dazu genutzt werden nach der Trainingseinheit den eigenen Schülern ein menschenverachtendes Weltbild beigebracht wird.

Was das aktive Kampfsporttraining für und mit Neonazis für schreckliche Folgen haben kann musste ein schwarzer Türsteher dieses Jahr auf Mallorca erleben. Zwei Teammitglieder des Imperium Fight Teams hatten ihn aus dem Nichts angegriffen und niedergeschlagen. Bei näherer Betrachtung des Umfelds der beiden Täter, liegt die rassistische Motivation auf der Hand.

 

Antifaschismus in den Kampfsport – Nazis runter von der Matte

Um weitere Übergriffe solcher Art zu verhindern, gilt es unter anderem, Nazis und Rassisten und Rassistinnen aus dem Kampfsport raus zu halten. Das heißt keine gemeinsamen Trainings, keine Seminare, keine Kämpfe und erst recht keine eigenen Veranstaltungen für und mit Neonazis.

Die Nazis werden dadurch leider nicht verschwinden, aber man kann ihnen immerhin die Möglichkeit erschweren, ihre Ideologie vermehrt nach außen zu tragen und vor allem auch unter junge Leute zu bringen.

Wertes Allstar Team, es ist also nun auch an euch, euch klar von Timo Feucht zu distanzieren und ihm keine weiteren Trainings oder gar Kämpfe als Bühne zu bieten!

Kein Kampfsport für Timo Feucht und andere Neonazis!

Kein Handshake mit Rassisten und Rassistinnen!

Mehr zum Thema: https://runtervondermatte.noblogs.org/neuigkeiten/